Strähle

Stetiges Wachstum

Ausgabe-Nr.: 11/2018

Strähle-Geschäftsführer Paul Strähle: „Ziel der Neukonzeption ist es, die DGNB-Zertifizierung für Innenräume zu erreichen.“

Der schwäbische Büromöbel-Hersteller konnte seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um fast fünf Prozent auf 47 Millionen Euro steigern. Zu dem Wachstum trug neben dem erweiterten Portfolio die Produktionsstätte in Borkheide, die im letzten Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feierte, maßgeblich bei. Dort werden neben den Aufträgen aus Nord- und Ostdeutschland auch alle Exportaufträge bearbeitet.

 

„Die Nutzer melden uns, dass sie sich aufgrund der guten akustischen Schirmung der Arbeitsplätze leichter konzentrieren können und wohler fühlen. Gleichzeitig schätzen sie die Transparenz der Lösung, wodurch der Open-Space-Charakter bewahrt bleibt“, sagt  Paul Strähle, Geschäftsführer der Strähle Raum-Systeme GmbH in Waiblingen, über die Rückmeldungen aus den ersten Projekten bei Pilz in Ostfildern und Egetrans in Marbach.

Demnach wurde die neue, akustisch hochwirksame Glasakustikwand ‚System 7400‘ positiv vom Markt aufgenommen. Die Kombination von Glaselementen mit Schallabsorbern ermöglicht es, in offenen Bürolandschaften akustisch voneinander getrennte Zonen zu bilden und dabei den Gesamt­raum optisch zu erhalten. Die Glaswand wurde auch schon in bestehende Open-Space-Büros eingebaut, um die Raum­akustik nachträglich zu verbessern.

Das erweiterte Produktportfolio, welches auf den drei Säulen Trennwand-, Raum-in-Raum- und Akustiksysteme fußt, trug in 2017 erheblich zur Steigerung der Erlöse bei dem süddeutschen Anbieter bei. Strähle erzielte ein Umsatzplus von über vier Prozent auf 47 Millionen Euro. Damit kann der Hersteller seit zehn Jahren in Folge ein stetiges Wachstum verzeichnen (-> Tabelle 1).

Auch für 2018 erwartet das Management eine anhaltend stabile Entwicklung

Ein Viertel des Umsatzes stammte erneut aus dem Export, wobei die Schweiz und Großbritannien die wichtigsten Auslandsmärkte sind. An den Standorten in Waiblingen bei Stuttgart und Borkheide bei Berlin beschäftigte das Familienunternehmen zum Jahresende 155 Mitarbeiter. Auch für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management angesichts der guten Auftragslage eine anhaltend stabile Entwicklung.

Nicht unerheblich für das stetige Wachstum ist die Produktionsstätte in Borkheide, die im letzten Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Die Nähe zu den Wirtschaftsregionen im Norden hatte das Familienunternehmen damals angetrieben, in den Standort zu investieren. Eine weitere Finanzspritze von einer Million Euro im Jahr 2015 ermöglichte die Modernisierung der 3.000 Quadratmeter großen Fertigungshalle mit einem Maschinenpark für die Metall- und Holzverarbeitung sowie des angrenzenden Bürogebäudes (-> INFO-MARKT Nr. 13/2017).

Aktuell beschäftigt sich das Unternehmen intensiv mit Konzepten für nachhaltiges Bauen

In Borkheide werden neben den Aufträgen aus Nord- und Ostdeutschland alle Exportaufträge mit Ausnahme der Schweiz bearbeitet. Im vergangenen Jahr wurden unter anderem Glastrennwände für das Crown Estate in London sowie für die Bertelsmann-Hauptverwaltung in Gütersloh gefertigt. In neu gestalteten Ausstellungsräumen sollen Architekten, Planer und Bauherren Anregungen für Innenausbauprojekte finden.

Aktuell beschäftigt sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge intensiv mit Konzepten für nachhaltiges Bauen. Als Partner unter anderem im DGNB e.V. und im ena Wirtschaftsverband e.V. (european network architecture) arbeitet Strähle aktiv an der Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen mit. Die Fachseminare der Verbände für Planer und Architekten finden regelmäßig auch am Waiblinger Firmensitz statt. Den interdisziplinären Austausch nutzt der Anbieter als wichtigen Bestandteil, um neu gewonnene Erkenntnisse umzusetzen und Produkte auf die Bedürfnisse der Nutzer auszurichten. Ein Beispiel ist das Cradle-to-Cradle-zertifizierte System 2000 eco, das der wachsenden Forderung der Bau- und Immobilienbranche nach einer verschwendungsfreien Kreislaufwirtschaft entspricht.

Mit dem Anspruch, Architekten, Planern und Bauherren aktuelle Gestaltungs- und Ausbaumöglichkeiten zu demonstrieren, soll die Ausstellung in Waiblingen in den nächsten Monaten umgebaut und erweitert werden. „Ziel der Neukonzeption ist es auch, die DGNB-Zertifizierung für Innenräume zu erreichen“, erklärt Strähle.

In der Entwicklungsabteilung wird indes an den neuen, als kleine Rückzugsräume konzipierten Kubus-Varianten gearbeitet. Die Systeme sind auf eine einfache Reihung ausgelegt und sollen auf der Orgatec im Herbst 2018 präsentiert werden.

 

 

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