HP Inc.

Strategische Allianzen

Ausgabe-Nr.: 19/2019

Christoph Schell, President von 3D Printing und Digital Manufacturing und Mitglied des Executive-Leadership-Teams bei HP: „Die Erweiterung unseres Angebots um das neue 3D-Drucksystem der Jet-Fusion-5200-Serie, kombiniert mit dem Ausbau der industriellen Allianzen und unserem neuen Digital Manufacturing Network, ist ein wichtiger Beschleuniger unserer Reise zur digitalen Fertigung.“

Die Amerikaner rüsten erneut ihr 3D-Druckportfolio auf. Diesmal wird das industrielle 3D-Drucksystem ‚Jet Fusion 5200‘ auf den Markt gebracht. Zudem baut der Hersteller seine Vereinbarungen mit den Unternehmen Siemens, BASF sowie Materialise aus und gründet das ‚HP Digital Manufacturing Network‘. – Die neue Technologie gewinnt immer weiter an Boden.

„Die Vierte Industrielle Revolution ist eine der transformativsten Kräfte unserer Zeit. Neue technologische Innovationen sind erforderlich, neue Partnerschaftsmodelle werden entstehen und neue Geschäftsmodelle werden sich entwickeln. Die Erweiterung unseres Angebots um das neue 3D-Drucksystem der Jet-Fusion-5200-Serie, kombiniert mit dem Ausbau der industriellen Allianzen und unserem neuen Digital Manufacturing Network, ist ein wichtiger Beschleuniger unserer Reise zur digitalen Fertigung“, begründet Christoph Schell, Präsident von 3D Printing und Digital Manufacturing und Mitglied des Executive-Leadership-Teams bei HP Inc. in Palo Alto, Kalifornien, die Aktivitäten auf dem 3D-Drucker-Markt.

Die ‚Jet-Fusion-5200-Serie‘ fertigt 3D-Drucke aus Kunststoff an und soll neue Funktionen für Datenintelligenz, Software und Dienstleistungen umfassen, einschließlich der Software-Angebote ‚HP 3D Process Control‘, ‚HP 3D Center‘ und ‚HP 3D Parts Assessment Service‘, mit denen Kunden ihre 3D-Produktion skalieren und ihr Geschäftswachstum steigern können. Der 3D-Drucker erreicht angeblich Standards in Sachen Betriebseffizienz und Reproduzierbarkeit. Folglich verspricht der Hersteller eine gute Wirtschaftlichkeit, mehr Flexibilität, eine verbesserte Verfügbarkeit, optimierte Arbeitsabläufe und ein vereinfachtes Flottenmanagement. Zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen ‚Automobil‘, ‚Industrie‘, ‚Konsumgüter‘ und ‚Fertigung‘, darunter Avid Product Development, BASF, Jaguar Land Rover, Kupol, Materialise, Sculpteo, Prodartis und Vestas, arbeiten gegenwärtig mit dem System. Die Serie ist ab sofort verfügbar.

Darüber hinaus verkünden die Amerikaner den Ausbau diverser Partnerschaften, um Kunden auf ihrem Weg zur digitalen Fertigung zu unterstützen. Die Allianz mit Siemens wird beispielsweise ausgedehnt, um eine End-to-End-Lösung für die additive Fertigung anzubieten. Die Lösung kombiniert die 3D-Druck- und Daten-Plattform von HP – inklusive der ‚Jet-Fusion-5200-Serie‘ – mit der Digital-Enterprise-Software-Palette von Siemens, darunter Siemens NX CAD/CAE, NX AM für das ‚HP Multi Jet Fusion Softwaremodul‘ mit einer direkten Drucker-Schnittstelle und einem Teamcenter für das Product-Lifecycle-Management, Tecnomatix Plant Simulation, Simatic IT für die Fertigungs-Ausführung und MindSphere für Performance Analytics und Industrial IoT. HP und Siemens kooperieren mit den Zielen, ihren Absatzmarkt auszuweiten, den Entwurf von Produktdesigns nachhaltiger und kostengünstiger zu gestalten sowie die Markteinführung von 3D-Elementen zu forcieren.

Die Partnerschaft mit dem Chemie-Giganten BASF sieht unter anderem die Lieferung von BASF-Materialien vor, welche für die 3D-Drucklösungen von HP zertifiziert sind. Aus der Allianz geht das neue thermoplastische Polyurethan (TPU) ‚Ultrasint‘ hervor. Jenes wurde von BASF konzipiert, um das Angebot an fertigen Bauteilen auf den ‚Jet-Fusion-5200-Systemen‘ zu vergrößern. Das TPU soll für flexible und elastische Teile geeignet sein und ergänzt die HP-Materialien PA-12, PA-12 Glasperlen und PA-11.

Die Kooperation mit dem belgischen Anbieter von 3D-Druckdienstleistungen und -Software ‚Materialise‘ dient dagegen der Integration von ‚Materialise Build Processor‘ und ‚Materialise Magics 3D Print Suite‘ in die Serien ‚Jet Fusion 5200‘ und ‚Jet Fusion 500/300‘. Als früher Kunde von HP entwickeln die Belgier ebenso neue Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks, die das BASF TPU und andere verfügbare HP-3D-Druckmaterialien miteinbeziehen.

Zum ‚HP Digital Manufacturing Network‘: Für die digitale Fertigung wenden sich viele Unternehmen an Dienstleister, um die Realisierung neuer Produkte zu beschleunigen, die Zeit der Markteinführung zu verkürzen, schlankere Lieferketten zu schaffen und ihre CO2-Bilanz zu reduzieren. Zur Erfüllung dieser Anforderungen errichtet HP sein eigenes Netzwerk aus globalen Produktions-Partnern, die bei der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Kunststoff- und Metallteilen in großen Stückzahlen helfen und HP-3D-Drucklösungen nutzen.

Die Mitglieder der Vereinigung sind Anbieter von 3D-Bauteilen aus Europa, Asien und den USA, die laut Aussage der Amerikaner über ein hohes Maß an Fachwissen im Bereich der additiven Fertigung, ein robustes Qualitätsmanagement, End-to-End-Fertigungsprozesse und über die Möglichkeit verfügen, eine Serienfertigung durchzuführen. Zum Network gehören derzeit GKN Powder Metallurgy, GoProto, Forecast 3D, Jabil, Materialise, Parmatech und ZiggZagg NV.

 

Weitere Artikel dieser Ausgabe