Thonet

Klassiker neu interpretiert

Ausgabe-Nr.: 02/2018

Neues Stuhlprogramm ‚118‘ von Thonet: Die Modelle verfügen über einen Sitzrahmen, der aus einem Stück gebogen wurde, sowie eine mit Rohrgeflecht bespannte Sitzfläche.

Der hessische Möbel-Hersteller stellte auf der diesjährigen imm cologne erstmals ein neues Stuhlprogramm vor. Das Modell ,118‘ basiert auf dem von Michael Thonet Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten Prinzip, einen Stuhl auf möglichst wenige Bestandteile zu reduzieren. Der Designer Sebastian Herkner ergänzt mit dem Modell ‚118‘ die Schlichtheit des Stuhls um Details, die den Entwurf weniger dominant erscheinen lassen.

 

Das neue Stuhlprogramm ‚118‘ bezieht sich auf den Urtyp ‚214‘ von Thonet. Es verfügt über einen Sitzrahmen, der aus einem Stück gebogen wurde, sowie eine mit Rohrgeflecht bespannte Sitzfläche. Optional werden die Modelle mit einem Muldensitz angeboten. Eine weitere Besonderheit stellt die Form der Stuhlbeine dar: Auf der Rückseite abgerundet und vorne durch leichte Kanten gekennzeichnet, nehmen sie die hufeisenförmige Grundfläche des Sitzes auf. Laut Anbieter ist die Neigung des Rückenbretts perfekt auf die Sitzfläche abgestimmt, so dass hoher Komfort gewährleistet ist. Das Programm ist in Buche natur sowie in lackierten und gebeizten Ausführungen erhältlich.

Allrounder für unterschiedliche Gebrauchszwecke

Bei der Entwicklung des Modells ‚118‘ setzte sich der Designer Sebastian Herkner neben der Historie von Thonet mit den Fragen auseinander, die zur Bauhaus-Zeit in der Frankfurter Ausstellung ‚Der Stuhl‘ 1929 thematisiert wurden. Damals stand die Suche nach einer Sitzgelegenheit im Vordergrund, die den Lebensgewohnheiten und dem Rhythmus des Menschen entsprechen sollte. Daher ist das neue Modell dem Hersteller zufolge ein Allrounder und entspricht unterschiedlichen Gebrauchszwecken. Der Holzstuhl eignet sich sowohl für den Einsatz im Objektgeschäft als auch im privaten Bereich.

Eine weitere Inspiration stellte für Herkner der in den 1930er Jahren entwickelte ‚Frankfurter Stuhl‘ dar. Dieser zeichnete sich durch eine solide Konstruktion bestehend aus lediglich vier Beinen, einem Sitz und einer Lehne aus und war damals in unterschiedlichen Varianten Teil des Portfolios von Thonet.

 

 

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