IT-Branche

Deutschland führt ‚Skills Study‘ an

Ausgabe-Nr.: 07/2017

Rein de Jong, Director EMEA Central Regional Sales bei Brocade: „Der strategische Einfluss, den die IT auf Unternehmen hat, nähert sich seinem Höhepunkt.“

Eine weltweite Studie des Herstellers von Netzwerkkomponenten Brocade zeigt auf, wie führende IT-Entscheider sich selbst und ihr Team einschätzen, um Rückschlüsse auf aktuelle und zukünftige Geschäftsanforderungen zu ziehen. Von den sechs untersuchten Märkten ist Deutschland am besten auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorbereitet. Auf Platz zwei folgen die USA, während Großbritannien auf dem letzten Platz den anderen Märkten hinterherhinkt.

 

„Der strategische Einfluss, den die IT auf Unternehmen hat, nähert sich seinem Höhepunkt. Jetzt ist der Moment erreicht, in dem IT-Abteilungen das Gefühl haben, die Transformation ihres Unternehmens am stärksten beeinflussen zu können. Aufgrund der sich rasant weiterentwickelnden Technologie und möglicher Veränderungen auf dem internationalen Arbeitsmarkt ist es äußerst wichtig, dass IT-Teams das richtige Training erhalten, um ihre Fertigkeiten weiterentwickeln zu können“, sagt Rein de Jong, Director EMEA Central Regional Sales bei Brocade Communications Systems, Inc. in San José, USA (Bundesstaat Kalifornien).

Insgesamt bestätigten 91 Prozent der befragten IT-Profis, dass die IT-Abteilung mittlerweile als sehr wichtig oder erfolgskritisch für Innovation und Unternehmenswachstum anerkannt wird. Zugleich erwarten mehr als die Hälfte, dass der Mangel an Personal mit den richtigen Qualifikationen in einem Jahr zum Problem werden wird. Als wesentliche Faktoren hierfür wurden Fachkräftemangel, veraltete Fachkenntnisse, fehlende Bereitschaft auf Führungsebene, Weiterbildungen anzubieten, sowie der rasante technologische Fortschritt identifiziert.

Unternehmen befinden sich an einem Wendepunkt

Für die Studie wurden 630 IT-Abteilungsleiter in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien, Singapur und den USA befragt. Dabei stellte sich heraus, dass sich viele Unternehmen an einem Wendepunkt befinden, da neue Technologien auch neue Fähigkeiten voraussetzen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass die Planung von Fortbildungsmaßnahmen in Einklang mit anderen Planungstätigkeiten des Unternehmens gebracht werden muss, da sonst ein Qualifikationsdefizit droht. IT-Teams wären dann zum Beispiel nicht mehr in der Lage, die Vorteile neuer Technologien voll auszuschöpfen, da ihnen die entsprechenden Qualifikationen fehlen.

In Deutschland gab einer von vier Befragten an, dass seine IT-Abteilung wegen Personalmangel nicht in der Lage sei, Geschäftsanforderungen zu erfüllen. Fortbildung bleibt ein wichtiges Thema in Unternehmen, da tägliche IT-Wartungsarbeiten hohe Priorität haben. Es gibt weltweit einen wachsenden Bedarf, mehr Zeit in Weiterbildung zu investieren – von 15 Prozent der Arbeitszeit, die derzeit dafür aufgewendet wird, auf 22 Prozent.

Auch müssen IT-Profis mehr Eigenverantwortung für ihre berufliche Zukunft übernehmen, um die Möglichkeiten, die neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) und alle Bereiche des IoT – von Device Management bis Security – bieten, zu nutzen. Knapp 35 Prozent der weltweit befragten Teilnehmer stimmten zu, dass die IT-Mitarbeiter ihres Unternehmens nicht die richtigen Fähigkeiten besäßen, um ihren Arbeitsplatz auch in Zukunft zu sichern. Die meistgenannte Qualifikation für eine erfolgreiche berufliche Zukunft war mit 22 Prozent Cyber Security. KI und IoT Security lagen mit 18 Prozent auf dem zweiten Platz. In Deutschland war IoT Security die meistgenannte Schlüsselqualifikation.

 

 

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