Green IT

Run auf offene Türen

Ausgabe-Nr.: 6/2020

Jan Schriewer, geschäftsführender Gesellschafter der Green IT: „Wir stehen an der Schwelle von einem regionalen zu einem nationalen Systemhaus.“

Das Dortmunder Systemhaus, das nach dem ersten Gründungsjahr ein rasantes Wachstum von 160 Prozent auf nunmehr fast 40 Millionen Euro hinlegte, sucht mit ausgebreiteten Armen dringend neue Mitarbeiter. Denn die ambitionierte Expansion soll von Nordrhein-Westfalen auf die gesamte Bunderepublik weiter vorangetrieben werden. Als Katalysator wirkt unter anderem das grüne Geschäftsmodell, mit dem das Unternehmen auch bei den Kunden in einem zunehmend umweltrelevanten Umfeld immer mehr offene Türen einrennt.

„Wir interessieren uns ganz gezielt für Mitarbeiter aus kleinen Systemhäusern. Wer sich weiterentwickeln will, an die Grenzen seiner Chancen im jetzigen Unternehmen stößt und eine berufliche Herausforderung sucht, dem bieten wir hochinteressante Aufgaben an“, erklärt Jan Schriewer. Der geschäftsführende Gesellschafter der Green IT Das Systemhaus GmbH in Dortmund offeriert Bewerbern zunächst den Einstieg in das klassische Output-Management. Der Anbieter befindet sich gegen den allgemeinen Trend im Printing-Solutionsbereich weiter auf Wachstumskurs.

Aber parallel zu diesem Bereich werden die Einsteiger auf Basis ihres bisherigen Wissens Schritt für Schritt im IT-Service, Unified Communications oder Managed-Document-Services ausgebildet, weil auch diese Geschäftsfelder sich überproportional erfolgreich entwickeln.

Um den permanenten Engpass an qualifizierten Fachkräften bestmöglich zu bewältigen und die Wachstums-Möglichkeiten optimal auszuschöpfen, passten die Dortmunder ihre Unternehmens-Struktur entsprechend an. Die Projekte werden in verschiedenen Business Units realisiert, in denen sich die neuen Mitarbeiter unter Begleitung des jeweiligen Experten ein­arbeiten können.

Derzeit sucht Green IT zehn bis 15 neue Kollegen für die Bereiche Vertrieb, Marketing und technischen Service. Dank flexibler Home-Office-Konzepte mit einer Teilpräsenz in der Hauptverwaltung ist ein Umzug für den Einstieg beim neuen Arbeitgeber keine Voraussetzung. „Flexibilität ist ein fester Bestandteil der Unternehmens-Philosophie“, lautet in Dortmund das Motto.

Green-IT-Unternehmenszentrale in Dortmund: Mit dem grünen Geschäftsmodell, der hervorragenden Marke und dem soliden wirtschaftlichen Fundament kann die Green-IT-Mannschaft das Unternehmen weiter aufbauen und dabei in einem umweltrelevanten Umfeld immer mehr offene Türen durchschreiten.

Green IT wurde erst 2013 gegründet und konnte mit einer beachtenswerten Erfolgs-Geschichte seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Unter der Führung von Thomas Lesser, Florian Stäwen und Jan Schriewer (ehemals Canon-Mitarbeiter) entstand ein mittelständisches Systemhaus, in dem man abseits von den Reglementierungen eines internationalen Konzerns die eigenen Ideen und Vorstellungen an den Markt bringen und umsetzen konnte. So begannen die Dortmunder bereits vor sieben Jahren damit, das Auslauf-Modell ‚All-In-Geschäft‘ sukzessive zu Grabe zu tragen und sich auf die Umsatztreiber Beratung, Service und Dienstleistungen zu konzentrieren.

Die Maschinen bei den Vertragskunden, also die traditionellen Hardware-Geschäfte, sicherten zunächst das Basis-Einkommen. Rund 35 Prozent der Installation basierten seinerzeit auf Kunden, die den grünen Gedanken mitverfolgten. Der größte Teil entfiel aber auf neue Abnehmer.

Mit anderen Worten: Die Kombination von Ökologie und Ökonomie über die Verknüpfung der Thematik Energie und IT erweist sich als die entscheidende Erfolgsformel. Die Kunden von Green IT profitieren aufgrund einer ganzheitlichen Betrachtung der Abläufe von der Verbesserung der technischen Infrastruktur, der Optimierung der Ressourcen-Einstellungen für Stromverbrauch und CO2-Emissionen (> 30 Prozent) und von der Kosten-Reduktion für Energie und IT (> 40 Prozent).

Eigentlich sollen die Kunden das Papier völlig aus der Hand legen. 8.000 nicht gedruckte Seiten schützen einen Baum. Bei einem Kunden konnte der Anbieter 50 Millionen Blatt im Jahr einsparen. So konnten 6.250 Bäume gerettet werden, von den Kosten-Reduktionen erst gar nicht zu reden. „Die Kraft der Marke ist beeindruckend, aktueller und interessanter denn je. Sie bietet eine erfolgreiche Plattform und verbindet den Zeitgeist mit der Zukunft“, sagt Stäwen.

Florian Stäwen, geschäftsführender Gesellschafter der Green IT: „Die Kraft der Marke ist beeindruckend, aktueller und interessanter denn je. Sie bietet eine erfolgreiche Plattform und verbindet den Zeitgeist mit der Zukunft.“

Die unternehmerischen Kennzahlen untermauern die Richtigkeit der Strategie des Mittelständlers. Im Januar 2013 quasi von null gestartet, erwirtschaftete das Unternehmen in 2019 einen Umsatz von über 39 Millionen Euro (-> Tabelle 1).

Nicht nur diese Daten, sondern auch die zahlreichen Auszeichnungen gehören zum Profil der Dortmunder. Unter anderem der Gründerpreis von Nordrhein-Westfalen (2017), Unternehmerpreis „Erfolgreich nachhaltig“ (2018) und als „Wachstums-Champion“ mit höchstem Umsatz-Zuwachs (2017) und Top-Arbeitgeber (2015). Dass das grüne Unternehmen schon bei der Gründung auf den richtigen Trend setzte, zeigt nicht zuletzt die aktuelle Diskussion über den Klima-Schutz und seine Aktivisten. „Wir sind bei null in einem Haifisch-Becken gestartet, Wahnsinn, mit welcher Loyalität, mit welchem Engagement unsere Kolleginnen und Kollegen jedes Jahr unsere gemeinsam festgelegten Ziele übertroffen haben“, erklären die Gesellschafter beim Rückblick auf ihren Start-up.

Gegenwärtig ist Green IT mit dem Geschäftsfeld IT-Services noch sehr stark in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Das soll sich ändern. Durch den Aufbau von Niederlassungen und Service-Stützpunkten sowie die Übernahme von kleineren Systemhäusern wird eine bundesweite Präsenz angestrebt. „Wir stehen an der Schwelle von einem regionalen zu einem nationalen Systemhaus“, sagt Schriewer. In Hamburg und München ist Green IT bereits präsent, weitere Standorte sind für dieses Jahr fest eingeplant.

Als Katalysator für weiteres nachhaltiges Wachstum betrachtet die Green-IT-Geschäftsführung die aktuelle Entwicklung in der IT-Branche. Sie setzte schon vor der Corona-Krise ein und führt zu weitreichenden Veränderungen. Denn für die meisten kleineren Systemhäuser wird es zunehmend schwieriger, sowohl personell, finanziell und organisatorisch den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Der Shake-Out dürfte sich nunmehr durch die Corona-Epidemie erheblich beschleunigen.

Verständlich daher, dass die Green-IT-Geschäftsführung darauf hofft, dass ihre Marktposition und der Wille zur weiteren Expansion für außenstehende Betrachter in besonderer Weise an Attraktivität gewinnt. Denn mit dem grünen Geschäftsmodell, der hervorragenden Marke und dem soliden wirtschaftlichen Fundament kann die Green-IT-Mannschaft das Unternehmen weiter aufbauen und dabei in einem umweltrelevanten Umfeld immer mehr offene Türen einrennen.

 

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