IT-/MFP-/ Drucker@Markt 37/2019

Namen und Nachrichten

Ausgabe-Nr.: 37/2019

Trend Micro

Der japanische IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro und das Marktforschungs-Unternehmen Vanson Bourne befragten weltweit rund 1.300 IT-Entscheider in KMUs und Großunternehmen. Das Ergebnis: Die mangelnde Beteiligung der IT-Security an den DevOps-Projekten mündet für 62 Prozent der IT-Führungskräfte in Deutschland in einem erhöhten Cyberrisiko.

„Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, diese Barrieren zu überwinden, indem wir Technologien und Lösungen anbieten, die für Entwickler, IT- und Security-Teams funktionieren. Um das am besten zu erreichen, müssen wir verstehen, wie die Dev­Ops-Community und IT-Sicherheits­teams zusammenarbeiten – deshalb haben wir sie um direkten Input gebeten. Indem wir ihre Ziele kennen, können wir auch weiterhin Lösungen anbieten, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben helfen und dazu beitragen, dass die Endergebnisse sicher sind“, sagt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro.


Telekom/Blockchain

Die T-Systems bietet ihren Geschäftskunden ab 2020 ein „German Blockchain Ecosystem“ (GBE) an und will damit Unternehmen eine Plattform für Blockchain-Netzwerke bereitstellen. Der Dienstleister ist das erste europäische Unternehmen mit einem Blockchain-as-a-Service-Marktplatz, der es Kunden ermöglicht, unterschiedliche Anwendungen mit Blockchain abzubilden.

Dazu gehört unter anderem die Abbildung der kompletten Wertschöpfungs-Kette eines Produktes von der Produktion bis zur Auslieferung. Das erste Produkt im Marktplatz ist die Lösung „Validation-as-a-Service“. Diese erlaubt, unternehmensübergreifende Prozesse zuverlässig und sicher über eine Blockchain-Infrastruktur zu prüfen und zu verarbeiten. Davon profitieren nicht nur Großkunden. Auch der Mittelstand kann so seine Anwendungen über Blockchain optimieren.

Mit Blick auf das Internet ist die wichtigste Anforderung für jede Blockchain-Anwendung eine sichere und verteilte Infrastruktur. Die meisten Unternehmen verfügen jedoch nicht über eine derartige eigene Basis oder ihnen fehlt der Zugriff. Bisher gibt es diesen wichtigen Baustein noch nicht als Service. Diese Lücke schließt jetzt das German Blockchain Ecosystem. T-Systems betreibt die Infrastruktur sicher und komplett aus Deutschland heraus. Also ein durchgehender Service für Blockchain „made in Germany“. Das German Blockchain Ecosystem bindet alle großen Cloud-Anbieter inklusive der Open Telekom Cloud ein. Aber auch kundeneigene Infrastruktur und das Internet der Dinge.

Blockchain hebt das Internet auf eine neue Stufe. Sie erweitert das Internet der Informationen und das Internet der Dinge künftig um das Internet der Werte. Mit dem System der verteilten Buchführung können künftig auch reale Werte wo immer auf der Welt verwaltet werden. Dies können Grundstücke, Aktien, Patente und Verträge aller Art sein. Oder auch Kunstobjekte, Gesundheitsdaten, Pass-Informationen, Bezahlvorgänge oder Lieferketten. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. (Weitere Informationen zu Blockchain: -> INFO-MARKT-Ausgabe Nr. 43/2018)


BSI/Telekom

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ermöglicht Behörden ab sofort das Führen von vertraulichen Telefonaten mit dem iPhone. Das Amt gibt die Mobile Encryption App für Ende-zu-Ende verschlüsseltes Telefonieren frei. Die Anwendung ist für Gespräche der Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch) freigegeben. Aktuell nutzen Behörden vorwiegend Spezialgeräte für vertrauliche Gespräche. Mit der App gibt es eine Alternative für die bisherigen Diensttelefone.

Die Telekom entwickelte das Angebot gemeinsam mit der Berliner Gesellschaft für Sichere Mobile Kommunikation (GSMK) und betreibt die Infrastruktur aus ihren deutschen Rechenzentren heraus. Die App soll die derzeit stärksten Verschlüsselungen nutzen. Sie erzeugt die Schlüssel direkt auf dem Telefon und löscht diese nach Gesprächsende. Die Anwendung funktioniert angeblich in jedem Telefonnetz oder ohne SIM-Karte über WLAN.


Team-Drive

Mit der Kombination aus der Password-Managementsoftware KeePass und dem Sync&Share-Service TeamDrive lassen sich Login-Daten zwischen Smartphones, Tablets und Computern  synchronisieren. Beide Systeme arbeiten mit der 256-Bit-Verschlüsselung: KeePass für die Passwort-Datenbank auf dem jeweiligen Gerät und TeamDrive für die Synchronisation untereinander. Alle Daten werden durchweg hoch verschlüsselt ausschließlich auf Servern in Deutschland abgelegt.

„Die Datenbank ist vor Ort ebenso gut gesichert wie bei der Übertragung durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“, erklärt TeamDrive-Geschäftsführer Detlef Schmuck. KeePass wie TeamDrive funktionieren auf Windows, MacOS, Linux, Android und iOS. KeePass ist als Open-Source-Software kostenfrei, die Nutzung von TeamDrive für private Zwecke ist ebenfalls nicht mit Kosten verbunden.

TeamDrive gilt nach eigener Darstellung „als besonders sichere Software für das Speichern, Synchronisieren und Sharing von Daten und Dokumenten, weil sie den Hochsicherheits-Anforderungen gemäß Paragraph 203 Strafgesetzbuch für Berufsgeheimnis-Träger entspricht“. Die Grundlage bildet eine durchgängige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die gewährleistet, dass nur der Anwender selbst die Daten lesen kann. Für die private Nutzung kann TeamDrive kostenlos von der TeamDrive-Website heruntergeladen werden.


Epson

Der Anbieter kündigt mit den SureColor SC-P7500 und Sure­Color SC-P9500 seine ersten 12-Farb-Großformatdrucker an. Die Maschinen decken bis zu 99 Prozent des Pantonefarb-Raumes ab und bieten das bis dato größte Farbspektrum aller Epson-Drucker. Trotz der hohen Druckqualität arbeiten die neuen Epson-Printer sehr schnell und eignen sich damit auch für den Produktions-Druck. Die neuen Sure­Color setzen auf das neu entwickelte UltraChrome-Pro12-Tintenset, das auf der K3-Technologie aufbaut und diese mit oranger, grüner und violetter Tinte ergänzt. Beide Drucker sind ab Dezember 2019 erhältlich.


Konica Minolta

Der Hersteller ernennt Robert Musil zum neuen Director Sales in Österreich. Musil bringt mehr als 20 Jahre Sales- und Management-Erfahrung in der IT-Branche mit. Zu den beruflichen Stationen zählen das SAP-Systemhaus Applied International Informatics und der IT-Dienstleister Atos. Zuletzt verantwortete er die Geschäftsführung bei Osiatis Austria, einem IT-Infrastruktur-Service-Provider.


IT-Outsourcing

Mittelständler verlieren zu oft die Kontrolle, lautet die These einer GDV-Auswertung des VdS Quick-Checks Cyber Security. Mit dem Online-Tool können kleine und mittlere Unternehmen (HMU) seit 2016 ihre IT-Sicherheit testen. Die große Schwachstelle bleiben Outsourcing- und Cloud-Projekte. So vertrauen fast zwei Drittel der Unternehmen ihren IT-Dienstleistern nahezu blind, bei über 60 Prozent der KMUs fehlen sowohl konkrete Sicherheits-Anforderungen für ausgelagerte IT-Anwendungen und Cloud Computing als auch eine rechtliche Absicherung gegenüber den beauftragten IT-Dienstleistern.

Im laufenden Jahr absolvierten rund 1.700 Mittelständler den Quick-Check. Die Sensibilität beim Thema IT-Sicherheit ist im Mittelstand in den vergangenen vier Jahren gestiegen. Vor allem setzte sich das Verständnis für Datensicherung durch. 95 Prozent aller KMU sichern ihre Daten. Von allen Kriterien für gute organisatorische IT-Sicherheit ist das der Höchstwert. Doch auch hier testen nur 70 Prozent der Unternehmen regelmäßig, ob die Wiederherstellung der Daten im Ernstfall auch funktionieren würde.

Der Quick-Check Cyber Security ist ein Online-Tool der VdS Schadenverhütung, einer Tochtergesellschaft des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Der Quick-Check ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen, Lücken in der IT-Sicherheit zu erkennen. In der Bilanz erhalten die teilnehmenden Unternehmen den Status quo ihres Schutzniveaus, einen Überblick über die besonderen Schwachstellen und Empfehlungen, wie sie Sicherheitslücken schließen können. Weitere Infos unter vds-quick-check.de


Microsoft

Heide Baumann leitet ab sofort die Area Transformation in Deutschland. Sie übernimmt die Position von Alexander Stüger und berichtet an die Vorsitzende der Geschäftsführung Sabine Bendiek. Ihre neue Aufgabe besteht darin, die Unternehmenskultur entlang des Mottos „Gemeinsam gewinnen, einfach machen“ strategisch und operativ weiterzuentwickeln. Die Arbeit an Change- und Transformations-Themen soll eng verzahnt mit allen Unternehmens-Segmenten erfolgen.

Baumann verantwortete zuvor bei ‚Liberty Global‘ die Customer Experience Transformation, das Umsatzwachstum im Enterprise-Segment sowie die Integration von Mergers & Acquisitions. Von 2004 bis 2015 führte sie bei British Telecom Service-Teams in 17 Ländern und gestaltete die Transformation des Geschäftsmodells für den Gesamtkonzern.


Samsung

Die Koreaner bringen den digitalen Flipchart ‚Flip 2‘ auf den deutschen Markt. Die überarbeitete Version soll eine verbesserte Schrifterkennung, eine Bluetooth-Verbindung, um Inhalte von mobilen Geräten auf dem UHD-Display zu teilen, sowie eine Pinselfunktion beinhalten. Das Unternehmen bietet das Tool in einer 55-Zoll- und 65-Zoll-Variante an.

Das zentrale Element des Gerätes ist das UHD-Display mit einer angeblich optimierten Objekterkennung. Die Reaktionszeit des Monitors soll bei 6,8 Millisekunden liegen und ein flüssiges Schreiben ermöglichen. Nutzer verwenden für das Verfassen von Notizen den mitgelieferten, magnetischen Stift.

Bis zu vier Personen können gleichzeitig auf dem Flip schreiben. Dies ist nicht nur auf einem weißen Untergrund möglich, sondern auch auf Fotos, Grafiken und weiteren Hintergründen – ohne Einfluss auf die darunterliegende Datei. Einen Überblick über die ausgewählten Inhalte gewährt eine Schnellsuche mit Vorschaufunktion. Die in Echtzeit gespeicherten Informationen werden von einer sechsstelligen PIN-Funktion vor fremden Zugriffen geschützt.

Außerdem können Bilder, Word-Dateien, Excel-Tabellen oder PDFs über WLAN oder Bluetooth auf das Display übertragen werden. Für das Abrufen von Internetseiten kann der integrierte Webbrowser genutzt werden. Weiterhin besitzt das Tool Zugänge zu Windows Office 365 und Samsung Workspace, um Dokumente aus der Cloud zu laden. Nach der Besprechung lassen sich die Ergebnisse per E-Mail oder internes WiFi unter allen Teilnehmern teilen.


SAP

Bill McDermott tritt nach zehn Jahren als Vorstandsvorsitzender (CEO) des Software-Herstellers zurück. Seine Nachfolge treten die beiden Vorstandsmitglieder Jennifer Morgan und Christian Klein mit sofortiger Wirkung an. McDermott plant, bis Ende des Jahres in einer beratenden Rolle im Unternehmen zu bleiben und so einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Morgan und Klein verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Branche für Unternehmens-Software. Morgan ist seit 2004 im Unternehmen, fungierte zuletzt als Präsidentin der Cloud Business Group und leitet die Bereiche Qualtrics, SAP SuccessFactors, SAP Ariba, SAP Fieldglass, SAP Customer Experience und SAP Concur.

Klein, der vor zwanzig Jahren seine Karriere als Student bei den Walldorfern begann, ist heute Chief Operating Officer des Unternehmens. Darüber hinaus leitet er die Produktentwicklung für die ERP-Flaggschifflösung SAP S/4HANA. Zuvor war er als Chief Financial Officer von SAP SuccessFactors und als Chief Controlling Officer tätig.


Ricoh

Das Unternehmen kündigt die Markteinführung neuer Fini­shing-Optionen für die digitalen Einzelblatt-Farbdrucksysteme der Serien Pro C9200 und Pro C7200 an. Diese werden mit zusätzlichen optionalen Papier-Zuführungen und Papier-Ausgaben ausgestattet. Insgesamt werden acht neue Optionen sowie neue EFI-Druckserver angeboten. Die neuen Verarbeitungsoptionen unterstützen gestrichenes Papier, schwere Medien-Deckblätter und das Einschießen von Zwischenblättern.

Die neuen Fiery-Server von EFI für die genannten Ricoh-Serien bieten eine höhere Leistung sowie neue Funktionen. Die Farbserver E-86 für die Pro C9200 und E-86A für die Pro C7200 nutzen die neueste Hardware-Plattform Fiery NX Premium und erzielen damit eine um 50 Prozent höhere Leistung im Vergleich zum E-85 und E-85A.

Für die Fünffarb-Modelle Pro C7200x umfassen die Druckserver E-86A und E-46A eine neue, exklusive Kalibrierung der fünften Farbe, wodurch eine bestmögliche Druckqualität bei der Produktion von hochwertigen fünffarbigen Anwendungen gewährleistet wird. Zudem wird der manuelle Einstellaufwand vor dem Drucken verringert. Die zusätzlichen Ausstattungen sind ab November 2019 erhältlich.

 

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