IT-/MFP-/Drucker@Markt 23/2019

Namen und Nachrichten

Ausgabe-Nr.: 23/2019

EU Cybersecurity Act

Mit dieser Gesetzgebung tritt ein EU-weites Regelwerk für Zertifizierungen der IT-Sicherheit in Kraft. Durch die Verordnung können Anbieter ihre IT-Produkte, Dienstleistungen und Prozesse freiwillig zertifizieren lassen, um deren IT-Sicherheit transparent zu machen. Nach Vorgabe des Cybersecurity Act können Unternehmen das jeweils zu gewährleistende Sicherheits-Niveau ihrer Produkte in den Kategorien für Vertrauenswürdigkeit als „niedrig“ „mittel“ oder „hoch“ zertifizieren lassen.

Der Branchenverband Bitkom e. V. in Berlin fordert insbesondere anstelle des geplanten IT-Sicherheitskennzeichens des Bundesinnenministeriums für IT-Produkte eine europäische Lösung. Wie nationale und europäische Gesetzgebung beim Thema IT-Sicherheit aufeinander abgestimmt werden sollten, wurde vom Bitkom in einem Positionspapier zusammengefasst. Es kann über die Homepage bei dem Berliner Verband abgerufen werden.


HP Inc.

Dem Anti-Counterfeiting and Fraud (ACF) Team HP gelang in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden ein Schlag gegen den Handel mit gefälschtem Zubehör für HP-Drucker. Deutsche Zollbeamte beschlagnahmten in Dresden eine Lieferung von rund 4.000 illegalen Komponenten zur Herstellung gefälschter Kartuschen.

Zudem erfolgte eine Reihe von Razzien in Deutschland – darunter zwei am Frankfurter Flughafen. Dabei fingen die Zollbehörden große Mengen gefälschter Computer-Komponenten und Toner-Kartuschen ab, die illegal mit dem HP-Logo versehen wurden. In den vergangenen fünf Jahren wurden in EMEA etwa zwölf Millionen Fälschungen und Komponenten mit Unterstützung von HP von lokalen Behörden sichergestellt.


Robotics

Für welche Anwendungen diese Technologie geeignet ist, zeigt sich am ‚UVD Robot‘ des Herstellers Blue Ocean Robotics. Der so genannte kollaborative Roboter fährt autonom durch Krankenhäuser und sendet dabei konzentriertes UV-C-Licht aus, um Bakterien und andere schädliche Mikroorganismen zu beseitigen. Dadurch erreichen die Kliniken eine Desinfektions-Rate von 99,99 Prozent und reduzieren damit das Risiko für Patienten, Personal und Besucher, sich mit gefährlichen Erregern zu infizieren.

„Der UV-Desinfektionsroboter zeigt, was für ein nahezu grenzenloses Potenzial die Robotik beim Einsatz in neuen Umgebungen hat“, sagt Arturo Baroncelli, ehemaliger Präsident der International Federation of Robotics. „Die Kombination von ‚klassischen‘ mechatronischen Disziplinen – typisch für die Robotik – mit dem Know-how von Medizin und Pharmazie ist ein fantastischer Beweis auf diesem Weg des Fortschritts.“


ELO

Die Stuttgarter kooperieren im Bereich Enterprise-Content-Management (ECM) ab sofort mit dem Softwarehaus Datev eG aus Nürnberg. ELO bietet Anwendern künftig eine ECM-Lösung an, die sich optimal mit der Datev-Software verknüpfen lassen soll. Die beiden Unternehmen beabsichtigen ein gemeinsames Partnernetzwerk aufzubauen, um Anwender beim Einstieg in das digitale Rechnungs-Management mit einer rechtssicheren Archivierung zu unterstützen.

Der Vertriebsstart der Lösung ist für Herbst 2019 geplant. Den Datev-Nutzern steht die ECM-Suite dann wahlweise als On-Premise-Lösung oder als cloudbasierte Variante zur Verfügung. Aktuell liegt der Fokus der Kooperation auf der Finanzbuchhaltung. Lösungen zu Lohn- und Gehaltsabrechnung sollen das Portfolio zu einem späteren Zeitpunkt ergänzen.


3D-Druck

Maker Bot, eine Tochtergesellschaft des 3D-Druck-Herstellers Stratasys Ltd., und das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg wollen den Weg für die Ausbildung im Bereich des 3D-Drucks ebnen. Schüler und Lehrkräfte erhalten Zugang zu einer breiten Palette an 3D-Druckhardware, Software und Schulungs-Programmen.

Das LMZ besitzt mit 34 Medienzentren ein Netzwerk an Einrichtungen, die den Zugang für Studierende, Pädagogen, Jugendlichen- und Erwachsenen-Bildungs­einrichtungen zu Technologien, fortschrittlichen Medien und technische Unterstützung ermöglichen. Es startete ein neues Programm mit dem Namen „3D Erleben“, das den Studenten helfen soll, praktische Fähigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen 3D-Druck, Design, Modellierung und Visualisierung zu entwickeln.

„Da sich die Bildung immer mehr von einem statischen Format zu einem interaktiven Ansatz entwickelt, glauben wir, dass der 3D-Druck zu einer entscheidenden Komponente für das zukünftige Lernen werden wird. Der 3D-Druck erweckt projektbezogenes Lernen zum Leben und ermöglicht es den Schülern, an realen Anwendungen zu arbeiten und ihnen die Fähigkeiten zu vermitteln, die im 21. Jahrhundert entscheidend sind“, sagt Nadav Goshen, CEO von MakerBot.


Canon

Der Anbieter aus Krefeld kündigt die Erweiterung der mobilen Projektor-Serie an. LV-WU360, LV-WX370 und LV-WX350 sind die drei neuen lampenbasierten Modelle, die mit LCD-Technologie und geringen Wartungskosten überzeugen sollen. Die neue Projektorlampe zeichnet sich durch eine sehr lange Lebensdauer von 10.000 bis zu 20.000 Stunden (Normal-/Eco-Modus) aus. Das ist angeblich gerade im Bereich der mobilen Projektoren ein sehr stark nachgefragtes Leistungsmerkmal.

Damit erhalten Unternehmen oder Bildungs-Einrichtungen die Möglichkeit, einen Projektor mit deutlich reduzierten Betriebskosten einzusetzen. Mit erstklassiger Bildwiedergabe, überzeugender Helligkeit, umfangreichen Verbindungsoptionen sowie einer Auswahl an Auflösungen eignen sich die Projektoren nach Angaben des Anbieters für die Präsentation vielfältiger Inhalte. Der LV-WU360 ist für 1.142 Euro, LV-WX370 für 761 Euro und LV-WX350 für 714 Euro ab August 2019 erhältlich.


HP Inc.

Der Hersteller bringt die neue kartuschenlose Neverstop-Laserdrucker-Serie für Kleinunternehmer auf den Markt. Mit einem neuartigen Tonerzufuhrsystem können Anwender den Toner angeblich in nur 15 Sekunden austauschen. Die Systeme besitzen ein nachhaltiges Design, welches zu 25 Prozent aus recyceltem Kunststoff besteht. Das Toner-Nachlade-Kit setzt sich aus 75 Prozent recyceltem Kunststoff zusammen. Die Geräte sollen bis zu 5.000 Seiten ohne Unterbrechung in einer Geschwindigkeit von 20 Seiten pro Minute drucken und über die HP Smart App mobiles Scannen und Drucken ermöglichen.

Darüber hinaus stellen die Amerikaner einen neuen HP Smart Tank für Privatanwender vor. Der Smart Tank wurde für Benutzer mit Home-Office-Druckanforderungen entwickelt. Zu den wichtigsten Funktionen der HP-Smart-Tank-500/600-Serie gehören eine bis zu 38 Prozent schnellere Druckgeschwindigkeit, eine Verbindung mit Dualband-WLAN, ein automatischer Tintensensor, HP Smart Tasks, die HP Smart App und ein unterbrechungsfreies Drucken von 6.000 Schwarzweiß- oder 8.000 Farbseiten.


Sharp

Der Anbieter aus Köln bringt neue Smart-Signage-Monitore der Serien PN-HB und PN-HM auf den Markt. Die neuen, großformatigen Displays verfügen über ein Android-Betriebssystem, das im System-on-Chip-(SoC)-Prozessor integriert ist. Dadurch sollen die gewerblichen Anwender volle Flexibilität bei der Verwaltung ihrer Inhalte erhalten.

Die insgesamt sechs neuen Produkte sind in den Größen 65, 75 und 85 Zoll erhältlich und können an unterschiedlichste Bedürfnisse angepasst werden. Alle Modelle bieten eine 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) und eine hohe Helligkeit von 350 bis 500 cd/m2, sodass Inhalte auch bei einem Einsatz in sehr hellen Umgebungen gut sichtbar sind. Ein Kontrastverhältnis von 5.000:1 verbessert die Farbwiedergabe und führt zu tieferen Schwarztönen.

Um Unternehmen mehr Flexibilität bei der Installation zu bieten, lassen sich die neuen Modelle im Quer- und Hochformat sowie im Face-up-Modus montieren. Die PN-HM-Displays sind auf 24/7-Dauerbetrieb ausgelegt. Für Standorte, bei denen die Displays nicht durchgehend zum Einsatz kommen, ist die PN-HM-Serie mit einer Betriebsdauer von 16/7 die ideale Wahl.

Mit ihrem WLAN-Modul eignen sich die neuen Modelle für den stationären Einzelhandel, wo Informationen an mehreren verschiedenen Stellen im Geschäft angezeigt werden sollen. Um die Einrichtung und den Betrieb von Displays an schwer zugänglichen Stellen zu erleichtern, lassen sich Tastaturen, Audiogeräte etc. unkompliziert mithilfe der integrierten Bluetooth-Funktion anschließen.

Die sechs neuen Displays verfügen über einen Mini-OPS-Erweiterungssteckplatz, wodurch ihre Funktionalität mit minimalem Aufwand erweitert werden kann. Der Anwender hat dabei die Wahl zwischen drei Modulen: die Übertragung von 4K-Inhalten über große Entfernungen, die drahtlose Verbindung mit bis zu zehn BYOD-Geräten oder die Umwandlung des Displays in einen vollwertigen Windows-PC. Alle Modelle sind ab sofort verfügbar.


Letzte Meldung

Ricoh gibt die Übernahme des ECM-Anbieters DocuWare bekannt. Mit Unternehmens-Zentralen in Deutschland und den USA bietet DocuWare Cloud- und On-Premises-Lösungen für Dokumenten-Management und Workflow-Automatisierung an. Das Unternehmen besitzt weltweit über 12.000 Kunden in mehr als 90 Ländern und vertreibt seine Software über ein Netzwerk von rund 600 Partnern.

„Wir arbeiten konsequent daran, einen Geschäftsbereich weiter auszubauen, der den wachsenden Anforderungen von Unternehmen rund um den Globus Rechnung trägt. Wir sehen eine starke Nachfrage bei unseren Kunden, den Wert ihrer Dokumente und Arbeitsabläufe zu optimieren, um ihr Wachstum zu fördern. Die Übernahme von DocuWare, Anbieter einer marktführenden Cloud-First-Lösung, ist ein ganz wichtiger Schritt, um diese Anforderungen zu erfüllen”, kommentiert David Mills, Corporate Senior Vice President der Ricoh Company Ltd., die Akquisition. (Bericht in der nächsten Ausgabe)

 

Weitere Artikel dieser Ausgabe