Sharp/Arbeitswelten

Akzeptanz digitaler Lösungen steigt

Ausgabe-Nr.: 22/2020

Kai Scott, Managing Director Sharp Business Systems Deutschland: „Nach der Corona-Krise werden die Arbeitsplätze zum einen stark durch die jetzt deutlich gestiegene Akzeptanz digitaler Lösungen geprägt sein. Und zum anderen wird der Berufsalltag deutlich mehr Flexibilität erfahren.“

Die Welt wird nach Corona anders als vorher aussehen, lautet eine gängige Prognose, die gegenwärtig überall herumgereicht wird. Doch wie diese Veränderung konkret in dem gewohnten Arbeitsumfeld aussehen wird, erfragte INFO-MARKT bei Kai Scott, Managing Director Sharp Business Systems Deutschland GmbH in Köln.

INFO-MARKT: Welche wesentlichen Veränderungen werden die Arbeitswelt nach der Corona-Krise vorrangig bestimmen?

Scott: Nach der Corona-Krise werden die Arbeitsplätze zum einen stark geprägt durch die jetzt deutlich gestiegene Akzeptanz digitaler Lösungen. In Zeiten der sozialen Distanz ermöglichten sie es Unternehmen, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Nachdem sich die neuen Prozesse nun eingespielt haben, ist auch in Zukunft mit einem flächendeckenden Einsatz von digitalen Formaten und Video-Konferenzen zu rechnen. Mitarbeiter werden sie als selbstverständliche Ergänzung ihres Arbeitsalltags betrachten. Ein sinnvolles Zusammenspiel zwischen Präsenz und virtuellem Austausch wird künftig notwendig sein.

Zum anderen wird der Berufsalltag deutlich mehr Flexibilität erfahren. Verbunden mit verschiedenen Optionen, seine Arbeit zu gestalten. In deutlich stärkerem Maße als bisher werden Mitarbeiter die Freiheit haben, über ihren bevorzugten Arbeitsort selbst zu entscheiden. Dazu zählen bei Bedarf das Home-Office sowie unterschiedliche Arbeitszonen innerhalb des Präsenzbüros.

INFO-MARKT: Welche Trends und Tendenzen sehen Sie im Hinblick auf den gewohnten Arbeitsplatz?

Scott: Es wird ihn in einem nach Hierarchie organisierten Bürokomplex in vielen Unternehmen nicht mehr geben. Und eines ist klar: Bürogebäude wird es auch weiterhin geben. – Nur eben anders organisiert.

Ein Arbeitstag im Büro könnte zukünftig etwa so aussehen: Über eine Art „Hotelsoftware“ bucht der Mitarbeiter einen Schreibtisch in einem hell und offen gestalteten Raum mit moderner und mobiler Technik. Selbstverständlich ist der Arbeitsplatz ergonomisch ausgestattet. Auf dem Schreibtisch befinden sich alle nötigen Anschlüsse für den Laptop und andere mobile Endgeräte.

Diese sind entweder vom Arbeitgeber gestellt oder der Mitarbeiter nutzt sein eigenes Gerät (Bring Your Own Device). Gleichzeitig gibt es akustisch abgeschottete Räumlichkeiten mit ebenso modernen Arbeitsplätzen, an denen ungestört und vertraulich gearbeitet werden kann. Meeting-Räume gibt es natürlich auch im Büro der Zukunft. Präsentationen werden jedoch nicht mehr einfach nur an die Leinwand projiziert, sondern sind um interaktive Elemente ergänzt und gestalten so das Meeting spannender und produktiver. Dabei integrieren sie Mitarbeiter im Home-Office, als ob diese vor Ort dabei wären.

Neues virtuelles Tool ‚Sharp Plaza‘: In einer interaktiven Welt erleben potenzielle Käufer die Produkte in realistischen Anwendungen, in virtueller, lebendiger Umgebung. Bei der Plaza handelt es sich um einen urbanen, digital nachgestellten Gebäudekomplex.

INFO-MARKT: Und welche Lösungen bietet Sharp für Home-Office- und Büro-Arbeitsplätze unter der Berücksichtigung verschärfter Sicherheits- und Hygienebedingungen?

Scott: Auch wenn nun nach und nach wieder viele Arbeitskräfte in ihre Büros zurückkehren, wird auch das Arbeiten aus dem Home-Office wichtig bleiben. Deshalb werden künftig Lösungen für eine effiziente und reibungslose Kommunikation und Zusammenarbeit von Büro- und Heimarbeitern essentiell sein. Hier zahlt sich aus, dass wir uns schon frühzeitig genau dieser Anforderungen, die ja durch die Corona-Krise nur verstärkt wurden, angenommen haben. Wir müssen nicht unter Zeitdruck neue Lösungen entwickeln.

Ich denke hier etwa an unser Konzept „My Integrated Office“, das wir nun auch mit „Sharp Plaza“ weiterführen. Hierbei sind beispielsweise moderne A4-MFP-Geräte, unsere Business-Notebooks von Dynabook und Büromöbel– alles auch sehr gut im Home-Office einsetzbar – sowie Displays und Software-Lösungen über ein Cloud Portal verbunden und können miteinander kommunizieren. So wird etwa das Teilen von Informationen und Dokumenten deutlich einfacher, die Zusammenarbeit in (virtuellen) Meetings kreativer und die Mitarbeiter allgemein können effizienter arbeiten; und zwar ganz unabhängig vom Arbeitsort. Dass wir all diese Lösungen aus einer Hand anbieten können, gibt uns die Möglichkeit, für unsere Kunden ein Partner auf Augenhöhe zu sein, der Mehrwerte identifizieren, kompetent beraten und die passenden Lösungen anbieten kann.

INFO-MARKT: Welche Bedeutung messen Sie der verstärkten Verbindung von Büromöbeln und Technologie aktuell und in Zukunft bei?

Scott: Noch vor wenigen Monaten wurde in Deutschland vergleichsweise wenig von zu Hause aus gearbeitet. Die durch die Pandemie erzwungene Testphase zeigt, wie gut das Home-Office und die virtuelle Zusammenarbeit mithilfe ausgereifter Technologien funktionieren. Doch Ruhe und Konzentration sind nicht alles: Die wenigsten Menschen finden dauerhaft Gefallen daran, allein vor sich hinzuarbeiten. Der soziale Kontakt und Austausch im Büro sind durch keine virtuelle Konferenz zu ersetzen.

Das Büro muss künftig eine Rolle als „Ort der Begegnung“ und „Ort der Kreativität“ erfüllen, etwa in Form von unterschiedlichen, an verschiedene Bedürfnisse angepassten Arbeitszonen. Ein funktionierendes Zusammenspiel von Technologie und Büromöbeln wird dabei von großer Bedeutung sein.

Auch für das Home-Office bedarf es eines umfassenden Konzepts. Neben technologischen Aspekten wie Collaboration-Tools oder IT-Security müssen Raumplanung, Möbel und Ergonomie genauso mitgedacht werden. Nur so können Mitarbeiter im Home-Office produktiv arbeiten. Mit Laptop und Web-Cam als einziger technischer Ausstattung am Küchentisch sitzen und über den privaten Internet-Anschluss arbeiten: Damit werden Unternehmen künftig kaum mehr Arbeitnehmer überzeugen können.

 

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