TA Triumph-Adler

Erschwerte Bedingungen

Ausgabe-Nr.: 40/2020

TA-Triumph-Adler-Geschäftsführer Christopher Rheidt: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation ordnen wir die Ergebnisse positiv ein.“

Die norddeutsche Vertriebsgesellschaft bleibt in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (31.3.) infolge der Corona-Krise hinter den Ergebnissen des Vorjahres zurück. Aufgrund frühzeitig ergriffener Maßnahmen gelang es jedoch, den Schaden in Grenzen zu halten. Durch einen guten Service konnten in den vergangenen Monaten sowohl die Auftragslage als auch die Pipeline ausgebaut werden.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation müssen wir die Ergebnisse positiv einordnen. Wir haben sehr frühzeitig die richtigen Maßnahmen ergriffen und waren zum Beispiel mit unseren Konzepten zum mobilen Arbeiten auch während des Lockdowns arbeitsfähig. Wir konnten unsere Service- und Infrastruktur für unsere Kunden beibehalten und sehen uns damit auch für die Zeit nach Corona gut aufgestellt“, erklärt Christopher Rheidt, Geschäftsführer der TA Triumph-Adler GmbH in Norderstedt bei Hamburg.

Das Unternehmen schloss die ersten beiden Quartale des laufenden Geschäftsjahres 2020/21 (31.3.) mit einem Umsatz von 119,4 Millionen Euro ab. Bei gleichbleibenden Zahlen im zweiten Halbjahr würde der Umsatz am Ende des aktuellen Geschäftsjahres bei etwa 238 Millionen Euro liegen. Zum Vergleich: Im vergangenen Geschäftsjahr 2019/2020 betrug der Gesamtumsatz der Gesellschaft 303,1 Millionen Euro. Corona würde also ein Loch von rund 65 Millionen Euro in die Kasse hauen. Der stärkste Einbruch erfolgte im Export-Geschäft, insbesondere in den Ländern Frankreich und Italien.

Im deutschen Markt liegt das Unternehmen im Hinblick auf die Budget-Erfüllung bei rund 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Hier zeigt sich gerade im zweiten Quartal des Geschäftsjahres eine deutliche Erholung. Sowohl im direkten Kanal unter der Marke TA Triumph-Adler als auch indirekt unter Utax“, meldet der Anbieter.

Das spiegelt sich auch in den Kennzahlen wider: Trotz schwieriger Rahmen-Bedingungen konnten die Norddeutschen ein leichtes Wachstum bei der Anzahl der vertraglich gebundenen Druck- und Kopiersysteme (MiF) realisieren. Auch das Printvolumen im Direktvertrieb ist nach einem Einbruch im ersten Quartal nun im zweiten Quartal wieder auf Vorjahres-Niveau.

Das gilt auch für die Vertriebsgesellschaften in der Schweiz, Österreich, Tschechien und UK. Sie konnten trotz Umsatz-Rückganges ebenfalls alle mit einem verbesserten Resultat abschließen. Die Entwicklung ist vor allem in UK positiv. Dort ist das Marktumfeld aufgrund von Corona und des Brexits besonders schwierig.

Außerdem konnte nach dem Markteintritt in das Segment ‚Production Printing‘ (-> INFO-MARKT Nr. 12/2020) „das Momentum genutzt und weiter ausgebaut werden“, so dass dieses Geschäftsfeld zum Halbjahr Zahlen über den Erwartungen ablieferte. Als weiteren Grund für den Aufwärtstrend nennt die Vertriebsgesellschaft ihre „kontinuierlichen Investitionen“ in die Erweiterung des Portfolios. Sie stellt zum Beispiel eine steigende Nachfrage nach Lösungen für Enterprise-Content-Management (ECM)/Dokumenten-Management (DMS) fest.

Für das zweite Halbjahr zeigt sich Rheidt vorsichtig optimistisch: „Natürlich sind genaue Prognosen zurzeit schwierig und wir in diesem Jahr besonders gefordert, immer wieder auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Wir haben aber im letzten Quartal einen Aufwärtstrend gesehen und hoffen, dass dieser nicht durch die jetzt richtigerweise getroffene Entscheidung zum Teil-Lockdown unterbrochen wird. Darüber hinaus ist es uns durch den klaren Fokus auf unsere Kunden und einen erstklassigen Service in den vergangenen Monaten gelungen, sowohl die Auftragslage als auch die Pipeline gut auszubauen.“

 

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