Unternehmens-IT

Trends 2018

Ausgabe-Nr.: 3/2018

Verizon-President George Fischer: „Für unsere Kunden wird Wandel weiterhin im Mittelpunkt stehen, doch das kann durchaus auch ein schwieriger Prozess sein – besonders angesichts des globalen Mangels an Fachkräften in wichtigen Bereichen der Unternehmenstechnologie.“

Das neue Jahr steht im Zeichen des digitalen Wandels. Viele der in den letzten Jahren vorangetriebenen Technologien wie Software Defined Networking (SDN), Internet of Things (IoT) sowie künstliche Intelligenz (KI) gehören mittlerweile zum Mainstream. Davon wird auch die Büromöbel-Branche tangiert. Denn in 2018 wird es erstmals um den Nutzen dieser Technologien für Firmen und Behörden gehen. Gewinner werden diejenigen sein, die am besten in der Lage sind, greifbare Vorteile aus Technologien zu ziehen, ohne dass dadurch ihr Betrieb komplexer wird.

 

„Für unsere Kunden weltweit wird Wandel weiterhin im Mittelpunkt stehen, doch das kann durchaus auch ein schwieriger Prozess sein – besonders angesichts des globalen Mangels an Fachkräften in wichtigen Bereichen der Unternehmenstechnologie. Wir beginnen das Jahr 2018 mit einer klaren Vorstellung von dem, was Unternehmen tun müssen, um ihre Abläufe wirklich zu ändern, und was wir dazu beitragen können“, sagt George Fischer, President der Verizon Enterprise Solutions, Inc. in New York City, USA.

Der Telekommunikations-Konzern betreibt in den USA ein Wireless-Netzwerk sowie ein Glasfasernetzwerk und stellt Unternehmen integrierte Geschäftslösungen zur Verfügung. Das Unternehmen definierte sieben Technologie-Trends im Unternehmensumfeld und deren Auswirkungen für das kommende Jahr:

  1. SDN startet durch

Software Defined Networking (SDN) ist mittlerweile rund um den Globus im Einsatz. Die Betreiber interessieren sich verstärkt dafür, wo man Sicherheit, Agilität und Flexibilität von Virtualized Network Services überall einsetzen kann. Der nächste Trend ist Application Aware Networking: Dabei geht es darum, Performance, Kapazitäten und Sicherheit von Anwendungen so zu steuern, dass man die verfügbare Bandbreite optimal ausnutzt. In einer zunehmend komplexeren Content-Welt ist dies besonders wichtig.

  1. Sicherheit geht in den Untergrund

Beim Thema Sicherheit werden wir 2018 massive Veränderungen erleben. Sie wird in die jeweilige Plattform integriert werden und deckt damit alle Aktivitäten eines Unternehmens ab. Die Rede ist von einer Ende-zu-Ende gemanagten Sicherheitsinfrastruktur für Netzwerke, Entwickler und Anwendungen. In der heutigen Bedrohungslandschaft spielt vor allem globale Reichweite eine Rolle. Offenheit und die Bereitschaft, Informationen miteinander zu teilen, um kriminelle Machenschaften online wie in der realen Welt zu bekämpfen, werden ebenfalls zur Regel werden. Mit dieser drastischen Veränderung wird die Messung der Effektivität von Sicherheit unumgänglich, damit Cyberrisiken in die Bewertung von Unternehmensrisiken einfließen können.

  1. Digitale Zusammenarbeit ist der Mindesteinsatz

Zwar haben weitsichtige Firmen und Behörden in den vergangenen Jahren die veralteten Nebenstellenanlagen abgeschafft und durch IP-basierte Telefonie ersetzt. Doch 2018 werden digitale Technologien die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz weitaus grundlegender verändern, nicht zuletzt wegen enormer Frustrationen aufgrund von Compliance-Anforderungen an Dritte. Von den Mitarbeitern wird erwartet, dass sie nahtlos auf Terminplaner-Informationen zugreifen, Dokumente gemeinsam nutzen und plattformübergreifend Konferenztelefonate anberaumen. Der Fokus liegt daher auf der Bereitstellung von Zugriffsmöglichkeiten über unterschiedliche Kanäle, um so Benutzererlebnis und Produktivität zu steigern. Software Defined Networking wird intelligentes Datenmanagement und die Zusammenschaltung von Telefonverbindungen verschiedener Plattformen vereinfachen und die Zusammenarbeit effektiver gestalten.

  1. Künstliche Intelligenz und Robotertechnik übernehmen das Internet der Dinge

Das IoT wird 2018 Bestandteil des Organisationsgefüges werden. Eine Herausforderung wird die Integration des Endgeräte-Managements in die Gesamt-IT-Struktur sein, und zwar in einer Art und Weise, mit der die Organisation nicht überfordert ist. An dieser Stelle kommen KI und Robotertechnik zum Tragen. Sie eröffnen die Möglichkeit, kostengünstig und effizient gemanagte IoT-Deployments auf intelligente Weise zu automatisieren.

  1. Menschen kontrollieren das digitale Erlebnis

Nutzer sind sich zunehmend der Macht ihrer Daten bewusst, werden wählerischer, mit wem sie sich einlassen. Marken müssen sich darüber im Klaren sein, wie sie mit Daten umgehen wollen, da Konsumenten verstärkt auf mobile, sichere, einfache Interaktion und eine höhere Privatsphäre Wert legen. Marken, die das leisten können, werden entsprechend wahrgenommen.

  1. Interoperabilität als Priorität für öffentliche Sicherheit

2017 war weltweit ein Jahr zahlreicher terroristischer Anschläge und Naturkatastrophen. Nahtlose, sichere Verbindungen zwischen rasch installierbaren Netzwerken werden 2018 ganz entscheidend im Fokus stehen, insbesondere in den USA im Zusammenhang mit FirstNet. Aufgrund von Interoperabilität profitieren Unternehmen und öffentliche Sicherheitsorganisationen von der Wahlmöglichkeit bei Netzwerken und Technologiediensten. Sie wird aufgrund des herrschenden Wettbewerbs Innovation beschleunigen und zudem zur Kostenkontrolle beitragen.

  1. Das Ziel heißt „einfach“

In einer immer komplizierter werdenden Welt hängt der geschäftliche Erfolg zunehmend davon ab, Kerngeschäft und lästige Pflichten auseinanderzuhalten. Erfolgreiche Firmen und Behörden konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft und geben kernfremde Aufgaben an ausgewählte Partner ab. Definiert wird geschäftlicher Erfolg in Zukunft über die Fähigkeit, rasch herauszufinden, wer was macht, um so Komplexität bis zu dem Punkt zu verringern, wo die Dinge einfach werden.

 

 

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