Dell EMC

Nächster Schritt in Richtung KI & HPC

Ausgabe-Nr.: 24/2019

Thierry Pellegrino, Vice President HPC bei Dell: „Wir haben Dell EMC Ready Solutions als getestete und validierte Konfigurationen entwickelt, die unseren Kunden helfen, einfacher und schneller von HPC- und KI-Technologien zu profitieren und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.“

Die Amerikaner präsentierten auf dem High-Performance-Computing-Kongress ‚ISC 2019‘ in Frankfurt (16. bis 20. Juni) neue Lösungen, Referenz-Designs, Services und Partnerschaften, die den Einsatz von KI, Deep Learning und High Performance Computing (HPC) fördern und vereinfachen sollen. Außerdem erweitert das Unternehmen seine ‚Virtual Edge Platform‘ durch die Zertifizierung und Bereitstellung der Adva-Ensemble-Software.

„Unternehmen setzen zunehmend HPC- und KI-Technologie als Werkzeuge ein, um einen maximalen Nutzen mit ihren Daten zu erzielen. Die Implementierung dieser Technologien kann komplex sein, daher konzentrieren wir uns darauf, sie für Unternehmen jeder Größe einfacher zu gestalten. Wir haben Dell EMC Ready Solutions als getestete und validierte Konfigurationen entwickelt, die unseren Kunden helfen, einfacher und schneller von HPC- und KI-Technologien zu profitieren und Wettbewerbsvorteile zu erzielen“, begründet Thierry Pellegrino, Vice President HPC bei Dell Inc. in Round Rock (Austin), die Aktivität in diesen Technologie-Segmenten.

Der Hersteller dehnt sein Portfolio an Ready Solutions für KI mit ‚Deep Learning with Intel‘ weiter aus. Mit dieser neuen Lösung können Unternehmen angeblich die Anforderungen von Datenwissenschaftler- und IT-Teams erfüllen und somit von Deep Learning profitieren. Die Ready Solutions umfassen vorkonzipierte und validierte Lösungen für Anwendungs-Szenarien in den Bereichen Machine und Deep Learning. Analysen des Marktforschers ‚Enterprise Strategy Group‘ zufolge reduziert ‚Deep Learning with Intel‘ im Vergleich zu einer Applikation, die in einer Public Cloud läuft, die Gesamt-Betriebskosten um rund 24 Prozent und soll gleichzeitig die doppelte Rechenzeit sowie die zehnfache Speicherkapazität bieten.

Die Erweiterung stellt die erste Lösung dar, die auf Nauta, einer von Intel angeführten Open-Source-Initiative für verteiltes Deep Learning mit Kubernetes (Open-Source-System), basiert. Laut den Amerikanern erhalten Nutzer nach der Bereitstellung einen Zugang zu KI-basierten Applikationen, mit denen sie sich auf die Konzeption wertschöpfender Modelle konzentrieren können und sich nicht um den Aufbau einer zugrundeliegenden IT-Infrastruktur kümmern müssen. Das technologische Fundament der Ready Solutions bilden PowerEdge-Server (-> INFO-MARKT Nr. 16/2019), PowerSwitche sowie der Scale-Out-NAS-Speicher ‚Dell EMC Isilon‘ (-> INFO-MARKT Nr. 13/2019).

Des Weiteren baut das Unternehmen die Ready Solutions für HPC Digital Manufacturing um neue und upgedatete Designs für Altair HyperWorks, ANSYS Fluent, ANSYS Mechanical, Dassault Systèmes Simulia, Lstc LS-Dyna und Siemens Simcenter Star-CCM+ aus. Nach Angaben des Herstellers kombinieren diese Designs die Flexibilität kundenspezifischer HPC-Systeme mit der Geschwindigkeit, Einfachheit und Zuverlässigkeit vorkonfigurierter Systeme und ermöglichen es Unternehmen aus den Bereichen ‚Fertigung‘, ‚Engineering‘ und ‚Entwicklung‘, komplexe Design-Simulationen durchzuführen – einschließlich Strukturanalyse und CFD (Computational Fluid Dynamics). Die neuen Anwendungen für HPC Digital Manufacturing nutzen PowerEdge-Server, Po­werSwitche und PowerVault-Speichersysteme und werden mit zusätzlichen Service-Optionen unterstützt.

Zu den Services: Die ‚Dell Technologies Consulting Services‘ helfen Anwendern bei der Implementierung und Inbetriebnahme der Ready Solutions für KI-Technologien und -Bibliotheken. Nach der Implementierung sollen ProSupport-Experten Kunden mit einem umfassenden Hardware- und Software-Support zur Seite stehen, um eine optimale Systemleistung zu gewährleisten und Ausfallzeiten zu minimieren. Ferner beinhalten die ‚Education Services‘ Kurse und Zertifizierungen in den Gebieten ‚Data Science‘ und ‚Advanced Analytics‘, die Nutzer in Anspruch nehmen können. Zudem wurden die Dienstleistungs-Pakete ‚ProDeploy‘ und ‚ProSupport Enterprise Suite‘ um ‚ProDeploy für HPC‘ und ‚ProSupport Add-on für HPC-Services‘ erweitert. Damit können Unternehmen den Implementierungs-Prozess einer HPC-Lösung angeblich einfach gestalten – angefangen von der Installation und Konfiguration bis hin zum laufenden Support.

Zu den KI- und HPC-Kooperationen: Der Hersteller geht neue Partnerschaften mit appliedAI und Mosaicrown ein. Bei applied­AI handelt es sich um eine der größten gemeinnützigen Initiativen Europas für den Einsatz von KI-Technologien. Dell übernimmt für jene die Rolle eines strategischen Technologie-Partners und greift appliedAI sowohl mit Hardware als auch mit Beratung und Services unter die Arme. Das Mosaicrown-Projekt zielt dagegen darauf ab, neue, die Privatsphäre bewahrende Datenmärkte für Data Sharing und die kollaborative Analyse in Multi-Owner-Szenarien aufzubauen. Das Projekt-Konsortium wird von der Universität Mailand geleitet und von Partnern wie Dell Technologies, Mastercard und SAP gefördert.

Zur Verfügbarkeit der Features: ‚Deep Learning with Intel‘ ist ab sofort vorkonfiguriert mit dem ‚Open Source TensorFlow Distributed Deep Learning Framework‘ und Bibliotheken für die Datenmodellierung erhältlich. Die Applikationen für HPC Digital Manufacturing können ebenfalls ab sofort erworben werden.

Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen von nun an die Adva-Ensemble-Software des Münchner Netzwerk-Spezialisten Adva und bietet mehr als 50 integrierte virtuelle Netzwerk-Funktionen für die eigene Virtual Edge Platform. Das Netzwerk-Softwarepaket unterstützt eine Vielzahl von virtuellen Netzwerkfunktionen, darunter eine virtuelle Firewall, WAN-Optimierung, IoT, virtuelle Tests, Sprache und Wireless. Bei der Virtualisierung des Netzzugangs geht es darum, Netzwerkfunktionen auf einer gemeinsamen Plattform bereitzustellen, anstatt teure Hardware mit fixer Funktionalität einzukaufen. Angeblich lässt sich über eine Software-definierte Architektur, Open Networking und eine Virtualisierung der Netzwerkzugang optimieren, die Cloud besser nutzen und die digitale Transformation eher realisieren.

„Es besteht ein echter Bedarf unter Service-Providern und Unternehmen, den Netzwerkbetrieb zu modernisieren, um verteilte und Cloud-basierte Anwendungen besser adressieren zu können und so die verbesserte Wirtschaftlichkeit zu nutzen. Durch die Integration von Open Networking in Zugangsnetzwerke für Cloud-Infrastrukturen mit der Virtual-Edge-Platform-Familie hilft Dell EMC Kunden bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur, der Transformation ihres Betriebs und bei der automatisierten Bereitstellung von Diensten und Prozessen“, sagt Tom Burns, Senior Vice President & General Manager, Networking & Solutions, bei Dell Inc. in Santa Clara.

Die Vereinbarung mit Adva erlaubt Anwendern Zugang zum ‚Ensemble Harmony Ecosystem‘, einem Multi-Vendor-Partnerprogramm für virtuelle Netzwerkfunktionen. Es ermöglicht Kunden, die Bindung an einen Anbieter zu vermeiden, und schafft angeblich die Möglichkeit, Service-Innovationen in kurzer Zeit zu implementieren. Weiterhin besitzen Service-Provider und Unternehmen mit dem ‚Ensemble Connector‘ die Option, Produkte zu entwickeln und ‚try-before-you-buy‘-Angebote für neue Lösungen zu erstellen. Die Adva-Ensemble-Software für die Virtual Edge Platform ist ab sofort erhältlich.

 

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