Kofax/Automatisierung

Entscheidender Wettbewerbsfaktor

Ausgabe-Nr.: 22/2020

Chris Huff, Chief Strategy Officer bei Kofax: „Die Daten des Reports zeigen eindeutig, dass Unternehmen sich von Silo- und Ad-hoc-Automatisierung in Richtung integrierter Intelligent Automation bewegen sollten.“

Unternehmen erkennen zunehmend den Wert der Automatisierung für den Wettbewerbserfolg. Der ständige Konkurrenzkampf verleitet sie jedoch dazu, oft unüberlegt verschiedene, disparate und schlecht integrierte Automatisierungs-Technologien unterschiedlicher Anbieter einzuführen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Forrester-Studie im Auftrag von Kofax.

„Die Daten des Reports zeigen eindeutig, dass Unternehmen sich von Silo- und Ad-hoc-Automatisierung in Richtung integrierter Intelligent Automation bewegen sollten. Eine umfassende Automatisierungs-Plattform kann eine Vielzahl von Prozessen digital umwandeln und bietet gleichzeitig eine offene Architektur, die sich problemlos mit Anwendungen von Drittanbietern verbinden lässt“, erklärt Chris Huff, Chief Strategy Officer bei Kofax Inc. in Irvine (Kalifornien).

Die Analysten befragten im Rahmen der ‚Intelligent Automation Benchmark Studie 2020‘ 450 Entscheidungsträger aus dem Bereich Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI). Allein in den letzten zwei Jahren verdoppelten die Organisationen ihre Investitionen in diese Technologien. Die Verantwortlichen schätzen, dass die Investitionen in den kommenden zwei Jahren sogar um weitere 40 Prozent ansteigen werden. Das ist keine Überraschung. Schließlich entlasten automatisierte IT-Infrastrukturen die Mitarbeiter, indem Software-Roboter zeitaufwendige, sehr repetitive Aufgaben übernehmen.

Der Bericht verdeutlicht allerdings auch, dass der Druck, auf den Digitalisierungs- und Automatisierungs-Zug aufzuspringen, zu technischen Fehlentscheidungen führt. Oft ist es ratsam, zunächst einmal nur kleinere Prozesse zu automatisieren, um von einem schnellen Return on Invest­ment (ROI) zu profitieren. Doch anstelle dieser Vorgehensweise gehen viele Unternehmen einen anderen Weg.

50 Prozent der Studien-Teilnehmer gaben an, eine Ad-hoc-Automatisierungs-Strategie zu verfolgen. Nahezu alle befragten Entscheidungsträger erklärten, dass dies zu unerwarteten Schwierigkeiten führte, wie etwa eine technische Verschuldung (46 Prozent) oder ein verzögerter Erfolg (35 Prozent). Fast die Hälfte setzt Insel-Lösungen von mehreren Anbietern ein, um verschiedene Anwendungsfälle zu automatisieren.

Die Marktforscher raten tendenziell zur Zusammenarbeit mit nur einem Automatisierungs-Anbieter und einer einzigen Plattform. 52 Prozent denken, dass sich dadurch die Customer Experience erheblich verbessern lassen würde. Weitere 78 Prozent glauben, dass eine einzige Automatisierungs-Lösung für eine deutliche Effizienz-Steigerung sorgt.

Insgesamt bescheinigt der Report den Unternehmen, gravierende Fortschritte bei der Automatisierung wichtiger Front- und Backoffice-Tätigkeiten zu erzielen. So verwenden zum Beispiel 58 Prozent der Organisationen Automatisierungs-Technologien zur Digitalisierung von Informationen. 52 Prozent nutzen sie zur Front-Desk-Interaktion und 44 Prozent greifen auf jene zurück, um Geschäfts-Ausgaben zu verwalten und Backoffice-Tätigkeiten zu optimieren.

 

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