Doktor-Titel

Bis zu 26 % mehr Gehalt

Ausgabe-Nr.: 10/2018

In welchen Berufen lohnt sich der Doktortitel am meisten? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die aktuelle Auswertung von Gehalt.de. Das Ergebnis: Promovierte Pharma-Referenten beziehen als Berufseinsteiger eine erheblich höhere Vergütung als Masterabsolventen.

 

Laut der Studie verdienen promovierte Pharma-Referenten bereits am Anfang ihrer Karriere rund 57.900 Euro jährlich und damit 12.000 Euro mehr als ihre Kollegen mit einem Master. Der Anstieg des Gehaltes beträgt 26 Prozent. Darüber hinaus konnten die Analysten starke Gehalts-Entwicklungen im Controlling feststellen: Hier erhalten promovierte Beschäftigte 23 Prozent mehr Einkommen als Masterabsolventen – ihr Einstiegsgehalt steigt von 48.100 Euro auf 59.000 Euro im Jahr. Auch im Produktdesign und im IT-Consulting bewirkt der Titel jeweils 23 Prozent mehr Einkommen.

Ein geringes Wachstum ist im Marketing festzustellen: Durch den Doktortitel steigt das Einkommen eines Marketing Managers von 41.000 Euro um sieben Prozent. „Für eine Karrierelaufbahn im Unternehmen kann der Doktortitel auch hinderlich sein. Arbeitgeber fürchten häufig, dass promovierte Arbeitnehmer dazu neigen, theoretisch anstatt praxisorientiert zu arbeiten – es kommt dabei stark auf die Forschungsarbeit und das Studienfach an“, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Zur Methodik: Das Vergleichsportal Gehalt.de hat 5.888 Gehaltsdaten von Berufseinsteigern (Beschäftigte mit höchstens drei Jahren Berufserfahrung) mit Bachelor-, Master- sowie Doktortitel verglichen. Hierfür wurden zehn verschiedene Berufe betrachtet. Die Daten stammen von Fach- und Führungskräften, deren Gehälter nach dem Median sortiert wurden. Bei allen Gehältern handelt es sich um Jahresbruttoangaben. Der Median beschreibt die Mitte aller Daten: 50 Prozent liegen über dem Wert, 50 Prozent darunter.

 

 

Weitere Artikel dieser Ausgabe