TA Triumph-Adler

Neues Konzept zur Klima-Neutralität

Ausgabe-Nr.: 27/2020

TA-Triumph-Adler-Geschäftsführer Christopher Rheidt: „Wir werden mit der Vermarktung dieser Idee am Anfang des nächsten Monats beginnen. Zuerst in unserer Direktvertriebs-Organisation und dann über unseren Fachhandelsvertrieb (Utax).“

Diese Thematik dürfte die Wirtschaft noch weit nach der Bewältigung der Corona-Krise beschäftigen. Da lohnt es sich, rechtzeitig vor dem Gros der Mitbewerber aus der Tür zu treten und mit einem entsprechenden Marketing-Konzept aufzutrumpfen. Der norddeutsche Anbieter räumt deshalb seinen Kunden ab September 2020 die Möglichkeit ein, MFP- und Drucker-Geräte Klima-neutral zu nutzen. So sollen weitere Argumente geschaffen werden, um Kunden zu gewinnen und zu halten.

„Die CO2-Emissionen, die beim Betrieb von MFP- und Drucksystemen entstehen, werden in Euro und Cent umgerechnet. Etwa für Strom-, Papier- und Toner-Verbrauch einer Druckerflotte sowie Eingangs- (Asien – Deutschland) und Ausgangs-Logistik (innerhalb Deutschlands) und Service (Anfahrt für Wartung). Der berechnete CO2-Fußabdruck wird durch die Investition in eines unserer drei Klimaschutz-Projekte ausgeglichen“, erklärt die TA Triumph-Adler GmbH in Norderstedt ihr Klima-neutrales Konzept.

„Wir werden mit der Vermarktung dieser Idee am Anfang des nächsten Monats beginnen. Zuerst in unserer Direktvertriebs-Organisation und dann über unseren Fachhandelsvertrieb (Utax)“, kündigt TA-Geschäftsführer Christopher Rheidt an. Als Kooperations-Partner wählten die Norderstedter die ClimatePartner GmbH in München.

Es handelt sich um einen Lösungs-Anbieter für Klimaschutz. Er kombiniert individuelle Beratung mit einer Cloud-basierten Software. Damit können die Kunden CO2-Emissionen berechnen, reduzieren und unvermeidbare Emissionen ausgleichen. Auf diese Weise werden Produkte und Unternehmen als Klima-neutral bewertet.

ClimatePartner wurde 2006 in München gegründet, beschäftigt heute 70 Mitarbeiter in München, Berlin, Wien, Zürich und Jerewan und arbeitet mit 2.000 Unternehmen in 35 Ländern zusammen. Die Münchener bieten Klimaschutz-Projekte in verschiedenen Regionen und mit unterschiedlichen Technologien und Standards an und legen dabei besonderen Wert auf die zusätzlichen sozialen Effekte der Projekte. „Klima-Schutz kann zum Erfolgsfaktor für Unternehmen werden. Denn klimaneutrale Produkte bieten Chancen im Vertrieb, schaffen Mehrwerte für Kunden und Verbraucher und wirken sich positiv auf die Reputation aus“, bewertet der Anbieter sein Geschäftsmodell.

Alle drei Klimaprojekte in Deutschland (Aufforstung der Wälder), Indien (Biomasse in Gangakhed) und dem Kongo (Wasserkraft für den Lebensraum der Berggorillas) fördern die Erreichung der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und sind dazu nach den Vorgaben des Gold Standard oder des Verified Carbon Standard zertifiziert. Als Nachweis erhalten Kunden ein Zertifikat samt Label „klimaneutral“ von ClimatePartner zur Auszeichnung ihres Systems. Eine Auftrags-bezogene ID-Nummer soll eine transparente Kommunikation gewährleisten.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen dienen dabei als Maßstab. Sie umfassen unter anderem die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Förderung von Bildung oder die weltweite Verbreitung sauberer und erschwinglicher Energie*. Zur Sichtbarkeit weist ClimatePartner den Beitrag einzelner Projekte zu den oben genannten SDGs aus.

Dadurch können Anwender nachvollziehen, welche weiteren Ziele die Projekte neben dem Klimaschutz unterstützen. Klimaschutzprojekte sparen nachweislich Treibhausgase ein und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Sie fördern eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern, zum Beispiel durch die Verbesserung der Versorgung mit sauberem Trinkwasser, den Ausbau der lokalen Infrastruktur, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder den Schutz der Biodiversität.

Unter den drei TA-Projekten können Kunden frei wählen, welches den CO2-Ausgleich erhält. In Deutschland wird beispielsweise die Aufforstung vorangetrieben. Für jede kompensierte Tonne CO2 pflanzen die Norddeutschen einen neuen Baum. Projekte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz bringen in der Regel keine zertifizierten Emissions-Minderungen hervor. Deshalb kombiniert ClimatePartner regionale mit international anerkannten Klimaschutz-Maßnahmen. Dadurch lassen sich Klima-Neutralität und regionales Engagement miteinander vereinbaren.

Bei der neuen Version bietet TA zusätzlich alle Service-Leistungen über die gesamte Vertragslaufzeit der Maschine an.

TA legte bereits mit der ISO14001-Zertifizierung den Grundstein für eine nachhaltige Unternehmens-Kultur. Neben Standards wie dem Blauen Engel wurde auch in eigene Lösungen investiert. So etwa bei dem TA Cockpit der Fleet-Management- und Monitoring-Anwendungen. Hier wurde ein Energie-Manager eingebaut, der Tipps zur energieeffizienten Nutzung der Maschinen gibt.

Zum weiteren Ausblick: TA wird voraussichtlich im September/Oktober dieses Jahres nicht nur das oben beschriebene Konzept der Klima-Neutralität vorstellen. Der Grund: Um sich von dieser oder ähnlichen Versionen anderer Hersteller zu unterscheiden, wird ein weiteres Modul, mit dem die Erstellung eines Klima-neutralen Ausdrucks möglich ist, präsentiert.

Konkret: Beim derzeitigen Modul sind nur die Hardware, der Toner und das Papier eingeschlossen. Bei der neuen Version bietet TA zusätzlich alle Service-Leistungen über die gesamte Vertragslaufzeit der Maschine an. Darin sind der Fuhrpark, die Arbeitsleistungen der Technik, die Ersatzteile, die Transportkosten von Fernost nach Europa zum Kunden und die Installation enthalten. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit diesem Angebot gegenüber unseren Mitbewerbern dem Anwender ein hervorragendes Verkaufsargument liefern können“, versichert Rheidt.

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*In Indien unterstützt der Anbieter die Erzeugung von Strom aus Zuckerrohr-Abfällen und durch den Einkauf von Biomasse von den umliegenden Bauern. Bei Biomasse-Projekten wird Energie aus nachwachsender Biomasse erzeugt. Dafür werden keine Wälder abgeholzt oder fossile Brennstoffe verbrannt, was zur Einsparung von CO2-Emissionen führt. Zudem kommt als zusätzliche Treibhausgasminderung hinzu, dass die Biomasse nicht unter freiem Himmel verrottet, also kein Methan (CH4) freisetzt.

Im Virunga Nationalpark in Kongo lebt rund ein Drittel der letzten Berggorillas in freier Wildbahn. Holzkohle aus Bäumen ist für viele Menschen vor Ort die einzige Energiequelle. Der Bau eines Laufwasserkraftwerks mit einer Leistung von 13,26 Megawatt soll den Anschluss von 5.000 Haushalten sowie vielen neuen Kleinunternehmen an das lokale Stromnetz ermöglichen und somit den Lebensraum der Tiere schützen. Da Energie aus Wasser ohne fossile Brennstoffe erzeugt wird, gilt sie als emissionsfrei. Der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung ist essenziell, um die globale Erwärmung aufzuhalten und langfristig die Energieversorgung zu sichern.

 

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