Third-Party Maintenance (TPM)

Sparpotenziale von 50 bis 70 Prozent

Ausgabe-Nr.: 22/2020

Klaus Stöckert, CEO von Technogroup IT-Service: „Ob Rechenzentrum-Umzüge, IT-Monitoring oder Netzwerk-Services: Der Bedarf ist vielschichtig. Diesen decken wir mit integrierten, flexiblen Konzepten ab.“

Herstellerübergreifende technische Services im Rechenzentrum sind gefragt. Gerade in Zeiten der Corona-Krise stellen viele Firmen ihre Budgets auf den Prüfstand. Deshalb können alternative Modelle wie TPM helfen, die Leistung der IT aufrechtzuerhalten und gleichzeitig deutlich Kosten einzusparen und Prozesse zu optimieren.

Die hohe Akzeptanz der Hardware-Drittwartung und ihr weiterer Vormarsch zeigen sich an den Unternehmensdaten der Technogroup. Der „Marktführer für Drittwartung in der D/A/CH-Region“ (Technogroup über Technogroup) erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 41 Millionen Euro einen neuen Umsatzrekord. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund zehn Prozent. „Dieses Ergebnis verdeutlicht die hohe Qualität unserer Dienstleistungen, auf die unsere Kunden vertrauen“, meint Klaus Stöckert, CEO von Technogroup IT-Service GmbH in Hochheim.

Das Unternehmen bietet Service-, Dienstleistungs- und Consulting-Angebote für alle entscheidenden IT-Systeme in Rechenzentren. Zu den zusätzlichen Services gehören unter anderem Monitoring, Netzwerk-Services, IMAC-Services, Änderungen und Updates sowie Recycling von Altsystemen. Als eines der ersten Unternehmen im Markt ist Technogroup in den Bereichen Qualitätsmanagement, Umweltmanagement und Informationssicherheit gemäß den ISO-Normen zertifiziert.

Das Potenzial entsteht in erster Linie bei der Hardware in Rechenzentren, weil die Lebensdauer der IT-Komponenten der Systeme bei entsprechender Wartung oft genug über die Garantiezeiten der Hersteller hinausreicht. Um diese Lebensdauer nutzen zu können, benötigen die Anwender kompetente Partner, die ihre IT-Infrastruktur pflegen und bei Störungen schnell zur Seite stehen. Da in einem Rechenzentrum üblicherweise eine Vielzahl verschiedener Systeme unterschiedlicher Hersteller installiert ist, laufen Dienstleister mit herstellerübergreifenden Kompetenzen, die über Original-Ersatzteile verfügen und den Service flächendeckend erbringen können, offene Türen ein.

Den größten Teil des Umsatzes erwirtschaftet die Technogroup über langfristige Serviceverträge mit Unternehmen fast jeder Größe in einer Vielzahl von Branchen. Die 250 Mitarbeiter in 37 lokalen Service-Stützpunkten betreuen über 5.000 Firmen. Die Nähe zum Kunden wird als ein wichtiges Geschäftsprinzip genannt, um schnelle Reaktionszeiten bei Ausfällen in Datenzentren zu gewährleisten. Zudem sind mehr als 320 Systemhaus-Partner mit eingebunden, um weitere Abdeckung im DACH-Bereich zu bieten.

Das Marktforschungs-Unternehmen Gartner Inc. bewertet die Einsparpotenziale im IT-Support durch Einsatz von Third-Party Maintenance auf 50 bis 70 Prozent im Vergleich zur OEM-Wartung. Darüber hinaus lässt sich mit TPM die Hardware über das Ende des Hersteller-Supports hinaus (End of Service Life/EOSL) nutzen, was auch der Nachhaltigkeit und dem schonenden Umgang mit Ressourcen zugutekommt. Der Multi-Vendor-Ansatz und der SPOC-Gedanke (Single Point of Contact) sparen unnötige Abstimmungs-Runden mit verschiedenen Dienstleistern. Gerade im Störungsfall kann dieser Vorteil entscheidend sein, um Umsatz- und Reputations-Risiken zu minimieren, die durch den Ausfall von IT-Systemen eintreten können.

Neben der Wartung bieten die Hochheimer ergänzende Services rund um das Rechenzentrum an. „Diese Dienstleistungen machen inzwischen rund 15 Prozent unseres Umsatzes aus. Ob Rechenzentrum-Umzüge, IT-Monitoring oder Netzwerk-Services: Der Bedarf ist vielschichtig. Diesen decken wir mit integrierten, flexiblen Konzepten ab“, sagt Stöckert.

 

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