Salesforce/Corona-Krise

Neue Plattform für den Re-Start

Ausgabe-Nr.: 17/2020

Bret Taylor, President und Chief Operating Officer bei Salesforce: „Mit Work.com bringen wir leistungsstarke neue Technologien, unsere Partner und ein Netzwerk von Experten zusammen, um Unternehmen bei der Erholung von dieser Krise zu unterstützen.“

Der amerikanische Anbieter von Customer-Relationship-Management (CRM)-Lösungen kündigt ein neues Portal namens ‚Work.com‘ an. Dieses soll Unternehmen bei der sicheren Wiedereröffnung nach dem COVID-19-Shutdown mit zahlreichen Software-Lösungen unterstützen. Der Software-Gigant schließt sich somit der allgemeinen Aufbruch-Stimmung durch die Öffnungen und Lockerungen an. Ob die neue Plattform zum aktuellen Zeitpunkt wirklich das richtige Signal für Kunden und Partner ist, darf bezweifelt werden. – Immerhin besteht ein hohes Risiko für eine zweite Corona-Welle.

„Jedes Unternehmen und jede Gemeinde auf der Welt konzentriert sich darauf, wie man den Geschäftsbetrieb wieder sicher öffnen und zu einer neuen Normalität gelangen kann. Mit Work.com bringen wir leistungsstarke neue Technologien, unsere Partner und ein Netzwerk von Experten zusammen, um Unternehmen bei der Erholung von dieser Krise zu unterstützen. Die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern und Besuchern stehen dabei an erster Stelle“, erklärt Bret Taylor, President und Chief Operating Officer bei Salesforce Inc. in San Francisco.

Bei dem Portal des Herstellers handelt es sich um eine Kombination neuer Technologie-Lösungen und Ressourcen, die Anwendern aus dem privaten und öffentlichen Sektor dabei helfen sollen, ihre Büros, Geschäfte, Fabriken und Lager erneut in Betrieb zu nehmen. Work.com bietet unter anderem Applikationen zur Steuerung von Schichtdiensten, für das Management von Notfall-Maßnahmen, zur Verwaltung von Zuschüssen und Freiwilligen-Leistungen, zur Kontakt-Verfolgung und für die Bewertung des Wohlbefindens von Mitarbeitern. Das Command Center führt dazu alle Datenströme aus internen Anwendungen und Mitarbeiter-Umfragen zusammen, so dass Unternehmen eine zentrale Übersicht haben, auf deren Basis sie fundierte Entscheidungen treffen können.

Folglich lassen sich mit der Software-Suite Risikomanagement-Pläne erstellen, Lieferketten anpassen und Mitarbeiter verwalten. Mit dem Feature ‚Kontakt-Verfolgung‘ können Führungskräfte „Gesundheits- und Beziehungskontakte auf sichere und private Weise manuell verfolgen“, indem sie Daten von Personen sammeln, die infiziert sind oder möglicherweise einer Infektionskrankheit ausgesetzt waren, und übersichtliche Maps konzipieren, um Interaktionen und Ausbrüche der Krankheit detailliert zu überwachen.

Die Funktion ‚Employee Wellness‘ greift zudem Daten auf, die eine Analyse der internen Gesundheits-Situation ermöglichen. Weiterhin erlaubt die Anwendung die Erstellung von Mitarbeiter-Umfragen und das Erfassen von Trends. Auf diese Weise sollen begründete Entscheidungen im Hinblick auf die ‚Rückkehr zur Arbeit‘ getroffen werden.

Die Produktsuite ‚Emergency Response Management‘ (Verwaltung von Notfallmaßnahmen) wurde in Zusammenarbeit mit Accenture entwickelt und versetzt Gesundheits-Organisationen, Regierungs-Behörden und Firmen angeblich in die Lage, Notfälle adäquat zu bewältigen. Dazu werden die jeweils benötigten Ressourcen und Dienstleistungen den Betroffenen über die Software schnell zugewiesen.

Work.com greift unter anderem auf Lösungen der Salesforce-Partner Accenture, Deloitte und PwC zurück, die als strategische Beratungspartner für die Industrie- und Geschäfts-Transformation zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bündelt die Plattform das Wissen von Gesundheits-Experten sowie führenden Wirtschaftskräften. Das Command Center wird voraussichtlich im Juni 2020 verfügbar sein. Das Tool Emergency Response Management ist ab der zweiten Maihälfte 2020 erhältlich.

 

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