Dell EMC

Stärkung der Marktposition

Ausgabe-Nr.: 35/2019

Der amerikanische Hersteller stellt Updates für sein Storage-System ‚PowerMax‘ vor. Diese sollen die Leistung von geschäftskritischen Anwendungen verbessern und somit effizientere Betriebsabläufe und schnellere Applikations-Entwicklungen ermöglichen. Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine führende Rolle im High-End-Storage-Segment festigen.

Der PowerMax unterstützt seit seiner Markteinführung in 2018 High-End-Storage-Kunden dabei, anspruchsvolle Applikationen mit möglichst geringer Latenz und hoher Resilienz zu betreiben. Den Amerikanern zufolge stellt der Datenspeicher das erste High-End-Storage-System auf dem Markt mit ‚Dual Port Intel Optane SSDs‘ dar, das Storage Class Memory (SCM) als persistenten Speicher nutzt. ‚Dual Port Intel Optane SSDs‘ sind das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung von Dell und Intel.

Dell Technologies ist laut den Marktforschern der International Data Corporation (IDC) derzeit der größte Anbieter von externen Speicher-Systemen für Unternehmen. Der Hersteller trägt 29,9 Prozent zum weltweiten Umsatz bei. Dies entspricht etwa dem dreifachen Marktanteil des nächstfolgenden Anbieters. HPE/New H3C Group und NetApp belegen mit 11,7 Prozent beziehungsweise 10,8 Prozent Marktanteil die Plätze zwei und drei. IBM und Hitachi komplettieren die Top Fünf und erreichen 7,1 Prozent und 6,9 Prozent im Segment (-> Tabelle 1).

Weiterhin kündigen die Amerikaner die sofortige Verfügbarkeit von NVMe-oF (Nonvolatile Memory Express over Fabric) für alle PowerMax-Arrays an. Die Software-Schnittstelle ‚End-to-End-NVMe‘ wird durch neue PowerMax-32Gb-FC-I/O-Module, 32Gb-Connectrix-Switches, Directors im Storage Controller und 32Gb-NVMe-Host-Adapter mit der ‚PowerPath Multipathing-Software‘ geschaffen. Bei der ‚PowerPath-Anwendung‘ soll es sich um die erste ihrer Art handeln, die NVMe-oF vollumfänglich unterstützt.

Das upgedatete System bietet Nutzern angeblich signifikante Performance-Verbesserungen. Dazu gehören: bis zu 15 Millionen Input/Output Operations Per Second (IOPS), bis zu 350 Gbit/s Bandbreite, bis zu 50 Prozent bessere Antwortzeiten gegenüber den Vorgänger-Modellen und unter 100 Mikrosekunden dauernde Lese-Antwortzeiten.

Die integrierte Machine Learning Engine des Speichers nutzt Predictive Analytics und Muster-Erkennung, um Daten automatisch, in Abhängigkeit von ihrem Input-Output-Profil, auf den korrekten Speichermedien (SCM oder Flash) abzulegen. Das Storage-System analysiert 40 Millionen Datensätze in Echtzeit und fällt sechs Milliarden Entscheidungen pro Tag. Dadurch möchte das Unternehmen eine Zeitersparnis und eine maximale Leistung zu minimalen Kosten herbeiführen.

Darüber hinaus greift der neue Storage Anwendern nicht nur bei der Automatisierung des Infrastruktur-Betriebs unter die Arme, sondern hilft diesen auch beim Konfigurations-Management und im Rahmen der Anwendungs-Entwicklung. Er automatisiert Management-Aufgaben sowie die Provisionierung der Infrastruktur. Die neue Integration von VMware, Ansible und Kubernetes adressiert den Bedarf an Automatisierung.

Das ‚VMware vRealize Orchestrator (vRO) Plug-in‘ ist ab sofort auf der Online-Vermarktungsplattform ‚VMware Solutions Exchange‘ verfügbar. Es erlaubt Unternehmen, End-to-End-Automatisierungsroutinen zu entwickeln, inklusive Provisionierung, Datenschutz und Host-Operationen. Kunden können diese Automatisierungs-Routinen als Artikel im Self-Service-Katalog auf der ‚VMware vRealize Automation Platform‘ anbieten.

Mit den vorkonfigurierten Ansible-Modulen können Unternehmen dagegen Playbooks für die Provisionierung von Speicher, Snapshots und für Data Management Workflows entwerfen, um die Konsistenz und den Automatisierungsgrad von Betriebsabläufen zu erhöhen. Diese Module stehen fortan auf GitHub zur Verfügung.

Außerdem verwaltet das neue Container Storage Interface (CSI) Plug-in Workloads, die auf Kubernetes laufen. Das CSI Plug-in, das ab sofort auf GitHub erhältlich ist, macht die Performance und die Datendienste der PowerMax für Applikationen zugänglich, die unter einer Microservices-Architektur entwickelt worden sind.

 

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