TA Triumph-Adler

Kein Durchbruch zum neuen Rekord

Ausgabe-Nr.: 14/2020

TA-Triumph-Adler-Geschäftsführer Christopher Rheidt: Ein Ärgernis der Sonderklasse, weil man gerne „unter normalen Bedingungen das Geschäftsjahr zum achten Mal in Folge mit einem organischen Wachstum beendet“ hätte.

Bei der deutschen Vertriebsgesellschaft lief im abgelaufenen Geschäftsjahr einmal mehr alles wie geschmiert. – Bis zur Corona-Krise. Die verhagelte im letzten Monat die Erreichung der Umsatz-Budgets. Doch dafür gibt es ein dickes Trostpflaster: Wiederum erwirtschaftete die Tochter des Kyocera-Konzerns in einem gebeutelten Markt-Umfeld einen sehr guten Gewinn vor Steuern.

„Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019/2020 ist unser seit sieben Jahren andauernder Wachstumskurs unterbrochen worden. Ausschlaggebend dafür ist die Corona-Krise, die seit Jahresbeginn die Wirtschaft in Europa und weltweit in Mitleidenschaft zieht“, meldet die TA Triumph-Adler GmbH in Norderstedt zum Abschluss des Berichts-Zeitraumes per 31. März 2020. Das Unternehmen musste einen Rückgang des Umsatzes von 1,7 Prozent hinnehmen und landete daher bei 301,1 Millionen Euro (-> Tabelle 3).

Für das TA-Management ist dieses Ergebnis ein Ärgernis der Sonderklasse, weil man gerne „unter normalen Bedingungen das Geschäftsjahr zum achten Mal in Folge mit einem organischen Wachstum beendet“ hätte (Christopher Rheidt). Dafür freut sich der TA-Geschäftsführer über die gute Umsatzrendite, die „dank eines sehr guten ersten Halbjahres bei vier Prozent lag“.

Erfreulich auch, dass das Unternehmen bis dahin sehr gute Auftragseingänge verzeichnen konnte. Der Direktvertrieb konnte die Wachstums-Story der Vorjahre wiederholen. Maßgeblich dafür waren vor allem der Ausbau des Projektgeschäfts sowie des Public-Bereichs. Die Anzahl der vertraglich bei den Kunden gebundenen Druck- und MFP-Systeme (MIF/Machines in Field) konnte dabei ebenfalls erneut um zehn Prozent gesteigert werden. Der indirekte Kanal unter der Marke Utax verzeichnete dagegen im Inland ein schwieriges Jahr und konnte erst im letzten Quartal einen leichten Aufwärtstrend vorweisen.

Im Export-Geschäft hingegen lief bis März dieses Jahres alles rund. Die Auftragseingänge auf einem Rekordniveau wurden erst durch die Corona-Krise gebremst, insbesondere aufgrund der katastrophalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Italien und Frankreich. Ähnlich auch die Entwicklung in UK. Auf einem stabil guten Niveau entwickelten sich die Geschäfte in der Schweiz.

Ein erfolgreicher Start gelang TA im vergangenen Geschäftsjahr mit dem Eintritt in den Markt für Produktionsdruck. Im vierten Quartal wurde das Portfolio mit der Pro 15050c um das erste eigene Produktionsdruck-System auf Basis der Inkjet-Technologie erweitert. Die TA-Gruppe fühlt sich mit ihrer professionellen Direktvertriebs-Organisation mit 31 Niederlassungen in Deutschland gut gerüstet. Wir haben über den Markteintritt und die Ambitionen in diesem Geschäftsbereich in unserer Ausgabe Nr. 12/2020 ausführlich berichtet.

„Die Folgen der Krise werden uns sicher das gesamte Geschäftsjahr über beschäftigen. Das heißt, gerade kurzfristig werden wir wie alle Markt-Teilnehmer vor besonderen Herausforderungen stehen. Abzuwarten bleibt insbesondere, wie und wann sich eine echte Erholung der Nachfrage in den einzelnen Märkten abzeichnen wird“, sagt der TA-Chef und stellt zugleich eine neue Aktion für die Utax-Fachhändler vor.

Sie soll mit speziellen Konditionen für die Unterstützung des Service-Teams bei Störungs- und Wartungsarbeiten den indirekten Vertrieb entlasten, teilten die Norderstedter Anfang dieses Monats mit und offerierten den Utax-Fachhändlern den Hardware-bezogenen Support zu neuen Konditionen.

Unter anderem bei den Service-Einsätzen, die außer einer Anfahrts-Pauschale nicht in Rechnung gestellt werden. Für die benötigten Ersatz- und Verschleißteile wird nur der Einkaufspreis zuzüglich einer Handling-Gebühr von zehn Prozent für Logistik und Versand der Verbrauchsstellen berechnet. Die Utax-Partner können diese Service-Leistung bedarfsbezogen als Einzelleistung bestellen. Das Angebot wurde in dieser Woche bis Ende Juni 2020 erweitert.

 

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