Arbeitswelt

Auf Empfang und Sendung

Ausgabe-Nr.: 7/2018

64 Prozent der Berufstätigen sind im Sommerurlaub dienstlich erreichbar. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Im Vergleich zum Vorjahr (71 Prozent) bleibt die Erreichbarkeit im Urlaub damit auf hohem Niveau, ist aber leicht zurückgegangen. Die digitalen Technologien ermöglichen ein flexibles, selbstbestimmtes Arbeiten und können Berufstätigen mehr Freiheit geben. Aber die Urlaubszeit sollte der Erholung vorbehalten sein.

 

„Im Urlaub sollte man sich erholen, durchatmen und deshalb möglichst gut funktionierende Vertretungslösungen suchen“, sagt Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder vom Bitkom e. V. in Berlin.

61 der Beschäftigten lesen während der freien Zeit Kurznachrichten über iMessage oder WhatsApp. 57 Prozent bleiben telefonisch für Chef, Kollegen oder Kunden erreichbar. Und 27 Prozent beschäftigen sich mit beruflichen E-Mails. Vor allem jüngere Arbeitnehmer schalten im Urlaub ganz vom Job ab: 39 Prozent zwischen 14 und 29 Jahren klinken sich während ihres Sommerurlaubs komplett aus. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 30 Prozent, bei den über 50-Jährigen 34 Prozent.

Generell müssen Arbeitnehmer außerhalb der Arbeitszeit, wie im Urlaub und an Feiertagen, nicht erreichbar sein. Das Arbeitszeitgesetz gilt allerdings nicht für leitende Angestellte. In jenen Ausnahmefällen, in denen eine Erreichbarkeit doch notwendig ist, sollte eine klare und einvernehmliche Regelung zum Beispiel im Sinne eines Bereitschaftsdienstes getroffen werden. „Besonders problematisch sind Situationen, in denen eine permanente Erreichbarkeit stillschweigend vorausgesetzt wird, ohne dass dies anderweitig kompensiert wird“, warnt Rohleder.

 

 

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