IT-/MFP-/Drucker@Markt 17/2019

Namen und Nachrichten

Ausgabe-Nr.: 17/2018

Bitkom/DSGVO

Aus Sicht des Bitkom e. V. in Berlin gibt es positive Effekte durch die DSGVO, aber weiterhin besteht auch ein großer Nachbesserungsbedarf. „Auf der Haben-Seite stehen erstmals EU-weit einheitliche Datenschutzregeln. Mit der DSGVO hat die EU zudem eine internationale Strahlwirkung erzeugt. Globale Konzerne orientieren sich ebenso daran wie wichtige Handelspartner“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Defizite gebe es vor allem in der praktischen Auslegung und Durchsetzung der Regeln. „Mitgliedsstaaten, Datenschutzbehörden und Unternehmen, sie alle interpretieren die Verordnung noch unterschiedlich“, erklärt Berg. Es bestehen nach wie vor große Rechtsunsicherheiten in der Anwendung der Verordnung.

Problematisch für die Wirtschaft ist vor allem, dass die DSGVO keinen Unterschied zwischen einem globalen Konzern und einem Kiez-Handwerker macht. Tatsächlich profitieren große Anbieter sogar stärker von dem einheitlichen Rechtsrahmen als kleinere und mittlere Unternehmen, bei denen der Verwaltungsaufwand stärker zu Buche schlägt. Alltägliche Geschäftsprozesse würden damit für viele zum Datenschutzhürdenlauf, behauptet der Bitkom-Präsident.

In der Praxis fühlen sich viele Unternehmen zunehmend von Datenschutzregeln ausgebremst. 74 Prozent der Unternehmen sehen die Datenschutz-Anforderungen als die größte Hürde beim Einsatz neuer Technologien. Letztlich geht es darum, die richtige Balance zwischen Datenschutz einerseits und innovativen, datenbasierten Anwendungen andererseits zu finden, lautet die Ansage aus Berlin.


Canon

In Braunschweig und Magdeburg etablierte der Anbieter aus Krefeld die ansässige Reese GmbH als ein weiteres iCBC (independent Canon Business Center). Zukünftig wird das iCBC auf dem Markt kleinerer und mittlerer Unternehmen seine Vertriebs- und Beratungs-Leistung auf Canon-Systeme, Software-Lösungen und Dienstleistungen konzentrieren. Das angebotene Portfolio umfasst alle Office-Systeme von der imageRunner-Serie über i-Sensys, bis hin zu digitalen Workflow- und Archivlösungen.

Die Reese GmbH wurde 1960 durch Eberhard Reese gegründet und wird heute in dritter Generation von Niklas Krüger geführt. Das 25 Mitarbeiter starke Unternehmen wurde 2018 von Canon als ‚Gold Partner‘ ausgezeichnet.


Epson

Epson wird ab Mitte Juni 2019 einen neuen gewerblichen Fotodrucker speziell für Fotodruckdienstleister und Fotografen anbieten. Der SureLab SL-D800 ist für Fotografen, Bilddienstleister, Fotoläden, Labore, Copyshops geeignet. Hochwertige Fotos können auf einer Fülle unterschiedlicher Medien und in vielen Formaten produziert werden. Der Drucker ist für Hochglanz-, glänzendes und mattes Papier geeignet und verarbeitet Rollenpapier mit Breiten von 89 bis 210 mm bei Längen von 50 bis 1.000 mm. Die Druck-Geschwindigkeit beträgt bis zu 360 Fotos (15 x 10 cm) pro Stunde.

Dank der verbesserten Heiz- und Lüftertechnologie wurden Stromverbrauch und Geräuschpegel im Stand-by merklich reduziert. Frank Schenk, Head of Professional Graphics and Industrial Printing der Epson Deutschland GmbH, sagt: „Alle Verbesserungen des neuen Druckers gehen auf Anregungen von Kunden zurück.“


Hewlett Packard

Der neue Enterprise-Server basiert auf einem HPE-Proliant-DL20-Gen10-Server mit dem Intel-Prozessor XEON E-2136 CPU. Standardmäßig ist das System mit zwei Festplatten à 2.000 GB HDD oder 2-mal 240-GB-SSD-Modulen ausgestattet. Zudem ist dieser Server mit dem neuen iLO 5 versehen. „Dieser Server wurde entwickelt, um optimale Rechenleistung für die Workloads von Kunden zu günstigen Kosten bereitzustellen“, erklärt Christoph Herrnkind, CEO der myLoc managed IT AG in Düsseldorf. Das neue Server-Angebot bietet nach Angaben des Herstellers „das beste Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt“.


Systemhaus-Kongress Chancen

Der nächste Chancen-Kongress findet am 28. und 29. August 2019 im Van der Valk Airporthotel in Düsseldorf statt. Harald Schirmer, bei der Continental AG verantwortlich für die Digitale Transformation und Change, schildert, was Kunden künftig von ihrem IT-Dienstleister erwarten. Dennis Maier, Experte für Künstliche Intelligenz (KI) bei der Cairo AG, zeigt, wie das Systemhaus KI einsetzt. Wie man den „War of Talents“ bestehen kann, erläutert Geschäftsführer Carsten Vossel anhand seines eigenen Unternehmens, der CCVossel GmbH. Von Timo Ross, Prokurist bei der mdex AG, erfahren die Kongress-Teilnehmer, wie Geschäftsmodelle mit IoT (Internet der Dinge) im Industrie- und Energie-Sektor gelingen.


Quanten-Computer

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) setzt neuerdings granulares Aluminium, kurz grAl, für Quanten-Schaltungen ein. Es zeigt sich, dass dieses Material großes Potenzial besitzt, die bisherigen Grenzen der Quantencomputer zu überwinden. „Die Herstellung von Qubits, die klein genug sind und sich schnell genug schalten lassen, um Quantenkalkulationen auszuführen, stellt eine enorme Herausforderung dar“, erklärt der Physiker Dr. Ioan Pop, Leiter der Forschungsgruppe Kinetic Inductance Quantum Systems am Physikalischen Institut (PHI) und am Institut für Nanotechnologie (INT) des KIT.


Denodo

Das Unternehmen im Bereich der Datenvirtualisierung untersuchte in seiner zweiten Cloud-Umfrage den Status quo der Cloud-Integration. 200 Führungskräfte und IT-Fachkräfte aus verschiedenen Branchen wurden befragt. Die beliebtesten Cloud-Provider sind AWS (67 Prozent), Microsoft Azure (60 Prozent) und Google Cloud (26 Prozent).

Die Hauptgründe für eine Multi-Cloud sind Kostenoptimierung (54 Prozent), die Suche nach dem optimalen Use Case für das eigene Geschäftsmodell durch die Verfügbarkeit verschiedener Services auf einer bestimmten Plattform (46 Prozent) und das Vermeiden von Einschränkungen durch einen einzigen Anwender (39 Prozent).

Sicherheit zählt zur größten Herausforderung der Cloud-Migration, wie 52 Prozent der Unternehmen angeben, gefolgt von Kostenkontrolle (44 Prozent) und dem Mangel an benötigten Fähigkeiten (33 Prozent). „Bei den Cloud-Lösungen kommen sie schnell an einen Punkt, an dem die Komplexität der heutigen Datenlandschaft sie vor Probleme stellt“, sagt Denodo-Geschäftsführer Günther Derstroff.


Kendox

Der Schweizer Spezialist für Lösungen im Dokumenten- und Geschäftsprozess-Management hält für seine Kunden- und Partner am 6. Juni im Bregenzer Dreiländer-Eck am Bodensee unter dem Motto „Starke Partnerschaften für die digitale Zukunft“ eine Veranstaltung ab. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in Best-Practice-Lösungen, Erfolgskonzepte und neue Digitalisierungsstrategien sowie einen Ausblick auf die Zukunft des Marktes und die Roadmap der Kendox-Lösungen.

Zudem stehen auch zahlreiche Praxisbeispiele auf der Agenda. Unter anderem stellen „chicco di caffè“ aus München sowie die Pensionskasse der Stadt Zürich ihre Projekte vor. In den Vorträgen von Bürotex/CaaSpa und B4B Solutions lernen die Teilnehmer zukunftsweisende Leuchtturmprojekte im Umfeld von Online-Marktplätzen und dem Cloud-ERP SAP Business ByDesign kennen.

Die beiden Unternehmen Glatz (Austria) und Kendox (Schweiz) kooperieren im Bereich der E-Rechnung. Die Österreicher setzen bei dem digitalen Rechnungseingang auf den Schweizer Spezialisten für Dokumenten-Management-Systeme (DMS) unter dem Namen „InfoShare“.

Ganz wichtig für Glatz ist, dass seine ERP- und Warenwirtschafts-Software „Trade Control“ eingebunden wird, über die rund 95 Prozent der Dokumente gebucht werden. Das gilt auch für Finanzbuchhaltung. Neben der Digitalisierung der eingehenden Belege wird in „InfoShare“ auch der Genehmigungsprozess berücksichtigt. Damit soll eine effiziente und vor allem transparente Freigabe eingehender Rechnungen ermöglicht werden.

 

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