IT-Personalmarkt

Mit KI gegen den IT-Fachkräftemangel

Ausgabe-Nr.: 4/2019

Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro Deutschland: „Die Rolle eines CISOs ist so komplex wie noch nie und die Nachfrage nach automatisierten und gehosteten Lösungen war nie größer.“

Die Mehrheit der Unternehmen holt sich Hilfe von außen, um so dem anhaltenden Fachkräftemangel in der IT-Sicherheit zu begegnen. Das geschieht am häufigsten durch Automatisierung, vermehrte Schulungen und das Outsourcing von Erkennung und Prävention von Angriffen.

„Um ein Unternehmen vor Cyber-Angriffen zu schützen, muss eine Vielzahl von Aufgaben gleichzeitig erfüllt werden. IT- und Security-Teams müssen nicht nur ständig wachsam und dazu bereit sein, das Unternehmen zu verteidigen. Vielmehr sollten sie auch das Risiko von Cyber-Bedrohungen gegenüber der Geschäftsleitung glaubhaft kommunizieren, um die benötigten Budgets zu erhalten. Zudem haben sie oftmals die Aufgabe, die passenden Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten zu finden und anzustellen. Die Rolle eines CISOs ist so komplex wie noch nie und die Nachfrage nach automatisierten und gehosteten Lösungen war nie größer“, erklärt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro Deutschland GmbH in Hallbergmoos.

Unabhängig von ihrer Größe sind zahlreiche Unternehmen mit derselben Herausforderung konfrontiert: Die IT-Sicherheitsteams sind unterbesetzt und überlastet. Die steigende Anzahl an Sicherheitsvorfällen, die Herausforderung, diese zu priorisieren, und der Mangel an Fachkräften kann die Mitarbeiter überfordern und damit das Risiko erhöhen.

Trend Micro ließ für eine Studie 1.125 IT- und Sicherheitsentscheider weltweit befragen. Das Ergebnis: 79 Prozent der Befragten aus Deutschland erwarten, dass durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) anfallende Cybersicherheits-Aufgaben automatisiert und damit die negativen Folgen des Fachkräftemangels abgeschwächt werden können. Zuvor gaben bereits 68 Prozent von ihnen an, dass sie im letzten Jahr einen Anstieg von Cyber-Attacken feststellen mussten.

Die Untersuchung ergab weiterhin, dass 70 Prozent der deutschen IT- und Sicherheits-Entscheider planen, KI-Technologie zur Automatisierung ihrer Security-Prozesse einzusetzen. KI kann zwar die Datenverarbeitung effizienter gestalten. Dennoch werden auch weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte benötigt, um die Ergebnisse zu analysieren und eine umfassende und qualifizierte Sicherheitsstrategie zu gewährleisten.

Nach Angaben des Marktforschungs-Unternehmens Gartner ist der Fachkräfte-Mangel im Sicherheitsbereich eine beständige Schwierigkeit. Sie führt regelmäßig dazu, dass die zur Verfügung stehenden Technologien nicht effektiv eingesetzt werden können. Die Analysten erwarten, dass die Anzahl unbesetzter Stellen in der IT-Sicherheit weltweit von 1 Million im Jahr 2018 auf 1,5 Millionen bis Ende 2020 steigen wird. Gartner beobachtet zudem, dass die meisten Unternehmen nicht nur Probleme dabei haben, ihre offenen Stellen zu besetzen, sondern die Spezialisten auch im Unternehmen zu halten. Deshalb würden zunehmend MDR-Dienste (Managed Detection and Response) genutzt, um diese Lücken zu füllen. Damit könnten die Firmen, trotz des Mangels an internen Personal-Ressourcen, ihre Security-Maßnahmen mit Kapazitäten zur Erkennung und Abwehr von Angriffen sowie Monitoring rund um die Uhr erweitern.

Trend Micro will zu der Lösung dieses Problems beitragen, indem das Unternehmen sowohl die benötigte Technologie als auch personelle Ressourcen bereitstellt. Immer mehr Kunden entscheiden sich nach eigenen Angaben für Trend Micros MDR- und EDR-Lösungen (Endpoint Detection and Response), um die Visibilität zu erhöhen, Bedrohungen zu priorisieren und den Einsatz von internen Ressourcen zu optimieren.

 

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