Heidelberger Druckmaschinen

„Leuchtturm des Maschinenbaus“

Ausgabe-Nr.: 1/2019

Neues Innovationszentrum von Heidelberg in Wiesloch-Walldorf: „Es ist das Herz unseres Unternehmens und des künftigen High-Tech-Campus, zu dem wir unseren Standort Wiesloch-Walldorf Schritt für Schritt ausbauen.“

Rund 50 Millionen Euro investierte der Branchen-Primus in sein neues „weltweit modernstes Forschungs- und Innovationszentrum (IVZ)“. Der Konzern will sich als künftiger Technologie-Führer in der Druckbranche positionieren und den digitalen Transformations-Prozess in der Branche gestalten. Von der Idee und Patentierung über die Bildung eines digitalen Zwillings bis hin zur Qualifizierung von Einzelkomponenten und des Gesamtprodukts befindet sich der gesamte Entwicklungsprozess in Wiesloch-Walldorf und bildet mit den anderen Standorten in Kiel, Ludwigsburg, Weiden und St. Gallen eine einzigartige Branchenexpertise.

 

„Die Stärke des deutschen Maschinenbaus wird weltweit hoch geschätzt und in diesem Bereich sind wir nach wie vor die Nummer eins“, sagte Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender bei der Heidelberger Druckmaschinen AG. Mit dem neuen Zentrum soll die Technologie-Führerschaft auch im Bereich der Digitalisierung der Printmedien-Industrie weiter ausgebaut werden.

Das Unternehmen belegt eine erst im Oktober 2018 veröffentlichte Analyse des Weltwirtschaftsforums (WEF) aus Genf, die zu dem Ergebnis kam, dass Deutschland das innovationsfähigste Land der Welt sei, vor den USA. Bislang war das die Schweiz. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann bezeichnete das Innovationszentrum, in dem mehr als 1.000 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz erhalten, als „einen Leuchtturm des baden-württembergischen Maschinenbaus“.

Strukturell bedingt geht der Druck von Zeitungen und Zeitschriften zurück. Gleichwohl wächst die Branche insgesamt weltweit. Wesentlich getrieben wird sie durch Verpackungen und Etiketten. Der jährliche Umsatz der Druckindustrie wird auf über 400 Milliarden Euro eingeschätzt. Heidelberg will sich zunehmend auch neue Marktsegmente außerhalb der grafischen Industrie, wie etwa den Bereich der E-Mobilität, erschließen.

Mit dem neuen Innovationszentrum beginnt auch für die Mitarbeiter ein neues Zeitalter bei der Gestaltung ihrer Arbeitswelt. Modernste Techniken gelangen zum Einsatz, Teamarbeit und Kommunikation, Arbeiten an unterschiedlichen Orten und eine Kombination aus privatem Arbeitsplatz und Kommunikationszonen sorgen für eine kreative, angenehme Atmosphäre. Das Gebäudekonzept zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern bzw. die Teamarbeit so einfach wie möglich zu machen. So gibt es neben persönlichen Arbeitsplätzen nicht fest zugeordnete Büroumgebungen sowie aufgelockerte Sitzmöglichkeiten und sogar Arbeitsmöglichkeiten im Freien zur Förderung der Teamarbeit. Interaktive Monitore ermöglichen digitale Reviews. Ein Bistro und verschiedene Pausenzonen und Kaffeeküchen stehen sowohl den Mitarbeitern als auch Gästen zur Verfügung. Zugleich gibt es zahlreiche Rückzugszonen für ruhiges und ungestörtes Arbeiten.

Der Umbau einer ehemaligen Produktionshalle in ein Innovationszentrum für über 1.000 Personen ist global einmalig. Auf insgesamt rund 40.000 Quadratmetern Bruttofläche entstanden in Wiesloch-Walldorf rund 26.000 Quadratmeter modernste Bürofläche und zirka 14.000 Quadratmeter Fläche für Labore.

„Das neue Innovationszentrum ist eine auf Kommunikation und Transparenz beruhende Innovationsplattform und damit Schlüssel und Symbol für den kulturellen Wandel bei Heidelberg. Es ist das Herz unseres Unternehmens und des künftigen High-Tech-Campus, zu dem wir unseren Standort Wiesloch-Walldorf Schritt für Schritt ausbauen“, erklärt Stephan Plenz, Heidelberg-Vorstand für Digital Technology.

 

 

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