drupa-Verlegung/Messe Düsseldorf

„Durchweg positive Reaktion“

Ausgabe-Nr.: 11/2020

Sabine Geldermann, Director drupa und Global Head Print Technologies bei der Messe Düsseldorf: „Die Reaktion unserer internationalen Kunden und Partner auf die Verschiebung war durchweg positiv und wir sind uneingeschränkt auf großes Verständnis sowie hohe Akzeptanz gestoßen.“

Der Corona-Virus wirft die Pläne der drupa-Organisatoren völlig über den Haufen. Daher wurde die Veranstaltung konsequenterweise auf den 20. bis 30. April 2021 verschoben. Nun nimmt Sabine Geldermann, Director drupa und Global Head Print Technologies bei der Messe Düsseldorf, Stellung zu den Hintergründen für diese Entscheidung. Zudem blickt sie bereits auf das kommende Jahr und spricht über die Neuansetzung des Events. – Ein Auszug.

Messe Düsseldorf: Frau Geldermann, was war der ausschlaggebende Faktor für die Verschiebung der drupa?

Geldermann: Wir folgen damit der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung, bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen die Prinzipien des Robert Koch-Instituts zu berücksichtigen, und haben daher die Lage neu bewertet.

Messe Düsseldorf: Aufgrund welcher Kriterien haben Sie den neuen Termin festgelegt?

Geldermann: Das Jahr 2020 wäre „unter normalen Umständen“ eine Messe-Rallye gewesen. Denn von August vergangenen Jahres bis kommenden Juni hätten nahezu alle großen Düsseldorfer Weltleit-Messen stattfinden sollen – mit der drupa als Finale. Durch Corona und die behördlichen Restriktionen wurden bereits sieben für dieses Frühjahr geplante Fachmessen in das zweite Halbjahr 2020 und in das Frühjahr 2021 verschoben.

Da wir für die drupa aufgrund von Aufbau, Laufzeit und Abbau ein Zeitfenster von rund zwei Monaten benötigen, gab es nur begrenzte Optionen. Der gewählte Termin vom 20. bis 30. April 2021 ist nach Abwägung aller Parameter und mit Blick auf den internationalen Messekalender der frühest- und bestmögliche, den wir gemeinsam mit unserem Präsidenten und dem VDMA als Trägerverband abgestimmt haben.

Messe Düsseldorf: Wie hat die Druckindustrie auf die Entscheidung reagiert?

Geldermann: Die Reaktion unserer internationalen Kunden und Partner auf die Verschiebung war durchweg positiv und wir sind uneingeschränkt auf großes Verständnis sowie hohe Akzeptanz gestoßen.

Messe Düsseldorf: Aussteller arbeiten mit ihren Neuheiten traditionell auf den drupa-Termin hin. Sieht sich die drupa jetzt konfrontiert mit alternativen, virtuellen Präsentations-Formaten?

Geldermann: Unsere Aussteller werden sicherlich bereits in diesem Jahr einige ihrer Innovationen präsentieren und hierfür unterschiedliche Formate wie Kundenevents oder digitale Plattformen nutzen. Diese können den aktuell entstandenen Bedarf jedoch nur überbrücken – einen vollumfänglichen Ersatz für eine Fachmesse mit weltweiter Strahlkraft bieten diese aus unserer Sicht jedoch nicht.

Messe Düsseldorf: Hat das Rahmenprogramm weiter Bestand?

Geldermann: Unser Rahmenprogramm der fünf Sonderforen hat bereits zum jetzigen Zeitpunkt durch ein faszinierendes Spektrum an Formaten, renommierten Speakern und spannenden Themenfeldern beeindruckt. Oberste Priorität ist es, unseren Besuchern hoch relevante, inspirierende und nachhaltig wertvolle Inhalte zu bieten. Das Vortragsprogramm wird durch Guided Tours abgerundet und war bereits über unser Portal für Buchungen verfügbar. Unser Bestreben liegt nun natürlich darin, das Programm so weit wie möglich auf den Termin im April anzupassen und zu übertragen.

 

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