Klima-Neutralität/CO2-Ausstoß

Großes Potenzial für Klima-Schutz

Ausgabe-Nr.: 29/2020

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Auf die baldige Erfindung einer Technologie zu hoffen, die universell einsetzbar ist und unsere weltweiten Klima-Probleme quasi im Vorbeigehen löst, ist sicher keine aussichtsreiche Strategie.“

Hitze-Rekorde, Dürren und extreme Wetterlagen sorgen derzeit dafür, dass trotz des Corona-Debakels mit seinen Folgen der Klima-Wandel eines der drängendsten Probleme bleibt. Denn rund 80 Prozent der Bundesbürger fürchten sich vor den Folgen des Klima-Wandels. Der Digitalverband Bitkom e. V. gab eine repräsentative Befragung unter mehr als 1.000 Personen in Auftrag. Die Ergebnisse können den IT-Anbietern als sehr gute Verkaufsargumente dienen, um bei den Anwendern die Digitalisierung zu forcieren.

„Auf die baldige Erfindung einer Technologie zu hoffen, die universell einsetzbar ist und unsere weltweiten Klima-Probleme quasi im Vorbeigehen löst, ist sicher keine aussichtsreiche Strategie. Es geht darum, jetzt aktiv zu werden und die Energie- und Ressourcen-Effizienz mit Hilfe digitaler Technologien massiv zu steigern“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Zusammen mit dem Borderstep-Institut und der Universität Zürich untersuchte der Bitkom-Verband den Beitrag der Digitalisierung zum Klimaschutz und ging dabei der Frage nach, in welchen Bereichen sie besonders große Potenziale für den Klimaschutz bietet.

Die Digitalisierung wird aus Sicht vieler Menschen eine große Rolle dabei spielen, dieser Herausforderung zu begegnen. So sagen 78 Prozent, dass der Kampf gegen den Klima-Wandel ohne Digitalisierung nicht zu bewältigen ist. 33 Prozent hoffen darauf, dass innerhalb der kommenden zehn Jahre eine Technologie entwickelt wird, die die Klima-Problematik gänzlich löst.

Aus der Sicht des Bitkom bergen digitale Technologien ein enormes Potenzial für den Klimaschutz. Denn richtig eingesetzt „können wir mit digitalen Lösungen allein in Deutschland den für 2030 prognostizierten Ausstoß an CO2-Äquivalent um bis zu 37 Prozent senken“ (Rohleder). Gemeint sind etwa Smart Grids, automatisiertes Wärme-Management in Gebäuden, Dienstleistungen im EDV- und Mobilitäts-Bereich und der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI).

 

Weitere Artikel dieser Ausgabe