Samsung

Programme zur Mitarbeiter-Förderung

Ausgabe-Nr.: 2/2020

‚Samsung Electronics Leadership Center (SELC)‘ in Yongin City: Die Einrichtung fungiert als Talentzentrum, welches täglich 2.300 Schüler aufnehmen kann und Übernachtungs-Möglichkeiten für 500 Personen bereithält.

Der Hersteller unterstützt seine Mitarbeiter in vielfältiger Weise und hält den „Talent First“-Ansatz für einen der Kernwerte, die den Unternehmens-Erfolg bestimmen. Die Koreaner investieren in die Belegschaft, um deren volles Potenzial auszuschöpfen. Zum Maßnahmen-Paket gehören unter anderem die Talent- sowie Karriere-Förderung, das Vorantreiben von Diversität und die Gewährleistung einer guten medizinischen Versorgung. Von dieser Strategie verspricht sich das Unternehmen eine positive Außenwahrnehmung und eine stärkere wirtschaftliche Bilanz.

Laut dem Trust Barometer, der jährlichen Umfrage des Kommunikations-Unternehmens Edelman, geben acht von zehn Befragten an, dass der Umgang eines Unternehmens mit seinen Beschäftigten einer der maßgeblichen Indikatoren für dessen Vertrauenswürdigkeit ist. Auch deshalb steckt der Anbieter viel Geld in die kontinuierliche Mitarbeiter-Entwicklung. Arbeitnehmer können sich beispielsweise für Entwicklungs-Programme wie ‚akademische Ausbildung‘, ‚Aufgabenkompetenz‘, ‚lokale Kompetenz‘ und ‚Künstliche Intelligenz (KI)-Expertise‘ anmelden.

Das bereits etablierte lokale Experten-System unterstützt die Teilnehmer zum Beispiel dabei, während eines ein- bis zweijährigen Selbstmanagement-Trainings im Ausland diverse Fremdsprachen zu erlernen und lokale Experten zu werden. Bis heute sollen mehr als 3.500 Experten in über 80 Ländern ausgebildet worden sein. Zudem eröffnet Samsung Mitarbeitern die Möglichkeit, ihren Verantwortungs-Bereich zu wechseln und ihre Karriere-Ambitionen über das interne Stellenausschreibungs-System voranzutreiben. So konnten innerhalb der letzten drei Jahre 2.100 Angestellte in neue Geschäftsfelder und Positionen wechseln.

Talent- und Karriere-Förderung: Das ‚Samsung Semiconductor Institute of Technology (SSIT)‘ wurde 1989 als firmeneigene Halbleiter-Technologie-Universität gegründet, um die technischen Fähigkeiten der Mitarbeiter zu verbessern. Im Jahr 2001 erhielt das SSIT den offiziellen Status eines Colleges. Gegenwärtig bietet das SSIT vierjährige Bachelor-Studiengänge im Bereich Ausrüstung, Infrastruktur und Display an. Bis zum Jahr 2019 schlossen 414 Bachelor- sowie 655 Master- und 83 Doktor-Absolventen das SSIT ab. Weiterhin ging der Hersteller eine strategische Allianz mit der Sungkyunkwan University in Seoul ein, um eine firmeninterne Graduiertenschule zu implementieren. Mit deren Hilfe konnten die Abteilungen ‚Semiconductor Display Engineering‘ und ‚Mobile Communication Engineering‘ aufgebaut werden.

Des Weiteren errichtete das Unternehmen 2014 das ‚Samsung Electronics Leadership Center (SELC)‘ in Yongin City, Korea. Die Einrichtung fungiert als Talentzentrum, welches täglich 2.300 Schüler aufnehmen kann und Übernachtungs-Möglichkeiten für 500 Personen bereithält. Das SELC führt mehrere Schulungs-Programme durch, die Mitarbeiter aus der ganzen Welt besuchen können.

Diversität: Die Koreaner leiten zunehmend Maßnahmen ein, die das Bewusstsein für dieses Thema schärfen sollen. So wird beispielsweise in Nordamerika die jährliche Konferenz der ‚Seoul Sisters‘ abgehalten, um neue Möglichkeiten für weibliche Mitarbeiter auszuloten. Darüber hinaus veranstaltete Samsung im vergangenen Jahr eine Konferenz für seine Diversity-/Inclusion-Berater und Content-Manager aus 13 verschiedenen Nationen, um deren Ausbildung zu optimieren.

Als Beispiel dafür, dass das Unternehmen Gleichberechtigungs-Bestrebungen ernst nimmt, lässt sich der Standort Vietnam heranziehen. Dort beschäftigt der Konzern 75 Prozent weibliche Mitarbeiter, die angeblich auf eine Vielzahl von Sozialmaßnahmen zurückgreifen können. Zur Unterstützung schwangerer Frauen werden kostenlose Nahrungsergänzungs-Mittel, spezielle Mahlzeiten und ein hauseigener Gynäkologe bereitgestellt. Außerdem sollen 22 Mütterräume für etwa 4.000 schwangere Mitarbeiter und 5.000 stillende Mütter zur Verfügung stehen.

Medizinische Versorgung: Um die körperliche und geistige Gesundheit aufrechtzuerhalten, verfügt der IT-Anbieter über ein ‚Life Coaching Center‘ mit über 50 Beratern und 13 Psychiatern. In dieser spezialisierten Organisation für psychologische Beratung und Coaching können Mitarbeiter mit häuslichen Sorgen, Fragen zur Work-Life-Balance und Stress in persönlichen Beziehungen sich beraten lassen.

Zudem wurde im Jahr 2010 ein privates Forschungszentrum für die industrielle Gesundheitsfürsorge (‚Health Research Institute‘) errichtet. Das Institut erforscht potenzielle Gefahren an Industrie-Standorten und arbeitet daran, die Exposition der Mitarbeiter gegenüber Krankheiten oder chemischen Stoffen am Arbeitsplatz zu verhindern.

Weiterhin ersparen medizinische Einrichtungen, die auf dem Campus von Samsung und in wichtigen Firmengebäuden wie der Digital City von Suwon eingerichtet wurden, Mitarbeitern die Mühe, den Arbeitsplatz zu verlassen, um eine Arztpraxis zu besuchen. In das Versorgungs-Portfolio fallen Leistungen aus der Familienmedizin, der Zahnmedizin, der Dermatologie, der Physiotherapie und dem HNO-Bereich, oder Angebote wie Fitnesscenter, Schwimmbäder und Spinning-Kurse.

 

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