Compass Gruppe

Auf gutem Weg

Ausgabe-Nr.: 42/2018

Teilnehmer auf der Compass-Jahresveranstaltung: Sehr erfolgreich sind die Unternehmer des Compass-Arbeitskreises Paper-Output, die sich schon frühzeitig in einem Strategieprozess mit dem Markt und dem eigenen Geschäftsmodell auseinandersetzten.

Die renommierte und erfolgreiche Händler-Gruppe konnte anlässlich ihrer diesjährigen Jahrestagung auf ein 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Angesichts der Turbulenzen des von Technologie und Verdrängung getriebenen Marktes ist dieses Ergebnis als eine außerordentliche Leistung der Unternehmer der Mitglieds-Firmen zu bewerten. – Seltsam nur, dass der Geschäftsführer, entgegen seinem sonst üblichen Habitus, geneigt war, dieses hell leuchtende Licht fast unter den Scheffel zu stellen.

 

„Eigentlich sind 30 Jahre kein Jubiläum zum Feiern“, begrüßte Dirk Henniges, Geschäftsführer der Compass Gruppe GmbH & Co. KG in Overath, die Teilnehmer auf der diesjährigen Unternehmer-Tagung auf Mallorca. Gefeiert wurde aber trotzdem. Und den Versand der PR-Meldungen zu diesem Ereignis ließ sich die Compass-Geschäftsführung gleichwohl auch nicht nehmen. „Denn der Austausch zwischen unseren Häusern und deren wichtigsten Partnern ist uns immer ein Anliegen“, beschreibt Henniges seine Herzens-Angelegenheit. Der INFO-MARKT hat dieses denkwürdige Ereignis bereits vorher in besonderer Weise begleitet und in der vorletzten Ausgabe Kyocera Deutschland mit einer ganzseitigen Anzeige eine Plattform für eine Grußbotschaft bereitgestellt (-> INFO-MARKT Nr. 40/2018).

Die Highlights in Spanien: Beim „Open Mind Day“, einem neuen Format, hörten die Teilnehmer Vorträge von drei Referenten. Das Thema: Digitalisierung im Mittelstand. Einer der Redner: Wolfgang Bosbach, einer „der profiliertesten deutschen Innenpolitiker“, so die Ankündigung für das Auditorium. Aber seit seinem Abschied von der Politik ist er in der Öffentlichkeit nur noch von eingeschränkter Relevanz. Gleichwohl gab er in Sachen Digitalisierung „einen interessanten Einblick in die politischen Rahmenbedingungen.“ – Die können nach unserer Kenntnis angesichts des abgehobenen Gezänks in Berlin über ein eigenes digitales Ministerium und der chronischen ländlichen Unterversorgung mit einem High-Speed-Internet eigentlich nur von katastrophaler Beschaffenheit sein.

Christian Baudis, als ehemaliger Geschäftsführer von Google Deutschland dort nicht mehr auf der Pay-Roll, zeigte auf, welche „digitalen Geschäftsmodelle bereits auf dem Markt sind, welche Techniken dahinterstecken und wo Ansätze für den deutschen Mittelstand verborgen liegen“. Und schließlich Prof. Dr. Rüdiger Kabst von der Universität Paderborn. Er schilderte, wie in seinem Innovationsquartier „garage33“ gemeinsam mit Studenten innovative und digitale Geschäftsmodelle für und mit Endkunden entwickelt werden.

Die anschließende Podiumsdiskussion mit den drei Referenten wurde von Frank Grünberg moderiert. Er war Chefredakteur vom INFO-MARKT und ist in unserem Verlag, der immerhin 2019 ein 40-jähriges Jubiläum feiern kann, seit Ende letzten Jahres ‚out of business‘.

Sehr erfolgreich sind die Unternehmer des Compass-Arbeitskreises Paper-Output, die sich schon frühzeitig in einem Strategieprozess mit dem Markt und dem eigenen Geschäftsmodell auseinandersetzten. Daraus entstanden einige Arbeitsgruppen und Projekte. So soll aktuell die DPO-Qualifizierung der Compass Gruppe weiterentwickelt und eine neue Rolle „DPO Prozessberater“ etabliert werden, um auf die immer komplexeren Anforderungen beim Kunden bestens vorbereitet zu sein.

Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Ideen für neue innovative Lösungen, die auf dem Markt ein Alleinstellungsmerkmal darstellen, und mit Lösungen für die Erweiterung und Ergänzungen des momentan bestehenden Geschäftsmodells. Verschiedene Lösungen wurden bereits grob erarbeitet. Diese werden nun gemeinsam mit einem Design Thinking Coach bearbeitet und präzisiert. Im Zuge des Projektes BigData wurden Gespräche mit Beratern und geeigneten Technologiepartnern geführt. Sowohl IBM als auch Microsoft sind dabei mit spezialisierten Partnern für Data-Analysis und Business Intelligence Expertise im Gespräch.

Einige Unternehmen der Compass Gruppe beschäftigen sich ebenfalls mit der Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells Richtung Digitalisierung. eWLAN steht nicht nur für WLAN as a Service, sondern die eWLAN-Premium-Partner beraten ihre Kunden bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Für Unternehmen steht ein Selfcheck im Web zur Verfügung, der Interessenten einen ersten Hinweis auf den Grad ihrer Digitalisierung gibt.

Und: Die Max Müller GmbH & Co. KG aus Bremen, bisher assoziiertes Unternehmen im Arbeitskreis Paper-Output, wurde als Gesellschafter der Compass Gruppe aufgenommen.

Insgesamt befindet sich die Compass Gruppe auf einem vergleichsweise sehr guten Weg. Da die neuen Cloud- und Managed-Service-Angebote Veränderungen in der Wertschöpfungskette bewirken und eine Neupositionierung aller Marktteilnehmer erfordern, ist die Händler-Gruppe mit Arbeitskreisen sowie einem Gremium von Spezialisten bereits seit Mitte letzten Jahres damit beauftragt, sich intensiv mit den Cloud- und Managed-Service-Angeboten von Distribution, Herstellern sowie neuen Anbietern im Markt auseinanderzusetzen (-> INFO-MARKT Nr. 27/2017).

 

 

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