Kyocera/Canon

Nachgerüstet

Ausgabe-Nr.: 6/2019

Kyocera-Geschäftsführer Dietmar Nick: „Diese MFP-Systeme sind die perfekte Lösung für Büros, die eine leistungsstarke Lösung für die Dokumentenverarbeitung benötigen, und können in nahezu jedem Unternehmen eingesetzt werden.“

Nach Ricoh, die im letzten Monat ihre neuen MFP-Systeme vorstellten, folgen die beiden Mitbewerber ebenfalls mit der Präsentation ihrer Serien. Die Geräte basieren im Wesentlichen auf den Vorgänger-Modellen und sind aufgrund der Datenschutz-Verordnung DSGVO mit umfangreichen Sicherheits-Funktionen versehen worden. So entsteht die Frage, warum die japanischen Entwickler angesichts der Cyber-Bedrohung und lange angekündigter Gesetzes-Änderung nicht schon längst die neuen Features einführten und erst nach fast einem Jahr mit ihren Verbesserungen vor die Tür treten. – Etlichen Anwendern wäre sicherlich einiger Ärger erspart geblieben.

 

„Diese MFP-Systeme sind die perfekte Lösung für Büros, die eine leistungsstarke Lösung für die Dokumentenverarbeitung benötigen. Mit einer Druck- oder Kopiergeschwindigkeit von bis zu 60/55 Seiten in Schwarz-Weiß/Farbe und einer maximalen Scangeschwindigkeit von 220 Bildern pro Minute in Farbe können die neuen Systeme in nahezu jedem Unternehmen eingesetzt werden“, erklärt Dietmar Nick, Geschäftsführer der Kyocera Document Solutions Deutschland GmbH in Meerbusch.

Anfang dieses Monats stellte der Anbieter aus Meerbusch die neuen Farbmodelle TASKalfa 2553ci, TASKalfa 3253ci, TASKalfa 4053ci, TASKalfa 5053ci und 6053ci sowie die monochromen Systeme TASKalfa 5003i und TASKalfa 6003i in den Markt ein. Sie basieren auf der bestehenden TASKalfa-Reihe und wurden vor dem Hintergrund der DSGVO, die im Mai 2018 in Kraft trat, entwickelt.

Das heißt, es wurden in dieser neuen Serie zahlreiche neue Sicherheits-Funktionen eingebaut. So ist das Data Security Kit jetzt standardmäßig integriert, das System ist zusätzlich durch TPM (Trusted Platform Module) und Secure Boot geschützt. Dadurch soll das Eindringen von nicht-autorisierter Firmware verhindert werden. Die Funktion Run-Time Integrity Check (RTIC) überprüft regelmäßig die Validität der Firmware während der Benutzung. Im Fall einer manipulierten Firmware wird das System angehalten und eine Fehlermeldung ausgegeben. „Die Sicherheit hat für Unternehmen zunehmend oberste Priorität. In Kombination mit verbesserter Benutzerfreundlichkeit und wirtschaftlicher Zuverlässigkeit ist die neue Serie ideal für Kunden, die Dokumente effizient digitalisieren möchten“, erklärt Bernhard Koll, Produkt Manager bei Kyocera.

Das vollfarbige Touchscreen-Panel mit einer Größe von 25,6 cm (10,1 Zoll) sorgt für eine komfortable Bedienung. Mit Hilfe eines Annäherungs-Sensors wird die Wartezeit vor dem System verkürzt, denn beim Nähertreten des Anwenders schaltet die Maschine bereits in den Bereitschaftszustand.

Zu Canon: „Wir wissen, dass es keine Einheitslösung für alle Unternehmen gibt. Uns war wichtig, dass die III. Edition der imageRunner-Advance-Serie allen Kunden eine sichere Plattform bietet. Unsere vernetzte MFP-Strategie wird die Druck- und Scaninfrastrukturen unserer Kunden auf ein neues Effizienzniveau heben und bietet ein unschlagbares Benutzer-Erlebnis sowie nahtlosen Support und Dienstleistungen“, erklärt Christoph Losemann, Product Business Developer bei der Canon Deutschland GmbH.

Auch die Krefelder kündigten in der letzten Woche die Erneuerung der imageRunner-Advance-Plattform an. Das Portfolio von 26 neuen MFP-Geräten der dritten Generation, Edition III, bringt angeblich wegweisende Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Eine einheitliche, intuitive Benutzerführung und eine einheitliche Firmware-Plattform für alle A3- und A4-MFP-Systeme der sieben Modellserien, bei „höchster Integrationsfähigkeit in Cloud- oder Netzwerkdienste“, sind die Grundlagen für das Konzept des „Connected MFP“. Diese Lösung bildet den Kern aller Unternehmensprozesse rund um die Erfassung, Verarbeitung und Ausgabe von dokumentenbasierten Informationen – im Zusammenspiel mit Softwarelösungen und Services.

Bei den neuen Geräten setzt Canon auf Prävention, um Schwachstellen gar nicht erst entstehen zu lassen. Eine Systemprüfung direkt beim Start öffnet Programme auf Basis von Root of Trust (ROT) und verhindert, dass Hacker die Sicherheitsmechanismen der MFPs umgehen können. Auch die Festplatten-Verschlüsselung mit FIPS140-2-Validierung zur automatischen Daten-Verschlüsselung und Syslog-Daten, die bei der Integration in eine SIEM-Lösung von Drittanbietern Sicherheitsinformationen in Echtzeit über das Gerät liefern, setzen angeblich neue Sicherheits-Standards.

Digitale Zertifikate sollen Daten-Verschlüsselung und die Überprüfung der Integrität der auf den Systemen erstellten Dokumente und E-Mails ermöglichen. Der administrative Aufwand soll mithilfe der automatischen Aktualisierung der Sicherheitszertifikate durch die Registrierung mit dem Simple Certificate Enrolment Protocol (SCEP) oder dem Network Device Enrolment Service (NDES) minimiert werden.

Die neuen Canon-Produkte kombinieren die aktualisierte Benutzer-Oberfläche, den Home Screen, zum Beispiel Funktionen des Hauptmenüs, mit individuellen Schaltflächen für individuelle Workflows. Weiterhin werden die letzten zehn getroffenen Einstellungen in der sogenannten Zeitleiste dargestellt, lassen sich von dort wieder aufrufen oder aber auch dauerhaft im Hauptbildschirm abspeichern.

Bereits während des Scannens ermöglicht der OCR-Modus die genaue Identifizierung von 25 europäischen Sprachen und steigert so die Genauigkeit bei der Erkennung. Mehr mobile Interaktion und Flexibilität entsteht durch die neue QR-Code Direct Connection. iOS-Anwender können so das Standard-Wi-Fi-Modul des MFP für die direkte Verbindung verwenden: über das Einscannen des QR-Codes oder über die standardmäßige iOS-Kamera-App oder im Zusammenspiel mit der Canon Print Business App. Noch mehr Effizienz bietet die Cloud-basierte uniFlow Online, um interne Prozesse zu optimieren. Die Lösung 2019.1 beinhaltet optionale Funktionen wie Print from Cloud und Scan to Cloud für verschiedene Dienste, wie Box, Dropbox, Evernote®, Google Drive, Microsoft OneDrive und Microsoft SharePoint Online.

(Alle weiteren technischen Daten finden unsere Kunden in der INFO-MARKT-Produkt-Datenbank, die über die Homepage erreicht werden kann.)

 

 

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