Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt

Neuer Studiengang am KIT

Ausgabe-Nr.: 9/2019

Alexander Mädche, Studiendekan an der KIT-Fakultät für Wirtschaftswissenschaften: „Digitale Dienste und Geschäftsmodelle entstehen derzeit in rasanter Geschwindigkeit. Start-ups suchen ihre Nische, etablierte Unternehmen müssen sich neu aufstellen. Fachleute für die digitale Transformation werden deshalb händeringend gesucht.“

Wirtschaft und Gesellschaft werden in zunehmendem Maße von digitalen Anwendungen durchdrungen. Zur erfolgreichen Gestaltung von nachhaltigen technischen Lösungen benötigen künftige Arbeitnehmer Kompetenzen aus den Bereichen Informatik, Wirtschaft und Recht. Diese Qualifikationen vermittelt das Studium der Wirtschaftsinformatik. Der Studiengang wurde jüngst vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) freigegeben und wird ab dem Wintersemester 2019/20 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) angeboten.

„Digitale Dienste und Geschäftsmodelle entstehen derzeit in rasanter Geschwindigkeit. Start-ups suchen ihre Nische, etablierte Unternehmen müssen sich neu aufstellen. Fachleute für die digitale Transformation werden deshalb händeringend gesucht“, erläutert Professor Alexander Mädche, Studiendekan an der KIT-Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Wirtschafts-Informatiker sind gegenwärtig in allen Unternehmens-Bereichen äußerst gefragt, da sie eine Schnittstellen-Funktion zwischen der betriebswirtschaftlichen Perspektive und den informationstechnischen Möglichkeiten übernehmen.

Die neue Fachrichtung schafft die Grundlagen für berufliche Karrieren in der Software-Entwicklung, Beratung und Datenanalyse. „Im Studium der Wirtschaftsinformatik am KIT erhalten unsere Studierenden die benötigten Qualifikationen, um den digitalen Wandel mitzugestalten und gesellschaftlichen Nutzen zu erzeugen“, sagt Professor Sebastian Abeck von der KIT-Fakultät für Informatik.

Der neue Studiengang soll sich durch Interdisziplinarität, Individualität, Internationalität und die Integration von Wissenschaft und Praxis auszeichnen. Neben den Grundlagen in Informatik, Wirtschaft und Recht legt die Ausbildung Wert auf praxisorientierte Problemlösungs-Kompetenz und folgt dem Konzept der Forschungs-orientierten Lehre. Während des Bachelorstudiums entwickeln die Studierenden zum Beispiel unter Verwendung moderner Methoden und Werkzeuge eine lauffähige Anwendungs-Software. Darauf aufbauend erlauben viele Wahlmodule im Masterstudium eine individuelle Spezialisierung auf Themen wie Künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit oder Marketing und Logistik.

Darüber hinaus ermöglichen organisierte Austausch-Programme, Sprachkurse, Lehrveranstaltungen auf Englisch und geförderte Auslandspraktika den Studierenden schon im Bachelorstudium internationale Erfahrungen. Das speziell für den Studiengang aufgebaute ‚Partnernetzwerk Wirtschaftsinformatik‘ zielt bereits im Studium auf eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis ab.

 

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