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Marktreport Behördengeschäft

Raus aus dem Vergabe-Dickicht

Marktreport
Das Geschäft mit Behörden gilt als sicherer Hafen für Fachhandel und Hersteller – planbare Volumina, langfristige Verträge, verlässliche Zahler. Doch der Weg zum Zuschlag führt durch einen Dschungel aus Fristen, Formvorschriften und föderalen Sonderregeln, in dem ein einziger Fehler das sofortige Aus bedeuten kann. Unser „Marktreport Behördengeschäft: Raus aus dem Vergabe-Dickicht“, der Ende August erscheinen wird, begleitet Anbieter durch den kompletten Zyklus einer öffentlichen Ausschreibung – von der Markteinordnung über den Ausschreibungsprozess und die Angebotserstellung bis zur Vertragserfüllung nach dem Zuschlag. Ergänzt wird die Serie durch aktuelle Marktzahlen zum Behördengeschäft mit MFPs, Druckern und Scannern.
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1. Markteinordnung

Öffentliche Auftragsvergabe – Milliardenmarkt mit Hürden

Zum Auftakt der Blick aufs große Ganze: Mit einem Auftragsvolumen von 135,2 Milliarden Euro allein im Jahr 2024 (Destatis) ist die öffentliche Beschaffung einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren Deutschlands. Der Beitrag zeigt, warum IT-Infrastruktur und professionelle Arbeitsgeräte zu zentralen Wachstumstreibern werden, während der Consumer-Markt schwächelt.

Herausforderungen im Behördengeschäft – Die Hürde sinkt, der Druck steigt

Neues Vergaberecht seit Juli: Nachweise erst, wenn es ernst wird – und ein vergessenes Formular kostet nicht mehr das ganze Verfahren. Dafür greift die neue Tariftreuepflicht ab 50.000 Euro, allerdings nur bei Services wie MPS, nicht beim Gerätegeschäft. Die größere Baustelle bleibt die Bündelung.

Auftragsberatungsstelle – Raus aus dem Vergabe-Dickicht

Eine kritische Außensicht: Lars Wiedemann, Geschäftsführer der Auftragsberatungsstelle Mecklenburg-Vorpommern und Sprecher der Ständigen Konferenz der Auftragsberatungsstellen, nimmt den föderalen Flickenteppich aus Regularien, Vergabeplattformen und Tariftreueregelungen unter die Lupe – und zeigt, wo Unternehmen besonders an Teilnahmehürden stoßen.

Umfrage Vergaberecht – Verschiedene Blickwinkel

Stimmen aus Fachhandel und Verbänden: Mehrere Fachhändler sowie die Branchenverbände Bitkom und IBA schildern ihre Erfahrungen mit uneinheitlichen Schwellenwerten und wachsenden Rahmenvertragsstrukturen – und erklären, warum das Behördengeschäft ohne spezialisiertes Team und belastbare Prozesse kaum wirtschaftlich zu stemmen ist.

Hersteller-Statements – Behörden-Geschäft

Hersteller geben Einblick in ihre Angebotsstrategien und Service-Konzepte für den öffentlichen Sektor – von zentralem Ausschreibungs-Management bis zu herstellerunabhängigen Output- und Fleetmanagement-Lösungen.

2. Der Ausschreibungsprozess

Ausschreibungskompass/Produktdatenbank – Waffengleichheit statt Wunschzettel

Der Einstieg ins Verfahren: Warum Behörden bei Druckern und MFPs nie nur ein Gerät, sondern stets ein Rundum-Paket aus Miete, Wartung und Verbrauchsmaterial über drei bis sechs Jahre ausschreiben – und wie eine herstellerneutrale Produktdatenbank als Kompass durch die rechtlich vorgeschriebene Markterkundung (§ 28 VgV, § 20 UVgO) dient.

Ausschreibungsprozedere – Vom Angebot zum Zuschlag: Vergabe in sechs Runden

Sechs Stationen, drei Fristen: 30 Tage fürs Angebot, 10 für die Rüge, 10 bis 15 bis zum Vertrag. Nachweise kommen seit Juli erst zum Schluss – der Papierberg wandert ans Ende. Und beim Rahmenvertragsabruf entfällt die Vorabinformation: Wer nicht drinsteht, erfährt nichts mehr.

Ausschreibungen finden – Nicht jeder Treffer ist eine Chance

Wie man Ausschreibungen systematisch findet und früh richtig bewertet: von zentralen Portalen wie dem Bekanntmachungsservice des Bundes bis zum passenden Suchraster – und warum ein konsequenter Bid-or-no-Bid-Entscheid über Erfolg oder Ressourcenverschwendung entscheidet.

Beschaffungsmodelle – Nicht jeder Zuschlag ist schon Umsatz

Zentrale Beschaffungsstellen, Einkaufskooperationen, Rahmenvereinbarungen und dynamische Beschaffungssysteme im Vergleich: Der Beitrag klärt, wann ein Zuschlag tatsächlich Umsatz bedeutet und wann er nur den Platz im Lieferantenkreis sichert.

Bietergemeinschaft und Eignungsleihe – Kooperationen für den Mittelstand

Wie mittelständische Fachhändler und Systemhäuser über Bietergemeinschaften, Nachunternehmen, Herstellerunterstützung und Eignungsleihe Reichweite, Personal und Referenzen ergänzen können, um auch überregionale Lose zu stemmen.

Digitale Angebotsabgabe – Ohne Last-Minute-Risiko

Warum die sichere E-Vergabe-Abgabe nicht erst beim Upload beginnt, sondern beim ersten Download der Unterlagen – und wie eForms, elektronischer Katalog und E-Rechnung sauber voneinander abzugrenzen sind.

3. Angebotserstellung, Nachweise und Anforderungen

Angebotskalkulation und TCO – Wie Sie Wertungsmatrix und TCO für sich entscheiden

Warum im Behördengeschäft nicht das billigste, sondern das wertungslogisch beste Angebot gewinnt: Der Beitrag erklärt A- und B-Kriterien, die Übersetzung der Wertungsmatrix in Euro und die Richtwertmethode (Z = L / P) für eine fundierte Zuschlagsstrategie.

Zertifikate und Nachweise – Nicht möglichst viele, sondern die richtigen

ISO 9001, Blauer Engel, Common Criteria, Präqualifikation & Co.: Der Beitrag ordnet den Zertifikate-Dschungel in vier Nachweis-Ebenen – Eignung, Managementsysteme, Produktkonformität und freiwillige Gütezeichen.

Nachhaltige Beschaffung – So wird der Anspruch ausschreibungsfest

Warum vage Formulierungen wie „umweltfreundlich“ vergaberechtlich riskant sind und wie Nachhaltigkeitsziele über konkreten Auftragsbezug, messbare Anforderungen, belastbare Nachweise und Vertragskontrolle ausschreibungsfest werden.

IT-Sicherheit bei Drucksystemen – Sechs Handlungsfelder bei vernetzten Drucksystemen

Moderne MFPs sind vollwertige IT-Endpunkte. Orientiert am BSI-Grundschutz-Baustein und der DSGVO zeigt der Beitrag sechs Handlungsfelder – von der Verkleinerung der Angriffsfläche bis zur abgesicherten Administration.

4. Nach dem Zuschlag

Vertragsmanagement – Der Zuschlag ist erst der Anfang

Mit dem Zuschlag beginnt die eigentliche Bewährungsprobe: Rollout, Wartung, Störungsbeseitigung und Berichtspflichten müssen über Jahre wirtschaftlich erfüllt werden. Der Beitrag ordnet VOL/B und die EVB-IT-Vertragstypen ein und erklärt, warum Liefertermine keine Empfehlung, sondern rechtlich bindend sind (§ 286 BGB).

5. Marktzahlen

Dokulog-Interview – Aktuelle Markteinblicke

Dr. Robert Dekena (Dokulog) im Interview zu den Zahlen 2024: Der Fachhandel steigert seinen Anteil an gewonnenen Ausschreibungen kräftig, während der Direktvertrieb weiterhin beim Umsatzvolumen dominiert.

Behördengeschäft-Jahresbilanz – Starke Leistung des Fachhandels

Die Bilanz für 2025: Der Fachhandel positioniert sich mit einem Rekord-Umsatzanteil deutlich vor dem Herstellervertrieb, der spürbare Rückgänge hinnehmen muss. Der Beitrag liefert die aktuellen Kennzahlen zu Umsatz, Gerätezahlen und Marktanteilen von Direktvertrieb und Fachhandel.

Von der Marktgröße über das Sieben-Runden-Verfahren bis zur Vertragserfüllung: Der „Marktreport Behördengeschäft: Raus aus dem Vergabe-Dickicht“ erscheint Ende August und liefert Fachhandel und Herstellern einen kompletten Fahrplan durchs Behördengeschäft – fundiert mit aktuellen Zahlen, Experteneinschätzungen und Praxistipps.

05.08.2026

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Marktreport

Raus aus dem Vergabe-Dickicht

Das Geschäft mit Behörden gilt als sicherer Hafen für Fachhandel und Hersteller – planbare Volumina, langfristige Verträge, verlässliche Zahler. Doch der Weg zum Zuschlag führt durch einen Dschungel aus Fristen, Formvorschriften und föderalen Sonderregeln, in dem ein einziger Fehler das sofortige Aus bedeuten kann. Unser „Marktreport Behördengeschäft: Raus aus dem Vergabe-Dickicht“, der Ende August erscheinen wird, begleitet Anbieter durch den kompletten Zyklus einer öffentlichen Ausschreibung – von der Markteinordnung über den Ausschreibungsprozess und die Angebotserstellung bis zur Vertragserfüllung nach dem Zuschlag. Ergänzt wird die Serie durch aktuelle Marktzahlen zum Behördengeschäft mit MFPs, Druckern und Scannern.

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Compass-Geschäftsführer Dirk Henniges

Wachstum durch Vertrauen

Der deutsche Mittelstand ist frustriert: Erhoffte Reformen blieben aus, die Bürokratie wächst und geopolitische Unsicherheiten belasten die Wirtschaft zusätzlich. Im Gespräch mit INFO-MARKT-Herausgeber Dr. Alfried Große fordert Compass-Geschäftsführer Dirk Henniges eine grundlegende Staatsreform mit schlankerem Staatsapparat, einen radikalen Bürokratieabbau sowie eine Unternehmenssteuer- und Energiepreisreform und seziert die tektonischen Verschiebungen im IT- und MFP-Markt. Darüber hinaus erklärt der Compass-Chef, warum die Compass Gruppe trotzdem überdurchschnittlich wächst, im schrumpfenden Printmarkt aktiv Marktanteile gewinnt und warum wahre Standorttreue nichts mit Naturromantik, sondern mit lokaler Wertschöpfung auf Augenhöhe zu tun hat.

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Thomas Fröber, Bereichsleiter Marketing & Vertrieb der Büroring eG

Robotik als neues Kerngeschäft des Fachhandels

Robotik ist längst kein Nischenthema mehr für Großkonzerne und Hightech-Labore. Sie hält Einzug in Hotels, Krankenhäuser, Büros, Reinigungsunternehmen und den Einzelhandel und damit genau in jene Zielgruppen, die der Büro- und PBS-Fachhandel seit Jahren als Kernkunden betreut. Der Büroring hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und mit BR.ROBOTIC – Intelligence in Motion ein Konzept entwickelt, das seinen Mitgliedern den strukturierten, wirtschaftlich tragfähigen Einstieg in einen der wachstumsstärksten Märkte der kommenden Dekade ermöglicht. Auf dem PBS Forum 2026 in Dresden, das der Büroring mit PBS Deutschland erstmals als gemeinsame Plattform ausgerichtet hat, stand BR.ROBOTIC im Mittelpunkt eines viel beachteten Präsentationsblocks. Die Resonanz war eindeutig.

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Dr. Alfried Große, Herausgeber INFO-MARKT GmbH

KI definiert das Geschäft neu

Unsere Meinung zu …
Der Drucker- und MFP-Markt erlebt derzeit das, was viele lange nur als Wetterleuchten am Horizont abgetan haben: Die normative Kraft der KI ist angekommen – nicht als wohlfeile PR-Floskel, sondern als handfeste Systemveränderung. Was die Hersteller heute in ihre Plattformen integrieren, ist nichts weniger als der Versuch, den MFP vom Ausgabegerät zum autonomen Workflow-Manager zu transformieren. Während die Hersteller bei der KI-Integration fast unisono auf dem Gaspedal stehen, muss sich der Fachhandel entscheiden: Will er künftig im Maschinenraum dieser Entwicklung stehen oder die Entwicklung als Zaungast begleiten?

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Alfried Große_ INFO-MARKT GmbH

Mehr als nur Druck

Unsere Meinung zu ….

Der Markt des Online Printings ist längst kein digitaler Bauchladen für Flyer, Broschüren und Visitenkarten mehr. Er entwickelt sich mit bemerkenswerter Konsequenz zu einem industriell organisierten, softwaregetriebenen und hochautomatisierten Segment, in dem sich verdichtet, was der gesamten Printbranche bevorsteht. Es geht um Prozesse, Daten, Plattformen, Automatisierung – und um die Frage, wer in dieser neuen Ordnung der Dinge künftig einen Platz in der Wertschöpfungskette ergattert.

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Torsten Bechler, Manager Product Marketing DACH der Sharp Business Systems Deutschland GmbH

Warum der günstigste Einkaufspreis nicht automatisch der beste Deal ist

Beim Einkauf von Multifunktionssystemen gilt der erste Blick reflex­artig dem Preis – verständlich, schließlich entscheidet der Einkauf zunächst über die Marge. Doch wer sich ausschließlich am niedrigsten Gerätepreis orientiert, läuft Gefahr, sich die eigene Kalkulation schönzurechnen. Denn die eigentliche Musik spielt nicht beim Kauf, sondern im laufenden Betrieb.

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Christopher Rheidt

Neue Führungsstruktur

Mit Wirkung zum 1. April 2026 vollzieht die Kyocera-Gruppe eine signifikante personelle und strukturelle Weichenstellung in der EMEA-Region sowie auf dem deutschen Markt. Der bisherige Geschäftsführer der TA Triumph-Adler GmbH, Christopher Rheidt, wechselt an die Spitze der Europazentrale, während Dietmar Nick, CEO von Kyocera Document Solutions Deutschland, eine markenübergreifende Leitungsfunktion für Deutschland übernimmt, indem er zusätzlich auch die Geschäftsführung der TA-Triumph-Adler-Gruppe verantwortet.

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Büroring Vorstand Ingo Dewitz

Sanierung am offenen Herzen

Die Vorzeichen könnten kaum düsterer sein: Ein erodiertes Geschäftsmodell, schwindende Liquidität und eine Kostenstruktur, die noch immer auf längst vergangenen Glanzzeiten fußt. Beim Büroring in Haan steht nicht weniger als die Existenz der Genossenschaft auf dem Spiel. Doch der neue Vertriebsvorstand Ingo Dewitz setzt nicht auf Durchhalteparolen, sondern auf eine schonungslose Bestandsaufnahme und den kompletten Umbau der DNA – weg vom klassischen Lagergeschäft, hin zum digitalen Marktplatz und technologischen Vorreiter. INFO-MARKT sprach mit dem neuen Vertriebsvorstand über die geplante Radikalkur.

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Frank Eismann, Geschäftsführer und Gründer der GFC-Gruppe

Kurs auf Europa

Lange wurde hinter verschlossenen Türen verhandelt, nun ist es offiziell: Die GFC-Gruppe geht neue, europäische Wege. Durch den Zusammenschluss mit der französischen Groupe Factoria, einem Portfoliounternehmen der französischen Groupe Dellen, entsteht ein neuer Power-Player auf dem deutschen Markt. Ein Deal, der nicht nur durch seine Diskretion besticht, sondern auch ein Signal an die Branche sendet, das den Markt für Managed IT Services verändern wird.

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Kai Scott, Geschäftsführer der Sharp Business Systems Deutschland GmbH

Die Antwort auf zunehmende Komplexität

Wenn sich auf einer internationalen Veranstaltung die Gespräche mehr um Software, Services und neue Denkmodelle als um Hardware drehen, ist das mehr als eine Momentaufnahme – es ist ein Indikator für einen tiefgreifenden Strukturwandel. Auf der Sharp Inspire Expo in Lissabon wurde deutlich, wie sehr sich der Fokus der Branche zu integrierten digitalen Wertschöpfungen verschiebt. Im Gespräch mit Kai Scott, Geschäftsführer der Sharp Business Systems Deutschland GmbH, und Torsten Bechler, Manager Product Marketing DACH der Sharp Business Systems Deutschland GmbH, spricht INFO-MARKT Herausgeber Dr. Alfried Große darüber, wann die Fahnenstange der technologischen Entwicklung im Gerätebereich erreicht ist, warum Konzepte wie „One Sharp“ weniger Marketingformel als eine strategische Antwort auf die steigende Komplexität informationsverarbeitender Prozesse sind und über die neue Rolle des Fachhandels in diesem Szenario.

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