Unternehmenskultur

Auf dem richtigen Weg

Ausgabe-Nr.: 10/2018

Ellen Kuder, Digital Workspace Director bei Dimension Data in Deutschland: „Erfreulich, dass die Gestaltung des Arbeitsplatzes in den Unternehmen immer stärker ins Bewusstsein gerückt ist. Schließlich bietet ein moderner Arbeitsplatz viele Vorteile, die von einer verbesserten Effizienz bis hin zu mehr Flexibilität und Zufriedenheit der Mitarbeiter reichen.“

Vom Großraumbüro über Home-Office bis hin zu Shared-Desk-Lösungen – die Frage nach dem idealen Arbeitsplatz der Zukunft beschäftigt heute mehr Unternehmen denn je. Insbesondere im Wettbewerb um die besten Talente spielt die Arbeitsumgebung eine immer wichtigere Rolle – sehen doch 89 Prozent der Unternehmen die Ausstattung des Arbeitsplatzes und die Arbeitsbedingungen als zentrale Wettbewerbsvorteile. Das geht aus der Studie „Arbeitsplatz der Zukunft 2018“* hervor, die IDG Research mit Unterstützung von Dimension Data Deutschland erstellt hat.

 

„Die Herausforderungen bei der Umsetzung des Arbeitsplatzes der Zukunft liegen vor allem in zwei Bereichen: bei der Unternehmenskultur und der technologischen Ausstattung. Das zeigen die Studienergebnisse ganz deutlich“, betont Ellen Kuder, Digital Workspace Director bei Dimension Data in Deutschland. 43,2 Prozent der befragten Führungskräfte sehen die Akzeptanz der Mitarbeiter für den Modernisierungsprozess als größte organisatorische Herausforderung. Im Hinblick auf die eigene technische Ausstattung beschäftigen sich die Unternehmen vor allem mit der IT-Infrastruktur, wie 50,9 Prozent angeben. Besonders wichtig ist den Unternehmen darüber hinaus die IT-Sicherheit – wie Datensicherheit, IT-Security oder Betriebssicherheit. Grund dafür sind vermutlich die zunehmenden Cyber-Attacken, die von den Firmen zu Recht als wachsende Bedrohung wahrgenommen werden.

Über die Hälfte der befragten Unternehmen verfolgt eine Strategie bei der Umsetzung neuer Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte, 15 Prozent planen eine solche geordnete Vorgehensweise. Fast jedes fünfte Unternehmen hat dagegen noch gar keine Strategie für den Arbeitsplatz der Zukunft entwickelt – darunter befinden sich besonders viele kleine Firmen.

Passend zur insgesamt hohen Relevanz liegt das Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ auch überwiegend in der Verantwortung des Top-Managements: 30,2 Prozent der befragten Führungskräfte gaben an, dass die Verantwortung bei dem Geschäftsführer oder der operativen Leitung liegt, 25,6 Prozent sehen den IT-Vorstand, den Technologie- oder Digitalvorstand in der Verantwortung.

Obwohl es in zahlreichen Unternehmen hin zum Arbeitsplatz der Zukunft noch einiges zu tun gibt, sind die Unternehmen der DACH-Region aus Sicht ihrer Mitarbeiter scheinbar bereits auf dem richtigen Weg: So sind drei Viertel der befragten Mitarbeiter einigermaßen bis sehr zufrieden mit der IT und der technischen Ausstattung ihres Arbeitsplatzes. Rund 37 Prozent nehmen ihren Arbeitsplatz bereits als durchaus fortschrittlich wahr: Sie geben an, in einer Arbeitsumgebung tätig zu sein, die weitgehend ihre Vorstellungen an einen Future Workplace erfüllt. Verbesserungspotenziale sehen Angestellte am ehesten bei den Möglichkeiten für individuelle Einstellungen, beispielsweise von Licht und Temperatur, oder einem „Wohlfühlambiente“, hier sind rund 30 Prozent weniger bis gar nicht zufrieden.

Ellen Kuder, Digital Workspace Director bei Dimension Data in Deutschland: „Es ist erfreulich, dass die Gestaltung des Arbeitsplatzes in den letzten Jahren in den Unternehmen immer stärker ins Bewusstsein gerückt ist. Schließlich bietet ein moderner Arbeitsplatz viele Vorteile, die von einer verbesserten Effizienz bis hin zu mehr Flexibilität und Zufriedenheit der Mitarbeiter reichen. Und genau diese Punkte sind im Wettbewerb um die besten Talente zunehmend entscheidend. Immer mehr Arbeitnehmer achten bei der Auswahl eines potenziellen Arbeitgebers auf das Arbeitsumfeld. Insbesondere in Branchen mit Fachkräftemangel wie etwa dem IT-Sektor sind Unternehmen gut beraten, diese Chance zu nutzen, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.“

 

 

Weitere Artikel dieser Ausgabe