Smartphones

Foldables im Anmarsch

Ausgabe-Nr.: 31/2019

Die Consumer Technology steht vor einem Umbruch, behauptet der Bitkom e. V. in Berlin. Während die klassische Unterhaltungselektronik an Nachfrage verliert, treiben Smartphones und digitale Inhalte-Plattformen den Markt. Die nächste Entwicklungsstufe steht mit faltbaren Smartphones bevor. So kann sich mehr als jeder dritte Bundesbürger vorstellen, ein faltbares Smartphone zu nutzen. Das zeigt die Trendstudie „Zukunft der Consumer Technology 2019“, die der Bitkom und das Beratungs- und Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen Deloitte in Berlin vorstellten.

Danach sehen 58 Prozent den Vorteil, dass faltbare Smartphones zusammengeklappt weniger Platz benötigen. 50 Prozent begrüßen, dass faltbare Smartphones einen größeren Bildschirm bieten. 18 Prozent bescheinigen den sogenannten Foldables mehr Leistung als herkömmliche Smartphones und für acht Prozent sind faltbare Smartphones die neuen Statussymbole. „Neue Bildschirm-Technologien sind ein Top-Trend. Faltbare Smartphones verfügen nicht nur über sehr große Displays. Sie bieten außerdem Platz für leistungsstärkere Prozessoren und Akkus“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Bitkom-Referent für Consumer Technology.

Ein weiterer Treiber für die Consumer-Technology ist das sogenannte Connected Entertainment. Konsumenten sehen sich heute einer riesigen Auswahl an hochwertigen kuratierten Inhalten gegenüber, die quasi jederzeit und überall verfügbar sind. Und immer mehr Nutzer sind bereit, für das Streaming-Angebot Geld auszugeben. So nutzen mittlerweile 42 Prozent kostenpflichtige Video-On-Demand-Dienste, 20 Prozent zahlen für Musik-Streaming. Für ein gutes Nutzererlebnis müssten diese Inhalte aber auf entsprechend hochwertigen Endgeräten verfügbar sein.

„Die Medienwelt hat in den vergangenen 20 Jahren einen Evolutionsprozess von non-connected Content und Hardware mit ihren physischen Bild- und Tonträgern über die Ära der digitalen Downloads zum Streaming durchlaufen – und der nächste Entwicklungsschritt zeigt sich bereits am Horizont. Wesentliche Akteure sind hier die großen Plattformbetreiber, die Inhalte aus unterschiedlichen Medien­gattungen aggregieren und zusätzlich massiv in eigene Inhalte investieren, um Nutzern eine reichhaltige Auswahl an Inhalten aus einer Hand zu bieten“, erklärt Klaus Böhm, Leiter Media & Entertainment bei Deloitte.

Die Geräte-Hersteller sehen sich zwei maßgeblichen Entwicklungen gegenüber. Zum einen werden Konsumenten ihre alten Endgeräte zunehmend durch neue, vernetzbare Hardware ersetzen. Zum anderen wird der Anteil der tatsächlich smart genutzten Geräte in den nächsten Jahren deutlich steigen. Das gilt besonders für TV-Geräte. In drei Jahren werden laut der Trendstudie nur noch 10 Prozent nicht mit dem Internet verbunden sein.

„Für die Industrie ist die intelligente Verknüpfung von Hardware und Content inzwischen ein echtes Differenzierungs-Kriterium. Konsumenten erwarten von neuen Endgeräten intelligente User-Interfaces und einen bequemen Zugang zu passenden Inhalte-Angeboten“, sagt Böhm. Verbraucher wünschen sich auch mehr Übersicht. 35 Prozent hätten laut Studie Interesse an einem gebündelten Content-Angebot und würden dafür andere Abonnements kündigen. Durch komfortablere Angebote könnten auch neue Nutzergruppen erschlossen werden, vor allem bei den älteren Zielgruppen gibt es noch Wachstums-Potenzial. – Die Trendstudie steht hier zum kostenlosen Download bereit: https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Zukunft-Consumer-Technology-2019

 

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