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Große Offenheit für Berufswechsel

Ausgabe-Nr.: 12/2019

Heike Radtke, Head of Marketing bei viasto: „Quereinsteiger stellen eine hochinteressante Ressource für suchende Arbeitgeber dar – eine, die bisher zu wenig adressiert wird.“

Der Anbieter von Video-Recruiting-Lösungen für die Personalauswahl fand im Rahmen einer Untersuchung heraus, dass deutsche Arbeitnehmer keine Scheu davor haben, die eigene berufliche Komfortzone zu verlassen. Der Quereinstieg in ausbildungsferne Berufe gehört vielmehr zur Karriereplanung dazu.

„Quereinsteiger stellen eine hochinteressante Ressource für suchende Arbeitgeber dar – eine, die bisher zu wenig adressiert wird. Ihr Wert wird vor allem deshalb nicht immer richtig erkannt, weil in vielen Personalabteilungen der Irrglaube herrscht, sie könnten wertvolles Fachwissen nicht aufholen. Diese Annahme ist allerdings nachweislich falsch. Wir haben herausgefunden: Fachwissen kann man sich aneignen, Teamfähigkeit, Initiative und innovatives Denken dagegen weniger“, erläutert Heike Radtke, Head of Marketing bei der viasto GmbH in Berlin.

Für die repräsentative Studie befragte das Marktforschungs-Unternehmen respondi im Auftrag von viasto 1.045 Menschen aus allen Berufsfeldern in ganz Deutschland im Alter von 18 bis 69 Jahren. Das zentrale Ergebnis: Drei Viertel aller Beschäftigten können es sich vorstellen, in einem Berufsfeld zu arbeiten, das nicht zu ihrer Ausbildung passt.

Weiterhin zeigen 76 Prozent der Arbeitnehmer, die bereits einen Quereinstieg bewältigten, die Bereitschaft, eine erneute berufliche Neuorientierung in Angriff zu nehmen. Dass der berufliche Spießrutenlauf im Arbeitsleben längst gang und gäbe ist, offenbart der folgende Wert: 38 Prozent der Beschäftigten geben an, schon heute in einem ausbildungsfernen Beruf tätig zu sein.

Besonders offen für einen Wechsel sind angeblich jene Arbeitnehmer, die gemäß ihrer Ausbildung auf den ersten Blick als festgelegt erscheinen. So möchten sich 86 Prozent der Ingenieure gerne anderweitig ausprobieren. Ähnlich sieht es bei IT-Spezialisten aus, von denen fast zwei Drittel (64 Prozent) in ihrem Berufsfeld arbeiten. 78 Prozent von ihnen interessieren sich für alternative Karriereoptionen.

Laut der Erhebung ist der Anteil der Quereinsteiger in der Medien-Szene (54 Prozent), in der Logistik-Branche (58 Prozent) sowie in der Wirtschaft und Verwaltung (40 Prozent) am höchsten. Im Bereich Naturwissenschaft befinden sich dagegen die wenigsten Fachfremden (18 Prozent).

Richtig angewandt, ist die Förderung von Quereinsteigern durchaus ein adäquates Instrument zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Bewerber, die gewisse Grundlagen und Kompetenzen auf einem Gebiet mitbringen, könnten nach einer vergleichsweise geringen Einarbeitungs- sowie Ausbildungszeit einen großen Gewinn für Unternehmen darstellen.

 

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