Oracle/Microsoft

Neue, interaktive Szenarien

Ausgabe-Nr.: 21/2019

US-Headquarter von Oracle: Für die gemeinsamen Kunden entfällt ein „erheblicher Aufwand für eine Änderung der Lösungs-Architektur und die bereits erfolgten Investitionen werden geschützt“.

Die beiden Software-Hersteller geben eine so genannte Cloud-Interoperabilitäts-Partnerschaft bekannt. Ab sofort können Kunden ihre Daten und unternehmenskritischen Workloads auf Microsoft Azure und Oracle Cloud migrieren. Unternehmen können zudem Azure Services wie Analytics und KI nahtlos mit Oracle-Cloud-Diensten wie Autonomous Database verbinden. Überdies bieten Azure und Oracle Cloud gemeinsam ein One-Stop-Shopping für alle Cloud-Services und -Anwendungen, die Kunden für ihre Geschäfts-Anforderungen benötigen.

„Die Oracle Cloud bietet eine komplette Suite integrierter Anwendungen für Vertrieb, Service, Marketing, Personalwesen, Buchhaltung, Supply Chain sowie Produktion plus – mit der Oracle Autonomous Database – eine hochautomatisierte und sichere Computer-Infrastruktur der zweiten Generation“, erklärt Don Johnson, Executive Vice President, Oracle Cloud Infrastructure (OCI) in Seattle, Washington. Der Oracle-Manager weist mit Blick auf den Partner zudem darauf hin, dass die gemeinsamen Kunden ihre bestehenden Anwendungen problemlos in die Cloud migrieren können und dabei ein „erheblicher Aufwand für eine Änderung der Lösungs-Architektur entfällt und die bereits erfolgten Investitionen geschützt werden“.

Die Verbindung von Azure und Oracle Cloud über Netzwerk- und Identity Management ermöglicht nach Angaben der Anbieter eine einfache Verbesserung von Anwendungen durch Cloud-Migration. Die Zusammenarbeit liefert eine schnelle und direkte Netzwerk-Verbindung zwischen beiden Clouds, wobei der Service und der Support der beiden Unternehmen unverändert erhalten bleibt.

Angeblich bietet die Kooperation darüber hinaus weit mehr als eine schnelle Netzwerk-Verbindung zwischen Kunden, die Oracle SW auf der Oracle Cloud und Microsoft SW auf Azure betreiben. Diese Partnerschaft soll neue und interaktive Szenarien wie den Betrieb von Oracle JD Edwards oder E-Business-Suite-Anwendungen auf Azure unter Nutzung einer Oracle Autonomous Database, die auf einer Exadata-Infrastruktur in der Oracle Cloud läuft, ermöglichen. Die wichtigsten Fakten und Vorteile der erweiterten Partnerschaft:

(1) Microsoft Azure und Oracle Cloud lassen sich jetzt nahtlos verbinden. Unternehmen können ihre existierenden Rechenzentren auf beide Clouds erweitern. Dieses Angebot ist bereits heute verfügbar in Ashburn (Nordamerika) und Azure US East. Weitere Regionen werden folgen.

(2) Einheitliches Identity und Access Management via Single-Sign-On, außerdem automatisiertes User-Provisioning zur Azure und Oracle Cloud – übergreifende Verwaltung von Ressourcen.

(3) Voll supportete Installation von benutzerdefinierten Anwendungen und Oracle-Anwendungspaketen (JD Edwards EnterpriseOne, E-Business Suite, PeopleSoft, Oracle Retail, Hyperion) auf Azure mit Oracle-Datenbanken (RAC, Exadata, Autonomous Database), die in der Oracle Cloud bereitgestellt werden. Diese Oracle-Anwendungen werden auch für den Betrieb in Azure mit Oracle-Datenbanken in Oracle Cloud zertifiziert.

(4) Kollaboratives Support-Modell, das IT-Organisationen diese neuen Möglichkeiten bietet – unter Nutzung bestehender Kunden-/Supportkontakte und -prozesse.

(5) Die Oracle-Datenbank wird weiterhin für den Betrieb in Azure auf verschiedenen Betriebssystemen, einschließlich Windows Server und Oracle Linux, zertifiziert sein.

Oracle-Manager Johnson weist mit Blick auf den Partner zudem darauf hin, dass die gemeinsamen Kunden ihre bestehenden Anwendungen problemlos in die Cloud migrieren können.

Sie erhalten den Vorteil, ihre Anwendungen auf Azure und Oracle Cloud zu verteilen und somit das Beste aus den Cloud-Möglichkeiten beider Anbieter herauszuholen.

 

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