Arbeitswelt/Poly-Report

Gestärkt aus der Krise

Ausgabe-Nr.: 8/2020

Darrius Jones, Executive Vice President und Chief Strategy Officer bei Poly: „Die Herausforderungen der aktuellen Pandemie bieten Unternehmen die Gelegenheit, bisherige Strukturen und Prozesse zu hinterfragen und gleichzeitig neu zu gestalten.“

Coworking-Büros außerhalb der Innenstädte, ein ergonomisches Home-Office und virtuelle Meetings: Die Corona-Krise läutet ein neues Zeitalter des „hybriden Arbeitens“ ein. Das ist ein Ergebnis des Reports über die Veränderung der Arbeitswelt. In Zukunft wird weniger das „Wo“, sondern vielmehr das „Wozu“ im Mittelpunkt einer ergebnisorientierten Tätigkeit stehen. Der Einzelne wird von mehr Flexibilität profitieren. Ein solches „Next Normal“ erhöht angeblich die Zufriedenheit, Motivation, Produktivität und Kooperation der Teammitglieder.

Gestützt auf die Prognosen von Experten für Arbeit und Arbeitspsychologie, zeigt der Report „Hybrid Working: Creating the “next normal” in work practices, spaces and culture“ der Plantronics, Inc. („Poly“ – ehemals Plantronics und Polycom) Wege für das Berufsleben der Zukunft auf. Dabei kommt es vor allem darauf an, den Status quo nach dem Lockdown zu überdenken und in kollaborative, mit geeigneten Technologien ausgestattete persönliche Umgebungen zu investieren.

„Die Herausforderungen der aktuellen Pandemie bieten Unternehmen die Gelegenheit, bisherige Strukturen und Prozesse zu hinterfragen und gleichzeitig neu zu gestalten“, sagt Darrius Jones, Executive Vice President und Chief Strategy Officer bei Poly. Der zukünftige Normalzu­stand ist geprägt von standort-unabhängiger Flexibilität und produktiven Umgebungen, die dem individuellen Arbeitsstil gerecht werden. Die aktuelle Krise und die damit verbundenen notwendigen Veränderungen beeinflussen das ‚Hybrid Working‘ maßgeblich, lautet die These.

„Bereits vor der Pandemie hatte sich das Berufsleben verändert, da die Geschäftswelt einem kontinuierlichen Wandel ausgesetzt war. Aktuell sind es weniger die technologischen Hürden, die eine Einführung flexibler Modelle erschweren. Der Lockdown und das damit einhergehende Home-Office haben gezeigt, dass es vielmehr darauf ankommt, diese Veränderungen nachhaltig in einer produktiveren Jobkultur zu verankern“, ergänzt Tom Cheesewright, Zukunftsforscher und Mitautor des Berichts.

Der Bericht zeigt unter anderem die folgenden globalen Trends auf: (1) Mehr Aufmerksamkeit für das Home-Office: Der Schreibtisch zuhause wird ergonomisch und professionell gestaltet. (2) Coworking-Spaces: Unternehmen werden in Büros in Randlagen teurer Städte investieren, um neue Talente anzuziehen. Der Kontakt mit Kollegen und anderen fördert den Austausch von Ideen. (3) Verändertes Stadtbild: Bürotürme werden höchstwahrscheinlich der Vergangenheit angehören. Die Stadt als lebendige soziale Struktur wird jedoch bestehen bleiben. Ihre Annehmlichkeiten werden als Erweiterung der kleineren Einzelwohnungen dienen.

Grundlegend neue Verhaltensweisen sind nötig, um hybride Teams zu ermöglichen und sicherzustellen, dass alle sich zu Wort melden können. Unternehmen spielen eine wichtige Rolle, um eine solche Kultur zu schaffen. Dies betont Megan Reitz, Professorin für Leadership und Dialog an der Hult Ashridge Business School.

Damit Teams agil, innovativ, ethisch und rücksichtsvoll agieren, bestehen Arbeitskulturen aus folgenden Kernelementen: (1) Inklusion: Heterogene Teams nehmen verschiedene Perspektiven ein. Führungskräfte sind in der Lage, Unterschiede zu nutzen und zu schätzen, (2) Neugierde: Manager müssen lernen, individuell auf die Kollegen einzugehen, neugierig zu sein und Fragen zu stellen, und (3) Zielorientierung: Der verstärkte Fokus auf den Zweck wird in Zeiten des Wandels als Kompass dienen und einen produktiveren Arbeitsplatz schaffen.

„Ein technologiegestützter Wandel spielt ebenfalls eine große Rolle. Er ermöglicht die nahtlose Kommunikation und Zusammenarbeit von verschiedenen Standorten und steigert so die Motivation und das Engagement virtueller Teams. Wenn wir unsere bisherigen Abläufe kritisch untersuchen und neu erfinden, können wir den neuen Herausforderungen aktiv begegnen. Dadurch entwickeln wir uns ständig weiter, passen uns problemlos an Veränderungen an und gehen gestärkt aus Krisen wie dieser hervor“, erklärt Jones.

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Poly ist ein globales Kommunikationsunternehmen, das sich auf die Verbesserung der persönlichen Kommunikation und Zusammenarbeit konzentriert. Poly kombiniert Audio-Know-how mit Video- und Konferenzlösungen, um die Herausforderungen durch Ablenkungen und Distanzen, die die Kommunikation im Arbeitsalltag erschweren, zu meistern. Es werden Headsets, Software, Telefone, Audio- und Videokonferenzlösungen, Analysen und Dienstleistungen angeboten.

 

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