TÜV Rheinland

Reaktion auf steigende Nachfrage

Ausgabe-Nr.: 3/2019

Der TÜV Rheinland startet eine neue Zertifizierung für Experten im Bereich industrieller Cybersecurity. Das Programm „Certified Operational Technology Cybersecurity Professional (TÜV)“ bewertet Fachkräfte auf drei Ebenen: nach ihrer Ausbildung und beruflichen Karriere, ihren technischen Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit.

„Traditionelle Kenntnisse im Bereich der Cybersicherheit reichen oft nicht aus, um die komplexen Anforderungen in der industriellen, vernetzten Welt erfüllen zu können. Als Ingenieur, der andere Ingenieure anleitet, sehe ich einen großen Mehrwert in dem Programm des Certified Operational Technology Cybersecurity Professional. Es hilft dabei, Kompetenzen im Team festzustellen und zu verbessern. Alles, was in dem Bereich zu einer Qualitätsverbesserung beiträgt, ist ein Vorteil“, lobt Nigel Stanley, Chief Technology Officer für industrielle Cybersecurity beim TÜV Rheinland in Köln, das hauseigene Programm.

Mit der neuen Personen-Zertifizierung will der TÜV Rheinland auf die steigende Nachfrage bei Spezialisten reagieren. Denn in dem komplexen Bereich der Cybersicherheit, so die Meinung in Köln, kann ein von einem neu­tralen Drittanbieter angebotenes Zertifizierungs-Programm die Unternehmen dabei unterstützen, die Expertise ihrer Teams an den Anforderungen der industriellen Cybersicherheit auszurichten. „Wir besitzen langjährige Erfahrung als Anbieter von Cybersecurity-Dienstleistungen für Industrieunternehmen. Das Zertifizierungs-Programm für Fachkräfte ist der nächste Schritt in unserem Bestreben, die Qualität in der industriellen Cybersecurity zu erhöhen“, erläutert Frank Luzsicza, Executive Vice President für den Bereich Digital Transformation & Cybersecurity beim TÜV Rheinland.

Das Programm bewertet Kandidaten durch eine Kombination aus professionellem Karriere-Review, Interview und technischer Prüfung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten eine Erfahrung von mindestens zehn Jahren im Bereich Cybersecurity vorweisen können, davon fünf Jahre als Führungskraft. Im Rahmen der Prüfung bereiten die Absolventen eine Fallstudie vor. Nach dem kritischen Review durch TÜV Rheinland-Experten werden sie zu einer Online-Präsentation und technischen Fragerunde eingeladen. Experten, die den Standard erfüllen, erhalten vom TÜV Rheinland ein Zertifikat und können den Titel „Certified Operational Technology Cybersecurity Professional (TÜV)“ führen. Alle drei Jahre ist eine Rezertifizierung erforderlich. Die Zertifizierung kostet 350 Euro.

„Für uns als einer der größten unabhängigen Anbieter für berufliche Weiterbildung passt das aktuelle Thema industrielle Cybersecurity perfekt. Mit dem neuen Zertifizierungs-Programm tragen wir zur weiteren Professionalisierung in der Branche bei“, erläutert Markus Dohm, Executive Vice President Academy & Life Care vom TÜV Rheinland.

* Seit mehr als 20 Jahren unterstützt der Geschäftsbereich Digital Transformation & Cybersecurity vom TÜV Rheinland Unternehmen aus zahlreichen Branchen sowie Behörden und öffentliche Einrichtungen dabei, innovative Technologien sicher zu nutzen. Die weltweit fast 1.000 Berater verfügen nach eigener Darstellung über ein hohes Maß an Branchenwissen. PersCert TÜV ist eine unabhängige Personalzertifizierungsstelle vom TÜV Rheinland mit Standorten auf der ganzen Welt. Diese bewertet erworbene und bestehende Qualifikationen nach den Grundsätzen der international anerkannten Norm ISO/IEC 17024. Die Personalzertifikate stellen einen transparenten Kompetenznachweis dar.

 

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