3D-Messe Formnext

Internationaler Branchentreff

Ausgabe-Nr.: 41/2019

Formnext-Messegeschehen 2019: Insgesamt besuchten 34.532 Fach- und Führungskräfte aus 99 Nationen das 3D-Druck-Spektakel in den Messehallen elf und zwölf. Quelle: Mesago Messe Frankfurt GmbH/Mathias Kutt

Die diesjährige Ausgabe der Veranstaltung trumpfte erneut mit einer erhöhten Besucher- und Aussteller-Resonanz sowie vielen neuen Entwicklungen im 3D-Druck auf. Dabei war der internationale Anklang enorm: 49 Prozent der Interessenten kamen aus dem Ausland und konnten Produkte von Unternehmen aus 36 Nationen bestaunen.

„Auch in ihrem fünften Jahr setzt die Formnext ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte fort. Die additive Fertigung ist definitiv in der Industrie angekommen. Zusammen mit unserer enorm dynamischen Branche werden wir als Messeveranstalter diese Entwicklung weiter mitgehen, unterstützen und vorantreiben“, resümiert Sascha Wenzler, Vice President bei der Mesago Messe Frankfurt GmbH.

Insgesamt besuchten 34.532 Fach- und Führungskräfte aus 99 Nationen (2018: 26.919) das 3D-Druck-Spektakel in den Messehallen elf und zwölf. Auch die Ausstellerzahl erhöhte sich um 220 (!) auf 852 (2018: 632) (-> Tabelle 1). Unternehmen wie 3D Systems, Carbon, Desktop Metal, EOS, Formlabs, HP, Ricoh, Siemens, Stratasys, Xerox und XJet stellten neue Fertigungs-Technologien und fortschrittliche Lösungen für deren integrierten industriellen Einsatz vor (-> Bericht auf Seite 6).

Zu den Neuheiten entlang der Prozesskette gehörten zum Beispiel 3D-druckbare Materialien, welche die Einsatzgebiete der additiven Fertigung in der Luft- und Raumfahrt, in der Automobil- und Railway-Industrie sowie im Werkzeug- und Formenbau deutlich erweitern. Zudem macht die Branche Fortschritte im Bereich Post-Processing (Nachbearbeitung) und präsentierte vor Ort ihre verbesserten Methoden.

„Es gibt keinen anderen Ort, an dem man Unternehmen aus der gesamten additiven Wertschöpfungskette treffen kann.“

„Die Formnext ist weltweit eine einzigartige Show. Es gibt keinen anderen Ort, an dem man Unternehmen aus der gesamten additiven Wertschöpfungskette aus Europa, den USA, China und anderen Märkten treffen kann. Der große Mehrwert, den wir durch unsere Teilnahme erlangt haben, lässt sich gar nicht bemessen“, zeigt sich Haden Quinlan, Program Manager, Center for Additive and digital Advanced Production Technologies at Massachusetts Institute of Technology (MIT), begeistert.

Die Frankfurter Messe liefert der Branche nicht nur einen Einblick in den technologischen Status quo, sondern dient gleichermaßen als eine wichtige Business-Plattform für Geschäftsabschlüsse. Investoren besitzen immer größeres Interesse an dem 3D-Druck-Segment und möchten als strategische Partner bei jungen Unternehmen einsteigen. Mit der ‚Start-up Challenge‘ und der ‚Start-up Area‘ konnte das Event Unternehmen eine effiziente Plattform bieten, um sich dem internationalen Fachpublikum und etwaigen Kapitalgebern zu präsentieren.

Darüber hinaus stand das Partnerland USA im Fokus. Mehr als 50 US-Aussteller waren in den Messehallen und am US-Pavillon zugegen. Die Besucher erlebten ein vielseitiges Rahmenprogramm, das vom US Commercial Service und zahlreichen weiteren Verbänden gestaltet wurde. So brachte beispielsweise das zum zweiten Mal ausgetragene transatlantische ‚AM Standards Forum‘ die Entwicklung international einheitlicher Normen und Standards für die additive Fertigung weiter voran.

„Die Formnext hat für die Branche und für US-Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert. In diesem Jahr wuchs die Beteiligung der US-Aussteller im Vergleich zu 2018 um fast 40 Prozent, so dass wir die Vielfalt der innovativen Produkte und Dienstleistungen amerikanischer Unternehmen wirklich zeigen konnten“, betont Ken Walsh, Commercial Consul des US Commercial Service. – Die nächste Formnext findet vom 10. bis 13. November 2020 statt.

 

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