Virtueller Arbeitsmarkt

Erster Quartalsbericht 2017

Ausgabe-Nr.: 06/2017

Die Big Data-Arbeitsplattform Jobfeed der Softwarefirma Textkernel veröffentlichte eine Analyse von Online-Stellenangeboten. Die Ergebnisse liefern detaillierte Auskünfte über die Anzahl der offenen Stellen in der Bundesrepublik sowie ihre Verteilung nach Bundesländern. Weiterhin werden die gefragtesten Branchen und Berufsgruppen gelistet.

 

Die Jobgruppe mit dem höchsten Marktanteil im ersten Quartal 2017 ist im Gegensatz zum letzten Quartal nicht mehr die Produktion, sondern das Gesundheitswesen. Die Berufsgruppe wächst um zwei Prozent weiter an. Außerdem liegen mehr offenen Vakanzen in diesem Bereich. Die Informations- und Kommunikationstechnologie verliert 0,8 Prozent an Marktanteilen, die Jobgruppe Administration & Kundenbetreuung 0,3 Prozent (-> Grafik 3).

Die Branche mit dem höchsten Marktanteil an Stellenanzeigen ist wieder Industrie & Technik. Die Branche Handel bleibt stabil und befindet sich mit 15,7 Prozent auf Platz zwei. Der Marktanteil an Jobs im Gesundheitswesen wächst ebenfalls weiter und liegt nun bei 10,3 Prozent. Jobs aus Unternehmen der ITK-Branche bleiben stabil bei 8,6 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt das Software-Unternehmen Textkernel B.V. aus Amsterdam, das sich auf Informationsextraktion, Erfassung von Dokumenten und semantisches Suchen und Anpassen in der HR-Branche spezialisiert hat. Dessen Jobplattform Jobfeed sammelte für das erste Quartal 2017 alle im virtuellen deutschen Arbeitsmarkt verfügbaren Online-Jobs.

Aus der Analyse geht hervor, dass im genannten Zeitraum 500.000 Online-Stellenanzeigen mehr veröffentlicht wurden als im Vergleichsquartal des vergangenen Jahres. Dabei wurde jede Stellenanzeige in 2,1 verschiedenen Quellen veröffentlicht. Insgesamt wurden 4,7 Millionen Gesuche ins Netz gestellt, die Jobfeed zwischen dem 01. Januar und dem 31. März 2017 gesammelt hat. Nach einer Kategorisierung wurden doppelte Inserate sowie Stellenanzeigen für Praktika, freiberufliche Tätigkeiten, Nebenjobs und Volontariate entfernt. Übrig blieben 2,2 Millionen duplikatfreie Stellenanzeigen als Grundlage für die Analyse.

Wie in Grafik 4 ersichtlich, sind die Bundesländer mit den meisten Jobangeboten nach wie vor Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Im Vergleich zu 2016 hat Baden-Württemberg jedoch 1,1 Prozent an Marktanteilen verloren und Nordrhein-Westfalen 1,6 Prozent dazugewonnen. Bayern blieb einigermaßen stabil.

Die meisten Stellenanzeigen wurden von Unternehmen in Berlin veröffentlicht. Anschließend reihen sich München, Hamburg, Frankfurt und Köln unter den Top Städten in Deutschland ein. Im ersten Quartal des laufenden Jahres boten 1,1 Prozent aller Stellenanzeigen die Möglichkeit an, von zuhause oder remote zu arbeiten.

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