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Feedback zur Rubrik ‚Meinung‘

Ausgabe-Nr.: 12/2020

„Zu Ihrem Artikel möchte ich mit diesem Schreiben verstärken, dass Ihre Leserschaft tatsächlich die notwendige Kreativität entwickelt, die jetzt und in den nächsten Jahren erforderlich ist“, reagiert ein INFO-MARKT-Kunde auf unsere Berichterstattung ‚Mit Kreativität gegen die Krise‘ in Ausgabe 11/2020. Und weiter:

„Der Artikel vermittelt einen sehr guten Überblick über die Möglichkeiten, die der MFP- und Drucker-Branche und insbesondere dem Fachhandel gegeben sind, der Krise langfristig zu trotzen. Die Wirtschaftsweisen prognostizieren, dass wir eine Rezession vor uns haben, deren Auswirkungen größer und länger sein werden als die nach der Lehmann-Pleite.

Daraus muss jeder Unternehmer folgern, dass nicht nur kurzfristige, sondern auch langfristige Maßnahmen erforderlich sind, die die Firmen in der nächsten Dekade absichern. Beratung tut not.

Eine Förderung für Beratungs-Leistungen bis zu 2.700 Euro stellt das Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (www.bafa.de) zur Verfügung. Die Soforthilfe für Kleinstunternehmen von 9.000 beziehungsweise 15.000 Euro ist quasi ein Geschenk an zirka drei Millionen Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Nach den ersten Erfahrungen muss man dem Bund und den Ländern bestätigen, hier einen tollen Job gemacht zu haben. Ich kenne Unternehmen aus NRW, die wenige Minuten nach Öffnung der Homepage am Freitag ihren Antrag gestellt haben und binnen 24 Stunden bereits die Zahlungszusage erhalten haben. Das wird in sehr vielen Fällen helfen. Was passiert aber, wenn die Geschäfts-Schließung noch einen Monat länger dauert? Viele dieser Unternehmen werden nicht wieder öffnen können. Das ist im Übrigen die wichtigste Klientel des Fachhandels. Deshalb muss er sich auf den Ausfall vieler kleiner Kunden einrichten.

Der durch den Bund aufgespannte Rettungsschirm mit Milliardenkrediten aus dem Sonderprogramm der KfW muss sich zunächst noch beweisen. Der Engpass ist die Hausbank. Im Falle belasteter Kreditrahmen werden sie zusätzlich Sicherheiten fordern (-> Artikel “Corona-Virus/Mittelstandshilfen: Massensterben unterm Rettungsschirm?”).

Für die Branche sehe ich Chancen, weil sie durch profitable vergangene Jahre und durch die Dauerschuld-Verhältnisse im Wesentlichen abgesichert ist. Interessanter Nebeneffekt ist die Möglichkeit, die KfW-Mittel zu nutzen, Beteiligungen und Unternehmen zu erwerben und darüber zu finanzieren. Mein Fazit: Es sollten alle Register gezogen werden. Zum einen die staatlichen Liquiditäts-Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen und gleichzeitig alle Schwachstellen im Unternehmen zu beseitigen. Denn nur aus dieser Kombination wird nachhaltig die Kraft erwachsen, diese Krise gesund zu überstehen.“

 

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