Deutsche Unternehmen

Motivationskiller Technik

Ausgabe-Nr.: 07/2017

Schlechte Stimmung in deutschen Büros: Mangelnder Zusammenhalt unter Kollegen, unzeit­gemäße Arbeitsmethoden und Ärger mit veralteter Technik sind bei Angestellten die Hauptursachen für Frust.

 

Unternehmen wünschen sich engagierte Mitarbeiter, die sich täglich voller Tatendrang in ihre Aufgaben stürzen. In der Realität empfinden gerade einmal 19 Prozent der Angestellten ihren Arbeitsplatz als motivierend. Das zeigt eine aktuelle Studie von Sharp Business Systems, dem Experten für Büroausstattung, in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Censuswide. Mangelnder Teamgeist, veraltete Arbeitsmethoden und streikende Technik sind demnach die häufigsten Frustquellen in deutschen Büros.

 

„Motivierte, zufriedene Mitarbeiter sind das Kapital und kostbarste Gut eines jeden Arbeitgebers, denn sie entscheiden über den langfristigen Unternehmenserfolg. Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen noch deutlich mehr als bisher investieren müssen, um sich gerade für junge Talente aus der Generation der Digital Natives als attraktive Arbeitgeber zu positionieren und sie dauerhaft an sich zu binden. Moderne, unkomplizierte Technik spielt hier eine wichtige Rolle. Darüber hinaus zählen Faktoren wie ansprechende Räumlichkeiten und ein kollegiales Miteinander zu den wichtigsten Voraussetzungen für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz“, sagt Alexander Hermann, Vice President Information Systems Europe bei Sharp Electronics Europe.

Mangelnden Zusammenhalt unter Kollegen und unzeitgemäße Arbeitsmethoden sehen demnach je 32 Prozent der Angestellten als eine der Hauptursachen für Frust und schlechte Laune. Hinzu kommt der Ärger mit der Technik. Jeder Zweite empfindet die technische Ausstattung in seinem Büro als rückständig und restriktiv und muss sich im Schnitt dreimal täglich mit größeren Pannen und Lästigkeiten herumschlagen. Über 42 Prozent arbeiten daher lieber mit ihren eigenen Laptops, Tablets oder Smartphones, die im Vergleich zu den Bürogeräten neuer, schneller und einfacher zu bedienen sind. Weitere 40 Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben schon häufiger vorgetäuscht, dass ein Arbeitsgerät kaputt sei, nur um es nicht benutzen zu müssen.

Moderne Technologie stärkt die Arbeitsmoral

Insgesamt sind 42 Prozent der Befragten überzeugt, dass moderne und einfach zu bedienende Technologie am Arbeitsplatz sich positiv auf ihre Motivation auswirken würde. 16 Prozent glauben sogar, dass sie sich damit ihrem Arbeitgeber stärker verbunden fühlen und sich nicht nach einem neuen Job umsehen würden. Bei der jüngeren Generation unter 35, die mit digitalen Technologien aufgewachsen ist, lag der Anteil noch etwas höher. Hier ist fast die Hälfte der Meinung, dass modernere Technologien sich positiv auf ihre Arbeitsmoral auswirkten. Zudem gaben die Digital Natives überdurchschnittlich häufig (56 Prozent) an, lieber mit ihren eigenen Geräten zu arbeiten, als auf die als veraltet empfundene Bürotechnologie zurückzugreifen.

 

 

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