Ineffiziente Kommunikation

Enormer Produktivitätsverlust

Ausgabe-Nr.: 06/2017

Unternehmen verlieren jedes Jahr über 10.000 Euro pro Arbeitnehmer durch ineffiziente Kommunikation. Firmen mit 500 Mitarbeitern kommen rund fünf Millionen Euro pro Jahr abhanden. Gleichzeitig ist die E-Mail als bevorzugter Verbindungsweg der Deutschen für 53 Prozent ein Produktivitätskiller. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Untersuchung im Auftrag von Mitel.

 

„Die Studie unterstreicht die hohen Kosten unzureichender Kommunikation und standortübergreifender Zusammenarbeit und zeigt deutlich, wie Unternehmen jeder Größe durch Werkzeuge eingeschränkt werden, die eigentlich zur Produktivität beitragen sollten. Professionelle Technologie, die Sprache, Video, Chat und Collaboration vereint, kann Unternehmen auf ihrem Weg zu einer effizienteren Organisation wichtige Dienste leisten“, sagt Christian Fron, Geschäftsführer der Mitel Deutschland GmbH in Berlin.

Silos behindern Zusammenarbeit

Die befragten deutschen Arbeitnehmer verbringen mehr als zwei Drittel eines Arbeitstages damit, mit Kollegen, Kunden und Dienstleistern zu kommunizieren. Dabei verlieren sie zwölf Prozent ihrer Arbeitszeit; immerhin drei Prozent weniger als im Ländervergleich. Die Ursache dafür ist oft der Einsatz einer Vielzahl nicht miteinander kompatibler Anwendungen und Tools, zumal die Auswahl für Unternehmen groß und unübersichtlich ist. Unter der fehlenden Strategie auf Unternehmensseite leidet aber letztlich die Produktivität der Mitarbeiter. Es entstehen Silos, die die Teamzusammenarbeit behindern, wenn nicht sogar verhindern.

Die E-Mail ist der bevorzugte Kommunikationsweg aller Umfrageteilnehmer (-> Grafik 2). Sie verbringen damit fast so viel Zeit wie mit persönlichen Treffen, obwohl 53 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sie als Produktivitätskiller empfinden. Es scheint Arbeitgebern nicht zu gelingen, trotz der Verfügbarkeit neuer Unternehmensanwendungen einen unterbrechungsfreien, konsistenten Workflow über alle Kommunikationskanäle wie Chat, Video und Sprachdienste zu ermöglichen.

Zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer sind der Meinung, dass der Einsatz von Chat und Instant Messaging ihre Produktivität steigern würde. Doch müssen diese Kommunikationswerkzeuge noch einige Hürden nehmen, bevor sie sich wirklich durchsetzen können. Zum einen rangieren Chat/IM auf der Beliebtheitsskala der Anwender ganz unten. Zum anderen bleiben sie aufgrund der Inkonsistenz der eingesetzten Anwendungen eine Herausforderung für Unternehmen. IT-Verantwortliche sollten deshalb bei der Auswahl von Collaboration-Lösungen darauf achten, dass Mitarbeiter eine einheitliche Plattform nutzen und diese auch Schnittstellen bietet, über die externe Geschäftskontakte mit eingebunden werden können. Das erhöht die Akzeptanz, spart Unternehmen Geld und ebnet den Weg zur Digitalisierung.

Weitere Artikel dieser Ausgabe