Dell

Großer Release-Marathon

Ausgabe-Nr.: 21/2020

Neues Business-Notebook Latitude 7410 von Dell: Das Gerät lässt sich nun auch als 2-in-1-Convertible konfigurieren und ist mit einem 4K-Bildschirm mit Low-Blue-Light-Technologie bestückt.

Der IT-Hersteller bringt eine neue Sicherheits-Lösung sowie eine neu konzipierte Storage-Plattform auf den Markt. Darüber hinaus wurde das Produkt-Portfolio um Touchscreens für den industriellen Einsatz, Business-PCs und Open-Source-Netzwerkanwendungen für Rechenzentren erweitert.

„Auf dem Weg zur digitalen Transformation müssen Unternehmen ständig abwägen: Sie sehen sich einerseits mit einer rasant wachsenden Anzahl an Workloads konfrontiert, andererseits haben sie einen engen finanziellen Rahmen und stehen vor der Herausforderung, die Komplexität der bestehenden IT-Infrastruktur zu reduzieren. Dell EMC PowerStore verbindet Technologie der nächsten Generation mit einer neuartigen Software-Architektur und stellt damit eine Infrastruktur bereit, die Unternehmen bei allen diesen Anforderungen unterstützt“, erklärt Christian Winterfeldt, Director Sales Modern Datacenter bei der Dell GmbH in Frankfurt.

Bei dem oben genannten Produkt handelt es sich um eine neue Midrange-Storage-Plattform. Die von Grund auf neu konzipierte Lösung mit „datenzentrischem Design, intelligenter Automatisierung und anpassungsfähiger Architektur“ wurde gezielt entwickelt, um Unternehmen ein modernes Datenmanagement – unabhängig von der Struktur ihrer Daten und dem Speicherort – zu ermöglichen und gleichzeitig den IT-Betrieb spürbar zu vereinfachen. Dell EMC PowerStore soll eine Verfügbarkeit von 99,99 Prozent bieten und die IT-Infrastruktur verbessern, indem es mit seiner Scale-up- und Scale-out-Architektur für Block-, Datei- und VMware Virtual Volumes (VVOLs) eine breite Palette herkömmlicher, aber auch moderner Workloads unterstützt.

Die Speicher-Plattform verfügt über eine IOPS (Input/Output Operations Per Second)-Performance, die bis zu sieben Mal höher ist als die der bisherigen All-Flash-Midrange-Flaggschiffe von Dell. Dafür sorgen das durchgängige NVMe-Design und die Unterstützung von Storage Class Memory als dauerhafter Speicher, der von Dual-Port Intel Optane SSDs betrieben wird. Das Produkt eröffnet durch maschinelles Lernen sowie Automatisierung eine schnellere Bereitstellung von Anwendungen und Services „bei bis zu 99 Prozent weniger Personalaufwand“.

Des Weiteren verkürzt das Tool die Zeit für die Applikations-Bereitstellung angeblich von Tagen auf Sekunden. Das wird durch eine VMware-Integration sowie die Unterstützung führender Management- und Orchestrierungs-Frameworks wie Kubernetes, Ansible und VMware vRealize Orchestrator erreicht. Neue native Tools innerhalb des PowerStore-Manager-Assistenten sollen es Unternehmen zudem erlauben, komplette Migrationen mit weniger als zehn Klicks zu automatisieren. Für die Migration von vorhandenen Dell-EMC-Speicherlösungen wie die Unity-, SC- und PS-Serie sowie VNX und XtremIO steht eine Vielzahl unterbrechungsfreier Optionen zur Verfügung.

Zur neuen Sicherheitslösung: Mit der Überwachungs-Software ‚SafeBIOS Events & Indicators of Attack (IoA)‘ führt der Hersteller eine Applikation in den Markt ein, die Schadprogramme im BIOS von Dell-PCs automatisch aufspürt und Administratoren durch Warnmeldungen über vorhandene Modifikationen informiert. Wenn eine Konfigurations-Änderung als Bedrohung erkannt wird, können infizierte PCs schnell lokalisiert und unter Quarantäne gestellt werden. Das ist auch während eines laufenden Angriffs möglich. Die SafeBIOS-Anwendung wird ergänzend zu Antivirus-Programmen eingesetzt, die nur im Betriebssystem aktiv sind und deshalb keinen Zugriff auf die System-Firmware haben.

BIOS-Malware gilt als besonders gefährlich, da sie nicht nur Virenscans entgeht, sondern auch dann aktiv bleibt, wenn das Betriebssystem komplett gelöscht und neu installiert wurde. Eine im Rahmen der Forrester-Studie ‚BIOS Security – The Next Frontier for Endpoint Protection‘ erfolgte Befragung ergab, dass 63 Prozent aller Unternehmen innerhalb eines Jahres aufgrund einer ausgenutzten Sicherheitslücke auf Hardware- und Chip-Ebene eine Kompromittierung ihrer Daten oder einen Datenverlust erlebt hatten. ‚SafeBIOS Events & IoA‘ ist für alle Dell-PCs erhältlich.

Zum Ausbau des Display-Portfolios: Der IT-Anbieter nimmt ab sofort Touchscreens von Faytech in sein ‚OEM | Embedded & Edge (OE&E)-Portfolio‘ auf. Das Display-Sortiment von Faytech deckt eine Vielzahl industrieller Einsatz-Szenarien ab und reicht von kleinen PoS (Point of Sales)-Displays über mittelgroße Bildschirme als Mensch-Maschine-Schnittstelle bis hin zu großformatigen Systemen für die Darstellung von Dashboards und die Kollaboration.

Mit seinen OEM-Lösungen richtet sich Dell an Anwender, die in herausfordernden Industrie- und Büroumgebungen tätig sind. Die Industrie-Automation ist ein Beispiel für solche unternehmenskritischen Anwendungen: Dort müssen Daten wie der Maschinen- und Anlagenstatus nahezu in Echtzeit zur Verfügung stehen. Dabei sind Maschinendaten häufig auf verschiedene Systeme verteilt. Durch den Einsatz von langlebigen Touchscreens haben Anwender in der Fertigung alle nötigen Informationen im Blick.

Zu den neu herausgebrachten Business-PCs: Das Unternehmen aktualisiert unter anderem sein Latitude-Sortiment. Mit den Latitude-9000-Modellen startet der Hersteller eine komplett neue Reihe an Premium-Notebooks und -Convertibles für den Business-Einsatz. Zudem wurde die Latitude-7000-Serie erneuert. Beide Reihen besitzen lange Akkulaufzeiten, eine breite Auswahl an Anschluss-Möglichkeiten, Displays mit schmalen Rändern, Intel vPro CPUs der zehnten Generation und Intel Wi-Fi 6.

Das Latitude 9510 bietet zum Beispiel eine Akkulaufzeit von bis zu 34 Stunden und ist der erste Project-Athena-verifizierte Business-PC mit Intel vPro CPUs der zehnten Generation. Zu den neuen Geräten der 7000-Serie zählen die Business-Notebooks Latitude 7410 mit 14 Zoll und Latitude 7310 mit 13 Zoll. Beide Modelle lassen sich nun auch als 2-in-1-Convertible konfigurieren. Das Latitude 7410 ist als erster Business-PC von Dell mit einem 4K-Bildschirm mit Low-Blue-Light-Technologie bestückt. Sie sorgt für eine bessere Ablesbarkeit und schont die Augen.

Zu den Open-Source-Netzwerk­anwendungen: Der IT-Anbieter kündigt weiterhin eine Reihe von vollständig unterstützten Open-Source-Netzwerklösungen unter dem Namen ‚Enterprise SONiC Distribution‘ an, die Unternehmen bei der Modernisierung und Vereinfachung des Betriebs und der Verwaltung ihrer Rechenzentren helfen soll. „Mit dem Business-Angebot für SONiC können Cloud-Anbieter und große Unternehmen auf produktionsbereite Tools, Services und Support zurückgreifen, für die zuvor erhebliche eigene Investitionen in Technologie-Teams erforderlich waren“, erklärt der Hersteller.

Kunden erhalten eine Full-­Stack-Unterstützung mit Enterprise-­Funktionen und erweiterten Features, die über die Basis-SONiC-Distribution hinausgehen. Sie können die Hardware- und Software-Plattform wählen, die ihren Anforderungen am besten entspricht, und die Vorteile von Open Source nutzen, ohne auf Support, Sicherheit oder einfache Integration in ihre eigenen IT-Umgebungen verzichten zu müssen.

 

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