Sicherheitsmesse it-sa

„Der Trend ist smart, agil und mobil“

Ausgabe-Nr.: 40/2018

Richard Werner, Trend Micro

Der Beschuss von Cyber-Attacken auf deutsche Unternehmen wird immer heftiger. Marktbeobachter schätzen den Schaden durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage in den vergangenen zwei Jahren auf satte 43,4 Milliarden Euro. Kein Wunder daher, dass auch Messen wie it-sa boomen. In der letzten Ausgabe berichteten wir über die Veranstaltung in Nürnberg. Heute geben wir die Antworten der von uns befragten Aussteller wieder. Wir wollten wissen, weshalb die it-sa für sie an Bedeutung gewinnt und welchen Mehrwert sie generieren konnten.

 

Daniela Strobel, Marketing Leiterin bei Cirosec GmbH: „Wir sind seit zehn Jahren Aussteller der it-sa. Die Messe wächst seit Jahren kontinuierlich. Das schlägt sich auch in der Anzahl der Besucher auf unserem Stand nieder. Besonders erfreulich ist auch die hohe Qualität der Besucher und der Gespräche mit den Entscheidungsträgern.

Der konstante Anstieg hängt natürlich mit der verstärkten Bedeutung der IT-Sicherheit in den Unternehmen zusammen. Zum anderen hat sich die Messe einen hervorragenden Ruf erarbeitet, der sich nun auch in den Aussteller- und Besucher-Teilnahme-Zahlen bemerkbar macht.“

Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro Deutschland GmbH: „Insgesamt betrachten wir die it-sa 2018 als Erfolg. Besonders ist hervorzuheben, dass die mediale Reichweite enorm hoch ist. Mit der Anzahl der Partner- und Kundengespräche sind wir ebenfalls zufrieden. Die Qualität der Gespräche bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau.

Dadurch, dass die IT immer mehr Bereiche des unternehmerischen Alltags einnimmt, kommt der IT-Security eine wachsende Bedeutung zu. Neben klassischen Office-IT-Themen spielen immer mehr auch die industrielle IT und das Internet der Dinge (IoT) eine wichtige Rolle. Auch die Herausforderung, die IT-Security strategisch zu betreiben, sorgt für viel Gesprächsstoff.

Das Thema Detection & Response spielte bereits in diesem Jahr eine große Rolle. Dieser Teilbereich der IT-Security wird auch über die nächsten Jahre hinweg aktuell bleiben, wobei sich der Fokus eher in Richtung Security Operations Center (SOC) und damit zu einer gesamten Unternehmenssicht entwickeln wird. Auch die Themen IoT-Security und sichere DevOps (DevSecOps) werden zunehmend interessanter.“

Georgeta Toth, Senior Regional Director CEEMEA bei Proofpoint GmbH: „Die Messe ist ein Erfolgsmodell. Die steigende Anzahl von Aus­stellern und Besuchern spricht eine eindeutige Sprache. Wir verzeichneten sowohl mehr Besucher als auch bessere Gespräche als in den vergangenen Jahren. Das Interesse richtet sich auf die aktuellen Bedrohungen und wie man diesen begegnet.

Für den konstanten Anstieg des Interesses an it-sa gibt es unterschiedliche Gründe. Besonders ist es die DSGVO. Aber auch die Erkenntnis, dass IT-Sicherheit keineswegs nur aus Firewall, Virenscannern, Rechte-Management und Passwörtern besteht. Vielmehr wird den Unternehmen klar, dass ihre Mitarbeiter – in der Regel unfreiwillig – das größte Risiko der IT-Sicherheit darstellen. Kaum überraschend ist daher, dass Firmen verstärkt auf der Suche nach Ergänzungen ihrer bisherigen IT-Sicherheitslösungen sind, die diese gezielt auf die menschlichen Schwächen gerichteten Angriffe abwehren können. Wir haben daher auf der it-sa insbesondere in diesem Bereich eine starke Nachfrage verzeichnet.

Aus übergeordneter Perspektive ist die Messe natürlich mit den ergänzenden Keynotes und Präsentationen ein perfekter Platz, um sich nach intensiver, vermutlich meist digitaler Vorbereitung mit Experten vor Ort individuell auszutauschen.

Wir sehen vor allen Dingen zwei Trends innerhalb der Branche: Aufgrund der Tatsache, dass alle großen Firmen daran arbeiten, die Qualität ihrer Soft- und Hardware-Lösungen weiter zu erhöhen, verlegen Cyberkriminelle ihre Aktivitäten immer mehr darauf, Menschen zu manipulieren und zu unüberlegten Aktionen, wie unberechtigten Überweisungen von Geld und/oder der Herausgabe intellektuellen Eigentums sowie persönlicher Informationen von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten, zu verleiten. Der zweite Trend ist die zunehmende Professionalisierung der Angreifer und eines – das ist die traurige Wahrheit – immer besser funktionierenden Marktes für Schadsoftware.“

Robert Wiesner, Leiter Marketing MR Datentechnik Vertriebs- und Service GmbH: „Wir haben im Jahr 2018 zum ersten Mal mit einem eigenen Messe­stand an der it-sa teilgenommen und wollten dabei unseren Heimvorteil ausspielen. Wir konnten unsere regionalen Kunden sowie andere Besucher mit unserem vollumfänglichen Produkt- und Leistungsportfolio im Security-Bereich überzeugen.

Zusätzlich zum durchweg positiven Feedback von Kunden und Besuchern, dem direkten Austausch mit unseren Security-Partnern und der Möglichkeit, neue Kooperationen und Partnerschaften zu schließen, konnten wir bereits einige Aufträge generieren und so unseren Security-Bereich weiter skalieren.

Allgemein nimmt das Bedürfnis nach Sicherheit in der IT deutlich zu. Es kann nicht nur ein immenser wirtschaftlicher Schaden entstehen, auch das Image wird schnell in Mitleidenschaft gezogen. Das Thema „Datenschutz/DSGVO“ wird uns sicherlich die nächsten Jahre begleiten. Die Kunst für die Systemhäuser liegt darin, Trends schnellstmöglich zu erkennen, sich an neue Situationen anzupassen, um den Kunden effektive Lösungen anzubieten.“

Nicole Tanner, Head of Nevis Marketing bei AdNovum Informatik AG: „Die neuen Rekordzahlen und der damit einhergehende Anstieg der Aussteller und Besucher der zehnten it-sa sprechen für sich. Durch diese Zunahme haben natürlich auch mehr Menschen unseren Messeauftritt wahrgenommen und unsere Referate verfolgt. Das Potential der Messe haben wir schon vor Jahren erkannt und wir sind auch dieses Mal sehr zufrieden mit den Gesprächen, die wir im Rahmen der Veranstaltung führen konnten.

Ein Grund für den konstanten Anstieg ist auf jeden Fall die Fokussierung der it-sa auf IT-Sicherheit im B2B-Umfeld, ein Thema, das stetig an Bedeutung gewinnt. Für uns persönlich ist wichtig, dass wir somit direkt mit potentiellen Kunden in Kontakt treten können. Ein weiteres Fundament für den Erfolg der Messe ist die Symbiose von Wissensvermittlung und Austausch. Die Kombination von neuen Informationen und Anregungen durch die hochkarätigen Referate auf den Kongressen und der Messe als Ort für den Dialog von Gleichgesinnten ist der entscheidende Erfolgsfaktor.

Der Trend ist smart, agil und mobil! Das Mobilgerät wird zunehmend der primäre oder sogar alleinige Kanal für den Kontakt zu Unternehmen. Agilität und neue digitale Angebote sind entscheidend und smarte Lösungen sind gefragt, um herausragende Kundenerlebnisse zu bewahren. Diese drei Punkte bestimmen die Zukunft.“

 

 

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