Compass-Gruppe

Wandel zum Digital-Dienstleister

Ausgabe-Nr.: 12/2018

Compass-Geschäftsführer Dirk Henniges: „Wir verzeichnen bei der Ausstattung von Rechenzentren einen Anstieg der Nachfrage. Das zeigt, dass die Akzeptanz für Cloud-Leistungen im Markt weiter zunimmt.“

Der Systemhaus-Verbund aus Nordrhein-Westfalen blickt zufrieden auf die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres zurück, in dem zum ersten Mal umsatzmäßig die Marke von 200 Millionen Euro übersprungen wurde. Optimistisch gibt man sich auch im Hinblick auf 2018. Denn die Compass-Unternehmen positionieren sich erfolgreich bei der sich beschleunigenden Konsolidierung des Marktes und wachsen nicht nur organisch, sondern zunehmend auch anorganisch. Betrübnis gibt es nur bei der Personalakquise. Denn Spezialisten sind gefragt wie noch nie.

 

„Wir sind mit der Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden, wobei wir besonders von einem sehr starken 4. Quartal in 2017 profitierten. Neben unserem Kerngeschäft (Zentraleinkauf) erreichten wir sehr gute Fortschritte in unseren Projekten der operativen und fachlichen Zusammenarbeit.  Trotz Preisverfall, vor allem im Paper-Output-Segment, konnten wir 2017 unsere Umsätze in diesem Bereich noch ausbauen. Doch das fordert eine immer größere Kraftanstrengung“, kommentiert Dirk Henniges, Geschäftsführer der Compass Gruppe GmbH & Co KG, die Jahresergebnisse 2017.

Der Systemhaus-Verbund aus Overath steigerte im Berichtszeitraum die Erlöse um 8,6 Prozent auf 213 Millionen Euro. Damit knackte das Unternehmen die 200-Millionen-Euro-Marke und übertraf die geplanten Umsatzziele deutlich. Trotz eines starken Preisverfalls im wichtigen Geschäftsbereich Managed Print Services (MPS) ist es gelungen, auch hier zusätzliche Marktanteile zu gewinnen und zu wachsen. Die Umsatz-Treiber der operativen IT-Häuser waren vor allem die Produktgruppen Security, Storage und Netzwerktechnologien – im Besonderen eWLAN. Die im Vordergrund stehenden Geschäftsfelder sind Storage, Digitalisierung, Datenschutz, Security und damit verbundene Managed Services.

Natürlich, so Henniges, hilft allen Marktteilnehmern das gute konjunkturelle Umfeld. Die deutsche Wirtschaft wächst weiter und die Dienstleistungen und Produkte werden überdurchschnittlich nachgefragt. Dabei positionieren sich die Compass-Unternehmen erfolgreich bei der sich beschleunigenden Konsolidierung des Marktes und wachsen nicht nur organisch, sondern zunehmend auch anorganisch.

Themen rund um die Digitalisierung der Wirtschaft werden auch im Mittelstand zunehmend nachgefragt

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Compass-Geschäftsführer bei einem „gleichbleibenden konjunkturellen Umfeld“ einen weiteren Anstieg der Erlöse. Dabei sind die Themen rund um die Digitalisierung der Wirtschaft mittlerweile „omnipräsent“ und werden auch im Mittelstand immer mehr nachgefragt. „Wir verzeichnen vor allem bei der Ausstattung von Rechenzentren einen Anstieg der Nachfrage. Das zeigt, dass die Akzeptanz für Cloud-Leistungen im Markt weiter zunimmt“, sagt Henniges. Im Paper-Output-Bereich kämpft die Compass-Gruppe hingegen „weiterhin mit einem starken Preisverfall“, wobei sie sich jedoch umsatzmäßig  gegen diese Entwicklung, vor allem durch den Bereich Solutions, gut durchsetzt.

Auf unsere Frage, welche wesentlichen Herausforderungen die Mitglieder in 2018 bewältigen müssen, antwortete Henniges mit folgendem Statement: „Der Personalmangel trifft unsere Branche hart. Spezialisten sind gefragt wie nie. Auch hier arbeiten wir intensiver daran, noch gezielter diese Spezialisten im Markt anzusprechen. Die Digitalisierung wird im Mittelstand immer mehr zu einer realen Thematik. Denn die Budgets bei den Anwendern wandern zunehmend in die Fachabteilungen. Mit passgenauen Lösungen gewinnen wir daher Projekte. Die Unternehmen müssen sich also wandeln: vom ITK-Anbieter hin zum Digitalisierungs-Berater und Dienstleister.“

 

 

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