IT-/MFP-/Drucker@Markt 12/2019

Namen und Nachrichten

Ausgabe-Nr.: 12/2019

Strato

Mit einer neuen Mail-Archivierung bietet der Berliner Webhoster seinen Kunden eine Lösung an, mit der sie ihre E-Mails rechtssicher und konform mit der EU-DSGVO und den GoBD archivieren können. Die Lösung hilft den Unternehmen „schnell und einfach, ihre geschäftliche Korrespondenz so zu archivieren, dass die strengen rechtlichen Vorgaben eingehalten werden“, sagt Dr. Christian Böing, Vorstand der Strato AG in Berlin. Der Speicherort der Daten sind die TÜV-zertifizierten Strato-Rechenzentren in Deutschland.

Die Kunden können bei den Berlinern die cloudbasierte Software zusätzlich zu ihrem Mail-, Hosting-, Homepage-Baukasten- oder Webshop-Paket bestellen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern bietet die Strato-Mail-Archivierung angeblich in allen Tarifen die Möglichkeit, ein- und ausgehende E-Mails sämtlicher Postfächer zu archivieren. Und mit der Blacklist-Funktion kann der Administrator einzelne E-Mail-Adressen aus Datenschutz-Gründen hiervon ausschließen, zum Beispiel eingehende Bewerbungen.

Darüber hinaus protokolliert die Software die Bearbeitungshistorie jeder einzelnen E-Mail, so dass auch die Nachvollziehbarkeit für einen eventuellen Kontroll-Audit gegeben ist. Zudem sichert sie alle E-Mails mitsamt Anhängen im Originalzustand, also manipulationssicher. Der Speicher für das Mail-Archiv ist unbegrenzt. Der Kunde zahlt lediglich das Gigabyte-Volumen, das er auch tatsächlich verbraucht.


Telonic

In Köln trafen sich über 200 IT-Sicherheits- und Netzwerkexperten aus ganz Deutschland zum Telonic-Gipfeltreffen 2019. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen von 40 Jahren Veränderung rund um Daten, Netzwerke und IT-Technologie. „In der Industrie steht die IT gleichbedeutend mit der Dampfmaschine 2.0. Heute arbeiten ganze Industriezweige an der Digitalisierung und bewegen damit mehr als in vielen Jahrzehnten vorher“, erklärt Andreas Schlechter, Geschäftsführer der Telonic GmbH. Sie bezeichnet sich als Deutschlands führendes Systemhaus für Netzwerk und Security. Seit der Gründung 1979 ist das Unternehmen in Familienbesitz und betreut Kunden in zahlreichen Branchen – von Verwaltung, Industrie und Logistik über Bank- und Finanzwesen bis zu Konzernen aus der Energieversorgung.

Das Kölner Systemhaus gibt nach eigener Darstellung „den Takt für die Zukunft der IT-Netzwerke und Sicherheits-Mechanismen an und bringt dazu Produkte und Dienstleistungen aus der ganzen Welt zu den mehr als 1.000 Unternehmens-Kunden“. Dabei hat sich die Sicherheit von Netzwerken zur zentralen Säule entwickelt: „Reichten noch vor 20 Jahren einfache Software-Tools, um Sicherheit zu gewährleisten, betreuen heute komplette Taskforces Netzwerke über Fernzugriff, um den höchstmöglichen Sicherheitsstandard zu gewährleisten“, sagt IT-Pionier Schlechter, der das Unternehmen in zweiter Familien-Generation mit heute mehr als 120 Mitarbeitern führt.

Mit diesem eigenen Operating Service für Netzwerk und Security bietet Telonic heute eine Lösung, die Infrastrukturen von Unternehmen überwacht und sofort eingreift, wenn Probleme, Störungen oder Hacks auftreten. Mit dem LifeLine-Service steht Netzwerk-Betreibern eine proaktive 24/7-Überwachung ihres Netzwerks zur Verfügung. Dabei übernimmt das Systemhaus auch die Kooperation mit dem lokalen Internet-Provider, sofern die Störung dort herrührt, oder analysiert bisher unbekannte Szenarien im Labor. 75 Techniker arbeiten an diesem Dienst als Professional Services Team.

Weiterhin werden noch zahlreiche andere Produkte, die Netzwerke schneller, zuverlässiger und besser machen, angeboten. Über 50 Telonic-Partnervertreter stellten diese Lösungen auf dem Gipfeltreffen vor. Mit dabei waren Alcatel Lucent Enterprise, Allegro Packets, Aruba Networks, Extreme Networks, F5 networks, Fluke networks, IXIA, Juniper Networks, Logpoint, Palo Alto Networks, Riverbed Technology, Ruckus Networks, Sevone, Ucopia und Vectra Networks.


Hannover Messe

Vom 1. bis 5. April 2019 kommen auf der Industrie-Messe die Treiber der digitalen Industrie unter dem Motto „Integrated Industry – Industrial Intelligence“ zusammen. Die internationale Leitmesse bündelt die Schlüssel-Technologien der Industrie und gibt einen Ausblick auf die Digital Factory von morgen. „Künstliche Intelligenz (KI) ist elementarer Baustein der Digitalisierung. Auch in den Fabriken.  Wer sie ignoriert, verspielt seine langfristige internationale Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen, die schon heute mit Artificial Intelligence experimentieren und diese einsetzen, erarbeiten sich Tag für Tag Vorteile gegenüber ihren Wettbewerbern“, sagt Achim Berg, Präsident des Bitkom e. V.

Der Digitalverband präsentiert sich auf der Messe mit einem Gemeinschaftsstand. Unternehmen aus der Digitalwirtschaft zeigen in der Innovation Area ihre Lösungen für die smarte Fabrik der Zukunft. Mit dabei sind: aconno, aucobo, Beaconinside, Bundesamt für Verfassungsschutz, Capgemini, Cognigy, Cornelsen eCademy, Cronon, Evy Solutions, Fujitsu RunMyProcess, godesys, Goriscon, Ifasec, Industrial Analytics, Itensos, IT-Kompass, Ordat, ProGlove, Rhebo, secunet Security Networks, SoSafe Cyber Security Awareness, UL International Germany, USU.


ECM-/DMS-Markt Schweiz

Eine Studie von MSM Research, die im März 2019 vorgestellt wurde, analysiert die aktuelle Marktsituation, die geplanten Projekte der Anwender, Keydriver und Hürden, Erfolgsfaktoren, Projekterfahrungen sowie die quantitative Marktentwicklung (Ausgaben für ECM/DMS Hardware, Software und Services) für die kommenden zwei Jahre in der Schweiz. Die Studie vermittelt damit auch Entscheidungsgrundlagen zur Frage, wie ECM-/DMS-Anbieter künftig optimal aufgestellt sein müssen.

Die d.velop AG und ihre eidgenössische Tochter adeon ag unterstützten die Erhebung, nach der 2018 im Schweizer Markt 495 Millionen Franken für ECM-/DMS-Lösungen, Hardware und Services ausgegeben wurden. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2019 rechnet MSM Research mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Ausgaben.

Als primären Treiber für den Einsatz einer DMS-Lösung sahen die Befragten den damit einhergehenden Zeitgewinn und das einfache und ortsunabhängige Auffinden von Daten (73,4 Prozent). 38 Prozent nennen eine Steigerung der Mitarbeiter-Produktivität als Kerntreiber für den Einsatz eines ECM, gefolgt vom Antrieb, dadurch Compliance-Anforderungen einzuhalten bzw. besser zu erfüllen (36,7 Prozent). Mehrfachnennungen waren möglich.

Das Thema Cloud gewinnt laut der Studie zunehmend an Bedeutung. Auf die Frage, was Cloud-Angebote für ECM-/DMS-Lösungen anbieten müssten, um sie in Betracht zu ziehen, nannten fast 70 Prozent der Befragten einen Serverstandort in der Schweiz. „Wir stellen fest, dass für bestimmte Branchen vor allem Custom-Cloud-Ansätze gefragt sind“, ergänzt Simeon Zimmermann, Geschäftsführer (CEO) der adeon ag, das Ergebnis.


Accengage

Der Anbieter von mobiler CRM- und Push-Benachrichtigungs-Technologie eröffnet den Unternehmen als Teil des Lösungsportfolios die Möglichkeit, den persönlichen Kundenkontakt über WhatsApp zu führen. Mit der WhatsApp Business API können die Anwender durch personalisierte WhatsApp-Nachrichten, Push-Benachrichtigungen und automatisierte Antworten in großem Umfang mit potenziellen und bestehenden Kunden kommunizieren.

Die neue Anwendung setzt auf die Benutzeroberfläche von Accengage auf und macht damit Segmentierung, Personalisierung, Lokalisierung und Schnittstellen zu anderen Systemen angeblich noch leistungsstärker und benutzerfreundlicher. Kunden von Accengage können somit werbefreie Benachrichtigungen und automatisierte Antworten an WhatsApp-Nutzer senden, die vorher eine entsprechende Erlaubnis erteilt haben. Dabei kann es sich zum Beispiel um Statusaktualisierungen von Lieferungen oder Flugzeiten, proaktive Erinnerungen oder Transaktionsdetails im Anschluss an eine Buchung oder Bestellung sowie Bitten um Kundenfeedback handeln.

„Mit mehr als 1,5 Milliarden Nutzern in 180 Ländern bietet WhatsApp Unternehmen die Gelegenheit, mehr Kunden zu gewinnen und sie mit relevanten und aussagekräftigen Informationen zu versorgen”, sagt Patrick Mareuil, ehemaliger CEO und Mitbegründer von Accengage, heute EMEA Managing Director bei Urban Airship.


IT-Personalmarkt

Die Nachfrage nach Spezialisten in den Bereichen IT-Services und -Infrastruktur, Automotive- und Computersoftware nimmt zu, wobei die Nutzung von neuesten Technologien, Qualifikationen und Zertifizierungen sowie die persönlichen Möglichkeiten an beruflicher Weiterentwicklung weiter in den Vordergrund treten. Markt-Beobachter vertreten die Meinung, dass künftig insbesondere Kenntnisse im Bereich Python, Künstlicher Intelligenz und Microservices von Unternehmen stark nachgefragt werden.

Darüber hinaus werden agile Methoden im IT-Umfeld immer wichtiger. Vor allem Stellenangebote für Software-Architekten und Product Owner werden derzeit häufig ausgeschrieben, sowohl in Festanstellung als auch auf Interimsbasis. Deutschlandweit wird an folgenden Standorten am meisten nach IT-Experten gesucht: Köln, Frankfurt, München, Berlin, Stuttgart und Hamburg.


Planat

Industrial Intelligence zählt zu den wichtigsten Themen auf der diesjährigen Hannover Messe. Der ERP-Hersteller Planat nutzt dafür Virtual- und Augmented Reality in Kombination mit seiner ERP/PPS-Lösung ‚Fepa‘, dem Nervensystem eines fertigenden Betriebes. Durch die Integration einer Datenbrille und eines Fingerscanners will Planat in der Software die Zukunfts- und Gegenwartstechnologien verbinden und eine maximale Prozesssicherheit im Waren- oder Produktionsfluss gewährleisten.

Die Datenbrille zeigt beispielsweise relevante Informationen zu Lagerstandorten, der Scanner erlaubt eine sofortige Erfassung von Artikeln, Packstücken oder Bauteilen. Daraus ergibt sich laut Anbieter eine Zeiteinsparung von bis zu 30 Prozent. „Wir bringen die Daten so nah an den Menschen wie möglich, um die entscheidenden Prozessinformationen direkt nutzbar zu machen“, sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat.

Die nahtlose Integration der neuen Technologie in den ERP-Workflow ist dem Software-Hersteller zufolge bereits im produktiven Einsatz. Die Daten werden dabei in Echtzeit aus dem ERP/PPS bezogen, über WLAN sind sowohl die Datenbrille wie auch der Fingerscanner angeschlossen. Um die Aufmerksamkeit optimal zu lenken, werden sekundäre Informationen links in einem Drittel des Sichtfeldes dargestellt, alle wesentlichen Informationen mittig und rechts. Dadurch soll eine wissenschaftlich belegbare kognitive Entlastung geschaffen werden. ‚Fepa‘ ist als ERP/PPS-Lösung besonders auf den Bedarf produzierender Unternehmen zugeschnitten und bietet einen adaptionsfähigen ERP-Standard.


Epson

Der Hersteller organisiert in Europa ab dem 1. April 2019 den Vertrieb seiner industriellen Textildrucker der Monna-Lisa-Serie neu. So soll zum neuen Geschäftsjahr der Direktvertrieb der Maschinen von der Niederlassung Epson Deutschland GmbH aus für die DACH-Region beginnen. Als Key Account Manager Industrial Textile Printing besetzt Gerrit Schlottmann, seit 2001 im Unternehmen und zuletzt als Key Account Manager für den Vertrieb der professionellen Large-­Format-Drucker zuständig, die neu geschaffene Stelle. Wie schon in seiner vorigen Position berichtet er an Frank Schenk, Head of Professional Graphics and Industrial Printing.

Durch die Übernahme der Firmen Robustelli (Monna-Lisa-Drucker) und For.Tex (Genesta-Tinten) im Jahre 2016 konnte sich der Anbieter nach eigener Aussage das nötige Know-how über Maschine sowie Tintenchemie aneignen. Sowohl Robustelli als auch For.Tex sind heute 100-prozentige Tochterunternehmen des japanischen Herstellers.

„Wir freuen uns sehr, unser Portfolio an professionellen industriellen Textildrucklösungen nun auch direkt von Deutschland aus anbieten zu können. Kunden wünschen sich stärker individuelle Textilien und man ist bei der Herstellung im eigenen Land deutlich anpassungsfähiger“, sagt Frank Schenk, Head of Professional Graphics and Industrial Printing bei der Epson GmbH in Meerbusch.


3-D-Druck/Brillenbranche

Das Berliner Brillengeschäft Frame-Punk bietet seinen Kunden maßgeschneiderte Modelle aus dem 3-D-Drucker an. Bei dem Anbieter werden Kopf, Nase und Augen der Kunden genau vermessen, um für jedes Gesicht die perfekte Passform gewährleisten zu können. Das Material Nylon Polyamide zeichnet sich durch besondere Leichtigkeit, eine matte Haptik und eine extreme Belastbarkeit aus. Jede Brille wird dabei individuell gedruckt.

Beim Bezahlvorgang setzt der Anbieter auf kontaktloses Bezahlen mit SumUp. Das Finanztechnologie-Unternehmen bietet Händlern innovative Lösungen für Kartenzahlungen im sta­tionären Handel an. Mit einem rein digitalen Anmeldeprozess, schneller Lieferung und einem unkomplizierten Setup soll der Dienstleister die sichere Annahme von Kartenzahlungen innerhalb weniger Minuten nach Erhalt des Kartenterminals ermöglichen.


Cherwell Software

Der Anbieter von Enterprise-Service-Management-Software ernannte Oliver Krebs zum neuen Vice President EMEA. Krebs plant nun die Neugestaltung des Programms für Channel- und ­Technology-Alliance-Partner in der DACH-Region.

Als Vice President verantwortet er das strategische Wachstum des Bestands-Kunden-Geschäfts sowie den Ausbau der Vertriebs-Aktivitäten. Die erhöhte Nachfrage nach anpassbarer Software zur Automatisierung von Service-Management-Prozessen ist laut dem Unternehmen der Grund für die Neugestaltung des Partner-Programms.

Krebs blickt auf über 20 Jahre Erfahrung im SaaS-Geschäft und Management von schnell wachsenden Software-Unternehmen zurück. Zuletzt verantwortete er als Director Customer Success das Enterprise-Customer-Portfolio bei Oracle und war dort unter anderem für das Wachstums- und Risikomanagement für den gesamten europäischen Kundenstamm zuständig.

 

 

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