Vitra

Comeback des Panton Chair

Ausgabe-Nr.: 02/2018

,Panton Chrome‘ von Vitra: Die Neuauflage des ,Panton Classic‘ zeichnet sich durch einen Spiegeleffekt aus.

Der süddeutsche Büromöbel-Hersteller legte auf der diesjährigen imm cologne zwei limitierte Editionen seines Klassikers auf. Nach langen Jahren gemeinsamer Entwicklung brachten Verner Panton und Vitra 1967 den Panton Chair zur Produktionsreife. Er gilt als erster aus einem Stück geformter Vollkunststoff-Freischwinger der Geschichte.

 

Im Jahr darauf konnte der Stuhl auf der Möbelmesse imm in Köln erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. 50 Jahre nach der Erstpräsentation legt die Vitra International AG, mit Sitz in Birsfelden, Schweiz, nun zwei limitierte Editionen des ikonischen Klassikers auf der Möbelmesse auf: den ‚Panton Chrome‘ und den ‚Panton Glow‘.

Das Modell ‚Panton Chrome‘ zeichnet sich durch einen Spiegeleffekt aus, der durch eine Metallisierung entsteht, die in verschiedene Lackschichten eingebettet wird. Laut Hersteller-Angaben ist der Lackaufbau einerseits flexibel genug, um die leichten Verformungen des Stuhlkörpers eines Panton Classic bei Belastung mitzumachen. Andererseits sei er so robust, dass die empfindliche Oberfläche effektiv geschützt wird.

Der ,Panton Glow‘ dagegen ist die Erweiterung des Klassikmodells. Auf die rohe Polyesterharzschale werden fünf Schichten eines mit Nachleuchtpigmenten versehenen Lacks aufgetragen und abschließend mit einem hochglänzenden Schutzlack versiegelt. Die Leuchtpigmente laden sich am Tageslicht auf und geben bei Dunkelheit ein blaues Licht ab.

Verspiegelte Ober­flächen hatten Verner Panton seit jeher fasziniert. Im Laufe seiner Karriere hat der Designer immer wieder mit verschiedenartigen Spiegeleffekten gearbeitet. Das ist an seinen Möbel- und Leuchten-Entwürfen ebenso ablesbar wie an vielen seiner expressiven Interieurs. Bereits Anfang der 1970er Jahre lotete er die Möglichkeit aus, dem Panton Chair eine verspiegelte Oberfläche zu geben. Wegen seiner dynamisch geschwungenen Formen schien ihm der Stuhl dafür besonders prädestiniert, doch lag damals eine spiegelnde Beschichtung des Stuhls wegen ihrer Kratzempfindlichkeit weit außerhalb aller technischen Möglichkeiten.

 

 

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