Arbeitsmarkt

Co-Working-Spaces florieren

Ausgabe-Nr.: 5/2019

Für immer mehr Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, das Home-Office zu nutzen, höchste Priorität im nächsten Job. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage, die im Auftrag der Jobbörse Jobware durchgeführt wurde.

Heimarbeit hat nicht nur Vorteile. Diese Meinung vertreten Männer und Frauen und liebäugeln trotzdem mit einer Flucht aus dem Büro. Häufig wird jedoch übersehen, dass Menschen als soziale Wesen nicht gerne allein sind und auf persönliche Kontakte sehr großen Wert legen, weil sie vom Austausch profitieren.

Andererseits: Ständige Ablenkungen von der Büroarbeit führen oft genug zum Frust und zu Minderung der Leistungsfähigkeit. Wenn aber das Home-Office eine Ausnahme ist und die Arbeit daheim von Kollegen und Vorgesetzten nicht als vollwertig angesehen wird, kann das ein Grund sein, den täglichen Weg ins Büro auf sich zu nehmen.

Besonders Pendler wissen hingegen zu schätzen, dass sie wertvolle Zeit sparen, wenn sie nicht erst einen mitunter sehr zeitaufwändigen, anstrengenden und auch teuren Weg zur Arbeit zurücklegen müssen. Ein weiterer Pluspunkt des Home-Office ist die Flexibilität, wenn wichtige private Termine innerhalb der Arbeitszeiten liegen.

Etliche Unternehmen gestatten ihren Mitarbeitern, einen Teil des Tages im Home-Office zu arbeiten und sich erst am Vormittag oder noch später auf den Weg in die Firma zu machen, wenn Straßen und öffentliche Verkehrsmittel deutlich weniger ausgelastet sind als zu den Stoßzeiten.

Als eine Alternative zur Heimarbeit florieren Co-Working-Spaces und könnten als Trend eine Gegenbewegung in Gang setzen (-> Grafik 2). Denn trotz vehementer Forderung nach Home-Offices halten es viele Mitarbeiter in den eigenen vier Wänden nicht lange aus und neigen dazu, sich mit anderen Tätigkeiten abzulenken. Als ebenfalls problematisch erweist sich das andere Extrem: Viele Angestellte arbeiten zuhause sogar deutlich mehr als im Büro und stehen zudem unter dem Druck, ständig erreichbar sein zu müssen.

 

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