Sedus Stoll

Marktanteil ausgebaut

Ausgabe-Nr.: 15/2018

Besprechungs- und Konferenztisch ‚mastermind high desk‘ von Sedus Stoll: „Unsere flexiblen und intelligenten Einrichtungen bieten das perfekte Umfeld für Konzentration, Kommunikation, Zusammenarbeit oder Entspannung.“

Der süddeutsche Büromöbel-Hersteller konnte die abgelaufene Berichtsperiode mit Zuwächsen beim Umsatz und Auftragseingang abschließen. Weiterhin stellte der Anbieter in 2017 mit umfangreichen Modernisierungs- und Baumaßnahmen die Weichen für die Zukunft seiner beiden Produktions-Standorte in Deutschland, die zu neuen Kompetenz-Zentren ausgebaut werden.

 

Die Sedus Stoll Gruppe schloss das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresüberschuss von 9,9 Millionen Euro erneut erfolgreich ab. Der Umsatz kletterte bei einem gleichzeitig starken Anstieg des Auftragsbestandes zum Jahresende um 1,4 Prozent auf insgesamt 191,2 Millionen Euro. Gleichzeitig sank der Pro-Kopf-Umsatz erstmals seit vier Jahren um 2,3 Prozent auf 219 (-> Tabelle 1).

Der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Zuwachs von 6,6 Prozent dynamischer als der Büromöbel-Markt, wodurch die Gruppe ihren Marktanteil weiter ausbauen konnte. Der Produktbereich Sedus Seating (Bürositz-, Kommunikations- und Objektmöbel) verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Auftragsanstieg von 3,4 Prozent auf 100 Millionen Euro. Hierbei entwickelten sich die Zuwachsraten im In- und Ausland mit 3,5 beziehungsweise 3,1 Prozent in ähnlicher Höhe.

Im Produktbereich Sedus Systems (Büromöbel, Schreibtische und Schranksysteme) konnte ein Auftragszuwachs von insgesamt 16,8 Prozent auf 76,2 Millionen Euro realisiert werden. Die Steigerungsraten betrugen 18,8 Prozent im Inland und 14,5 Prozent im Ausland. Bei Klöber (Bürositzmöbel, Konferenz- und Lounge-Möbel) verzeichnete der Anbieter dagegen mit -9,5 Prozent einen Auftragsrückgang.

Weiterhin stellte der Anbieter in 2017 mit umfangreichen Modernisierungs- und Baumaßnahmen die Weichen für die Zukunft seiner beiden Produktionsstandorte in Deutschland, die zu neuen Kompetenz-Zentren ausgebaut werden. Um diese Ziele zu erreichen, beläuft sich das Investitionsvolumen auf mehr als 20 Millionen Euro für Neu- und Umbauten im Verwaltungsbereich sowie für neue Fertigungs-Layouts an den Standorten Dogern und Geseke.

Im Sedus-Werk Dogern entsteht ein neuer Bürokomplex für Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Marketing sowie Entwicklung. Das bisherige Gebäude der Forschungsabteilung wird zu einem neuen Showroom umgewandelt. Im Sedus-Werk Geseke wird das bestehende Bürogebäude um eine weitere Etage aufgestockt, die ebenfalls als neuer Showroom dienen soll. Nach dem für den Herbst 2018 geplanten Umzug wird die Belegschaft in ‚Living Offices‘ arbeiten, die auch von Kunden besichtigt werden können. Dort sollen auch Neuentwicklungen im Vorfeld von Markteinführungen getestet werden.

Nach Ablauf der ersten vier Monate in 2018 meldet der Hersteller mit Zuwächsen im Auftragseingang von 8,2 Prozent und im Umsatz von 8,4 Prozent einen erfreulichen Start in das laufende Geschäftsjahr. Somit halte der konjunkturelle Aufschwung in der Branche auch im laufenden Geschäftsjahr der Sedus Stoll Gruppe an. Den Hauptgrund dafür sieht der Anbieter in einem Thema, mit dem sich aktuell nahezu alle Unternehmen beschäftigen: der Organisation ihrer wissensbasierten und kreativen Prozesse.

Der Hersteller beschäftigt sich eigenen Aussagen zufolge intensiv mit dem ‚Büro der Zukunft‘ durch Marktbeobachtung und -forschung, vor allem zum Thema Wissensarbeit und Lernwelten. Die daraus entstandene Lösung namens ‚Sedus Future Proof‘ soll professionelle Beratung, umfassende Dienstleistungen und langfristig nutzbare Produkte beinhalten.

„Zukunftssichere Bürolandschaften müssen aktivitäts- und bedarfsgerecht veränderbar sein. Unsere flexiblen und intelligenten Einrichtungen bieten das perfekte Umfeld für Konzentration, Kommunikation, Zusammenarbeit oder Entspannung“, sagt Holger Jahnke, Vorstandssprecher der Sedus Stoll AG in Waldshut.

Anlässlich der diesjährigen Orgatec will Sedus mehrere Produkt-Innovationen präsentieren. Mindestens zwei davon sollen zu den Meilensteinen der Unternehmens-Geschichte zählen. Zudem plant der Hersteller, im Oktober 2018 zwei Drehstühle in den Markt einzuführen, die bisher technisch nicht darstellbar waren.

 

 

Weitere Artikel dieser Ausgabe