E-Commerce

Smartphone-Shopping legt zu

Ausgabe-Nr.: 7/2019

Gero Furchheim, Präsident beim Bundesverband E-Commerce und Versandhandel: „Trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten durch den nahen Brexit und Probleme der EU, global aufgeflammter Handels-Konflikte und manch deutschem Koalitions-Krach war unsere Branche 2018 wieder sehr erfolgreich und hat das Wachstum gut vorbereitet gestemmt.“

Der Online-Handel in Deutschland boomt. Nach einer Verbraucher-Studie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel e.V. ist der Brutto-Umsatz mit Waren aus dem E-Commerce im Jahr 2018 um 11,4 Prozent auf 65,10 Milliarden Euro angewachsen. Laut einer Umfrage des Berliner Digitalverbands Bitkom sind 56 Millionen Bundesbürger inzwischen dem Kaufrausch im Internet verfallen. 97 Prozent der deutschen Verbraucher mit Internet-Zugang erwarben 2018 Produkte online.

 

„Trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten durch den nahen Brexit und Probleme der EU, global aufgeflammter Handels-Konflikte und manch­deutschem Koalitions-Krach war unsere Branche 2018 wieder sehr erfolgreich und hat das Wachstum gut vorbereitet gestemmt“, nimmt Gero Furchheim, Präsident des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel e.V. in Berlin, Stellung zur Entwicklung des Online- und Versandhandels.

Die Mehrheit der Konsumenten (62 Prozent) kaufte 2018 im Netz per Laptop ein. Das Smartphone holt in dieser Statistik aber rasant auf (-> Grafik 3). Während im Jahr 2014 lediglich 20 Prozent auf das Smartphone zum Online-Shopping zurückgriffen, so waren es 2018 bereits 50 Prozent. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen verwenden sogar acht von zehn Befragten (78 Prozent) ihr Smartphone zum Shoppen. „Online-Shops müssen für den mobilen Zugang und kleine Bildschirme optimiert werden, um erfolgreich Kunden ansprechen zu können. Im nächsten Schritt sollte es darum gehen, auch den Einkauf per Sprachassistent einfach möglich zu machen“, resümiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Verbraucher stellen gewisse Anforderungen an einen Online-Shop. 83 Prozent nennen den Preis als ausschlaggebendes Kriterium. 65 Prozent begrüßen das Angebot von mehreren Alternativen für die Zahlungen. Und bei 62 Prozent fördert eine kostenfreie Lieferung die Kauf-Entscheidung.

Bevor es zu einer konkreten Kaufentscheidung kommt, informieren sich 93 Prozent der Umfrage-Teilnehmer zunächst in Form einer Online-Recherche. Die wichtigsten Kaufhilfen stellen hierbei Kunden-Bewertungen (63 Prozent), Preis-Vergleichs-Seiten (55 Prozent), Webseiten der Shop-Betreiber (47 Prozent) und Test-Berichte (45 Prozent) dar. „Kunden nutzen das Internet zunehmend als Informationsquelle, bevor sie auf den Kaufen-Button drücken. Mit transparenten und unabhängigen Bewertungen auf ihrer Homepage können Online-Shops Orientierung bieten und sich gleichzeitig positiv von anderen Online-Händlern absetzen“, rät Rohleder.

 

 

Weitere Artikel dieser Ausgabe