Cisco

Neue Produkte für 5G-Netze

Ausgabe-Nr.: 12/2020

Dirk Wettig, Client Director Deutsche Telekom bei Cisco Systems: „Mit hochskalierbaren Architekturen und Bereichs-übergreifenden Lösungen können unsere Kunden ihren Umsatz steigern, Kosten senken und Risiken mindern. Auf dem Weg zu einem profitablen 5G-System unterstützen wir Kunden mit Finanzierungen und flexiblen Geschäftsmodellen.“

Der Hersteller aus Garching führt neue 5G-Lösungen für Service Provider ein, damit diese die Rentabilität ihrer Infrastruktur steigern können. Das aktuelle Portfolio umfasst neue Software, Hardware und erweiterte Geschäftsmodelle, die den Wandel in Richtung 5G forcieren sollen. So geht das Unternehmen davon aus, dass im Jahr 2023 in Deutschland bereits 18,4 Prozent aller mobilen Verbindungen auf dieser Technologie basieren werden.

„Mit hochskalierbaren Architekturen und Bereichs-übergreifenden Lösungen können unsere Kunden ihren Umsatz steigern, Kosten senken und Risiken mindern. Auf dem Weg zu einem profitablen 5G-System unterstützen wir Kunden mit Finanzierungen und flexiblen Geschäftsmodellen“, betont Dirk Wettig, Client Director Deutsche Telekom bei der Cisco Systems GmbH in Eschborn.

Im Zuge der 5G-Vorbereitungen gestalten Service Provider ihre Netze so um, dass sie das erwartete Traffic-Wachstum bewältigen können. Laut dem ‚Cisco Annual Internet Report‘ gibt es 2023 weltweit rund 30 Milliarden vernetzte Geräte. Fast die Hälfte entfällt dabei auf Machine-to-Machine (M2M)-Verbindungen (-> Grafik 1). In Deutschland werden es zu diesem Zeitpunkt 823 Millionen Devices sein (2018: 478 Millionen Geräte).

Weiterhin prognostiziert der Anbieter, dass mehr als zehn Prozent aller mobilen Verbindungen in drei Jahren auf 5G basieren. Für Deutschland werden sogar 18,4 Prozent vorhergesagt. Die durchschnittliche 5G-Geschwindigkeit wird bei 736,2 Megabit pro Sekunde liegen – und damit fast 13-mal höher als die von 4G, die gleichermaßen ansteigt: zwischen 2018 und 2023 von 30,4 auf 57,2 Megabit pro Sekunde.

Trotz dieses starken Anstiegs von 5G wird der Großteil der Verbindungen (69 Prozent) nach wie vor über WLAN oder feste Breitbandnetze abgedeckt werden. Auch hier wird zurzeit ein neuer Standard ausgerollt, der für die Vernetzung des Innenraums eine ähnlich grundlegende Rolle spielt wie 5G für den Mobilfunk: Wi-Fi 6 (802.11ax). Die Vorteile dieser neuen Generation sind höhere Geschwindigkeit, reduzierte Latenzzeiten und vor allem eine breitere Geräte-Abdeckung. Jene Attribute sind angesichts steigender Nutzerzahlen auch dringend notwendig. Denn bis zum Jahr 2023 wächst der Anteil aller Internetnutzer in Deutschland von 82 Prozent (68,4 Millionen Bürger) auf 88 Prozent (74,1 Millionen Bürger).

Zu den neuen Angeboten: Das Unternehmen möchte Service Providern, die häufig Hardware, Software und Services von verschiedenen Anbietern nutzen, fortan eine einheitliche Grundlage bieten. So entwickelten die Süddeutschen den neuen ‚Cloud Services Stack for Mobility‘. Hierbei handelt es sich um eine Cloud-basierte Lösung für Mobilfunk-Packet-Kernnetze. Diese soll die Implementierung von 4G- und 5G-Diensten beschleunigen, Integrationskosten senken und die Komplexität reduzieren. Zudem verfügt sie über eine integrierte NFVI-Plattform mit Funktionen für Sicherheit und Automatisierung. Die Anwendung läuft auf Basis von Cisco UCS und Cisco Nexus.

Außerdem benötigen 5G-Services eine geringere Latenzzeit und besitzen deutlich mehr Bandbreite als 4G-Dienste. Der ‚Cloud Services Stack for Content Delivery‘ ist eine Anwendung für die Bereitstellung von Inhalten. Dabei werden die Inhalte über „multi-access edge computing“-Lösungen (MEC) bis in die Zugangsnetze verteilt. Das verringert die Netzwerkbelastung und erhöht die Qualität von Video-Übertragungen. Das neue Angebot ermöglicht ein Modell zur Umsatzaufteilung zwischen Cisco und dem Service beziehungsweise Content Provider. Dadurch verbessern sich angeblich die 5G-Profitabilität und die Einbindung neuer Content-Produzenten.

Des Weiteren optimiert der ‚Cloud Services Stack for Residential‘ Netzwerkprozesse in privaten Zugangsnetzen. Die Applikation stellt eine Cloud-native Architektur für das Breitbandnetzwerk-Gateway bereit, indem sie die Steuerungs­ebene zentralisiert. Somit sollen Anwender eine höhere Netzwerkstabilität erhalten.

Darüber hinaus bringt der Hersteller neue Line-Cards für seine Aggregation Services Router (ASR) der Serie 9000 auf den Markt, die mit hochdichten 400-Gigabit-Ethernet (GbE)-Schnittstellen die Leistung mehr als verdreifachen. Die neuen Karten eignen sich Cisco zufolge vor allem für das Edge-Routing zwischen Service Providern, Rechenzentren und privaten Backbones von Unternehmen. Ein anderes neues Produkt im Sortiment ist der Net-work-Convergence-System-(NCS)-5700-Router. Das Gerät weist durch 400-GbE-Schnittstellen eine viermal höhere Performance auf.

Um auch 5G open RAN weiter zu fördern, erlauben die ebenfalls jüngst erschienenen NCS-540-5G-Fronthaul-Router einen paketbasierten Transport von CPRI-Streams (Common Public Radio Interface). Sie bieten 300 Gigabit pro Sekunde in einer Cisco-IOS-XR-Softwareumgebung vom Kern bis zum Zugangsnetz.

Zum Crosswork für „sicheres und effizientes Routing“: Service Provider können gemeinsam mit dem IT-Anbieter ihren Unternehmens-Kunden einen höheren Standard für sichere Konnektivität bereitstellen. ‚Crosswork Trust Insights‘ identifiziert dafür vertrauenswürdige Routing-Pfade. Die ‚Crosswork Optimization Engine‘ automatisiert und optimiert diese Routing-Pfade auf Basis diverser Metriken mit Hilfe von Segment-Routing.

 

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