Mobilfunk

Datentransfer im Wimpernschlag

Ausgabe-Nr.: 22/2018

5G-Technologie ante portas: Der mobile Datenfunk steht vor einem Quantensprung.

Das Internet of Things (IoT), Car Communication oder Smart Grids sind ohne die signifikante Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Netze nicht denkbar. Die Wirtschaft wartet auf den neuen Standard, der mobile Kommunikation in Echtzeit ermöglicht. CEBIT-Besucher können in der nächsten Woche die 5G-Zukunft live erleben und sich mit vielen Neuheiten rund um die digitale Kommunikation vertraut machen.

 

Der mobile Datenfunk steht vor einem Quantensprung: Ab 2020 wird die 5G-Technologie als Basis für eine umfassende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verfügbar sein. Visionen wie das autonome Fahren oder die intelligent vernetzte Produktion sollen bis 2025 Realität werden. Noch sieht die Netzrealität allerdings vor allem in strukturschwächeren Regionen völlig anders aus.

Nicht einmal jedes zweite Unternehmen in Deutschland mit Onlinezugang und mindestens zehn Beschäftigten besaß 2017 einen Breitband-Anschluss mit mindestens 30 Mbit/s. 27 Prozent der Firmen mussten sich nach Erhebung des Statistischen Bundesamtes mit weniger als 10 Mbit/s begnügen. Im aktuellen EU-Ranking rangiert Deutschland damit nur im Mittelfeld. Spitzenreiter sind Dänemark mit 73 Prozent der Unternehmen mit Highspeed-Web und die Niederlande mit 65 Prozent.

Die Netzanbieter arbeiten intensiv am künftigen 5G-Standard mit mobilen Datenübertragungsraten im Gigabit-Bereich. Vodafone zeigt auf der Messe, wie über 5G verbundene Roboter in Echtzeit voneinander lernen. Zudem will Vodafone veranschaulichen, warum 5G auch Highspeed-Geschwindigkeiten unter der Erde benötigt. Deutschland-Chef Dr. Hannes Ametsreiter: „Wir als Mobilfunk-Unternehmen nutzen die Chance, die CEBIT als Europas wichtigste Plattform für Innovation und Digitalisierung entscheidend mitzuprägen.“

Während die 5G-Technologie noch Zukunftsmusik ist, sind digitale Netzwerk-Konzepte und Unified Communication-Services aus der Cloud schon auf dem Markt und unterstützen Unternehmen dabei, flexibler und effizienter zu arbeiten. Lancom zeigt auf der CEBIT seine Management-Cloud für Geschäftskunden. Mit der weltweit ersten hyper-integrierten Netzwerkmanagement-Lösung lassen sich auch komplexe Netze schnell aufsetzen und verwalten. Software-defined Networking-Technologien aus der Cloud sollen gewährleisten, dass Konfigurationsprozesse, die bisher manuell durchgeführt werden mussten, weitgehend automatisiert ablaufen können.

Im EU-Ranking der Unternehmen mit High-Speed-Web rangiert Deutschland im Mittelfeld

AVM stellt in Hannover eine neue Version des smarten Betriebssystems Fritz!OS 7 vor. Das Release enthält zahlreiche Neuerungen für WLAN Mesh, Smart Home und Telefonie. Eine Telefonanlage in der Cloud mit Mobilfunk-Integration präsentiert sipgate. Alle Vorteile der Business-Telefonie können damit auch unterwegs genutzt werden. Zum Funktionsspektrum gehören Features wie die weltweite Onlineverwaltung.

Easy Software präsentiert eine Service-App für Smartphones und Tablets, die im Kundendienst oder bei der Wartung von Maschinen eingesetzt werden kann. Durch die Integration von Backend-Systemen wie ERP, Warenwirtschaft, CRM oder Produktion stehen dem Mitarbeiter vor Ort alle Daten zur Verfügung, die für eine Inspektion oder Reparatur erforderlich sind.

 

 

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